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Mit ihrem Spitzenkandidaten Frank Zellner wollen CSU/Parteilose Peißenberg nachhaltig entwickeln.

Kommunalwahl 2020: Zellner (CSU) will Bürgermeister werden

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Mit der Bekanntgabe ihres Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2020 haben sich CSU/Parteilose lange Zeit gelassen. Nun steht fest: Frank Zellner wird sich darum bemühen, den Chefsessel im Peißenberger Rathaus nach zwölf Jahren zurückzuerobern. Der Leiter des Job-Centers in Weilheim kündigte an, die Marktgemeinde „nachhaltig entwickeln“ zu wollen.

Peißenberg – Erst der Kongress der Europäischen Volkspartei in Zagreb, dann der CDU-Parteitag in Leipzig: Alexander Dobrindt hatte nach eigenem Bekunden eine terminlich „umfangreiche Woche“ hinter sich gebracht. Doch wie der CSU-Bundestagsabgeordnete und Landesgruppenchef im Gasthof zur „Post“ launig verkündete, sei für ihn das „absolute Highlight“ die Aufstellungsversammlung von „CSU/Parteilose“ für die Kommunalwahlen 2020.

Dobrindt liest jeden Tag die Heimatzeitung und ist über die lokalen Themen gut informiert. Selbst noch einmal für den Marktrat zu kandidieren, so verriet er am Rande der rund anderthalb Stunden dauernden Versammlung, „würde zwar schon noch Spaß machen, aber dazu fehlt einfach die Zeit“. Die Rolle des CSU-Spitzenpolitikers beschränkte sich deshalb darauf, den 47 anwesenden Wahlberechtigten den Bürgermeisterkandidaten von „CSU/Parteilose“ offiziell vorzuschlagen: Erwartungsgemäß handelte es sich um Frank Zellner, dem einhellig das Vertrauen ausgesprochen wurde.

CSU-Intern war die personelle Besetzung des Spitzenkandidaten schon seit Längerem geklärt. Zellner ist Volljurist und hat seit 2005 mehrere Stationen bei der Agentur für Arbeit durchlaufen. Seit gut einem Jahr leitet er das Job-Center in Weilheim. Der 41-Jährige gilt als ruhig und überlegt. Auch bei seiner Bewerbungsrede schlug Zellner keine lauten Töne an. Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz respektive Rathauschefin Manuela Vanni gab es nur ansatzweise und dosiert. „Peißenberg braucht Ehrlichkeit und Verlässlichkeit“, betonte Zellner – und: „Peißenberg hat mehr verdient, als nur verwaltet zu werden.“

Mittelständische Betriebe sollen gefördert werden

Als Schwerpunkte seiner Kampagne nannte Zellner die Förderung der mittelständischen Betriebe und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Des weiteren gelte es, bezahlbaren Wohnraum für einheimische Familien bereitzustellen, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen und die Digitalisierung auszubauen – vor allem auch im Rathaus mit der Möglichkeit von Online-Behördengängen.

Der gebürtige Peißenberger kündigte an, „Politik für alle machen“ zu wollen: „Das ist mein Anspruch.“ Zellners Slogan für sich und seine Mitstreiter: „Wir lieben Peißenberg.“ Und von Dobrindt gab’s für den frischgebackenen Spitzenkandidaten symbolisch zwei Utensilien – nämlich einen Spaten und eine Spitzhacke: „Das ist die richtige Ausstattung für Peißenberg“, so Dobrindt. Mit einer Gegenstimme wurde von der Versammlung schließlich die von Zellner angeführte Gemeinderatsliste abgesegnet. Auf den vorderen Plätzen verzichten „CSU/Parteilose“ – die Listenverbindung gibt es seit 54 Jahren – auf eine personelle Erneuerung. Bis auf Ernst Frohnheiser und Werner Haseidl, die nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidieren, reiht sich die aktuelle Marktratsfraktion ein. Besonders auffällig. Mit Sandra und Thomas Rößle sowie Melanie und Helmut Attenberger treten gleich zwei Ehepaare auf der Liste an. Auch der Familienname „Kölsch“ und „Punzet“ ist jeweils zweimal vertreten. Ein Indiz dafür, dass sich die CSU bei der Listen zusammenstellung schwer tat, ausreichend Personal zu finden? Zellner sprach auf Nachfrage von intensiven und langen Gesprächen, bei denen mitunter auch das Interesse von Familienmitgliedern geweckt worden sei. Auch seine Frau Kathrin kandidiert vom Listenplatz 22 aus. Sollten die Zellners beide gewählt werden, gibt es nach Auskunft des Gatten nur ein Problem: „Wer passt dann auf unsere beiden Kinder auf?“

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Alle Infos zur Kommunalwahl 2020 finden Sie auf unserer Themenseite.

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