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Ob sie wieder dabei sind? Wahlhelfer in Schwabsoien, aufgenommen bei der Bundestagswahl 2018. 

Kommunalwahl 2020

Die Wahl kann kommen, die Helfer stehen bereit

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  • Barbara Schlotterer-Fuchs
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  • Jörg von Rohland
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  • Christoph Peters
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Die Kommunalwahl naht mit großen Schritten, in den Landkreis-Kommunen laufen die Vorbereitungen für den 15. März auf Hochtouren. Eine wichtige Aufgabe kommt dabei am Wahltag den freiwilligen Wahlhelfern zu.

Update, 26. März: Nicht mehr lange bis zu den Stichwahlen im Landkreis Weilheim-Schongau: In unserem Live-Ticker erfahren Sie Ergebnisse, News und Reaktionen vom Wahltag. 

Landkreis – Wenn die Wahllokale am Sonntag, 15. März, in der Früh öffnen, stehen sie schon parat. Die Rede ist von den freiwilligen Wahlhelfern, die sich nicht nur um den reibungslosen Ablauf in den Stimmbezirken kümmern, sondern nach 18 Uhr das Auszählen der Stimmen übernehmen. Vor allem letzteres ist eine langwierige Aufgabe, die sich bis weit in die Nacht erstreckt. Wie viele Freiwillige für das Ehrenamt benötigt werden, hängt von der Größe der Kommune ab.

Peiting:

In der Marktgemeinde werden rund 100 Wahlhelfer für die insgesamt 17 Stimmbezirke benötigt. Auf der Suche ist man nicht mehr. „Unser Bedarf ist gedeckt“, meldet Geschäftsleiter Stefan Kort. Das dies so reibungslos gelungen ist, könnte auch mit einer Entscheidung des Gemeinderats zusammenhängen. Wegen des großen Aufwands bei der Kommunalwahl hatte das Gremium im Dezember das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer von 30 auf 100 Euro deutlich angehoben. Für die Stichwahl gibt es 50 Euro.

Knapp die Hälfte der Freiwilligen rekrutiert die Gemeinde laut Kort aus Verwaltungsmitarbeitern und Angestellten des Marktes, die für ihren Dienst neben dem Erfrischungsgeld auch einen zeitlichen Ausgleich erhielten. Kandidaten von Parteien und Gruppierungen schieben dagegen keinen Wahldienst. Diese dürften rechtlich zwar, „wir wollten das aber vermeiden“, erklärt Kort.

Peißenberg:

Sachbearbeiter Andreas Fischer hat keine Probleme, genügend Wahlhelfern zusammen zu bekommen. 176 benötigt er für die 22 Bezirke, 200 stehen derzeit auf seiner Liste. „Aber es dürfen sich gerne noch welche melden“, so Fischer mit Blick auf Absagen, die er immer wieder mal erhält. Die meisten Helfer sind in Peißenberg Mitarbeiter von Behörden, die in der Marktgemeinde wohnen. „Die werden immer als erstes angeschrieben.“

Am Wahltag bekommen die Helfer ein Erfrischungsgeld in Höhe von 50 Euro und sind laut Fischer zehn bis elf Stunden im Einsatz. Bei einer Stichwahl zwei Wochen später erhalten sie 30 Euro. Ob es von den Arbeitgebern für den Einsatz obendrein einen freien Tag gibt, werde von Fall zu Fall entschieden, erläutert der Sachbearbeiter. Das gilt seinen Angaben nach auch für Gemeindemitarbeiter, die als Wahlhelfer tätig sind.

Schongau:

Auch in der Stadt Schongau war heuer das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer deutlich angehoben worden, und zwar auf 100 Euro. Aber es gibt eine Einschränkung: Jene Wahlhelfer, die im Öffentlichen Dienst tägig sind und einen freien Tag für diesen Dienst nehmen können, sollen diesmal deutlich weniger bekommen, nämlich nur 25 Euro. Bei einer möglichen Stichwahl sieht das Verhältnis genauso aus: 50 Euro bzw. 12,50 Euro für Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst.

Probleme, Wahlhelfer zu bekommen, gab es in der Lechstadt aber nicht. „110 waren nötig, es haben sich ausreichend Wahlhelfer gemeldet“, so Bettina Schade, Geschäftsleiterin und Vorsitzende des Wahlausschusses. Erfahrungsgemäß sei die Bereitschaft bei Kommunalwahlen höher als bei anderen Wahlen. Auch 35 städtische Angestellte helfen mit.

Weilheim:

Andreas Wunder vom städtischen Ordnungsamt hat die Suche nach Wahlhelfern auch dieses Mal keine schlaflosen Nächte bereitet. Die benötigten 300 Männer und Frauen sind längst zusammen. „Wir sind Behördenstadt, da tun wir uns leichter“, sagt er mit Blick auf die vielen Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst, die vorzugsweise ausgewählt werden. „Und bei uns im Haus ist Urlaubssperre“, fügt Wunder hinzu.

Es können sich aber gerne auch noch weitere Freiwillige melden. Vor allem jüngere Leute mit Computer-Kenntnissen sind laut Wunder willkommen, weil die Stimmen mit Barcode-Stiften gezählt werden. Das Erfrischungsgeld fällt mit 50 Euro in Weilheim allerdings nicht gerade üppig aus. Dafür gebe es für die Angestellten aber den Stundenausgleich, betont Wunder.

Penzberg:

„Nicht leicht“ war es laut Penzbergs Geschäftsführer Roman Reis, das Wahlhelfer-Team zu komplettieren. Immerhin 240 Wahlhelfer braucht man für den gesamten Stadtbereich und Listenkandidaten sind ausgeschlossen. Diverse Aufrufe, auch über die Presse, und viele persönliche Gespräche haben dazu geführt, dass nun alle Posten besetzt sind – was vor allem für die verantwortungsvollen Posten der Wahlvorstände nicht einfach war. Davon berichtet Penzbergs Wahlleiter Peter Holzmann.

Weil vor allem die „Briefwahl heuer der Renner“ sein wird, „haben wird personell massiv erhöht“, erklärt Holzmann den hohen Personalaufwand. Mit Problemen rechnet er nicht – alle Helfer sind auf das Barcode-System geschult, das beim Auszählen am Wahlsonntag in allen größeren Kommunen eingesetzt wird.  re/chpe/bas/jvr


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