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Die neue Vorstandschaft der „Freunde der Rigi-Rutsch’n“: (von links) Brigitte Bock, Werner Jungwirth, Ansgar Lammel und Sigrid Haslinger. 

„Rigi-Rutsch'n“-Förderverein

Komplett neue Führung

Peißenberg - Alles neu beim „Rigi-Rutsch'n“-Förderverein. Sämtliche Posten wurden neu besetzt. 

Alles neu macht der Mai, heißt es nicht nur im Volksmund, sondern auch beim Förderverein „Freunde der Rigi-Rutsch’n“. Die bisherige Vorstandschaft um Bürgermeisterin Manuela Vanni trat zu den jüngsten Neuwahlen geschlossen nicht mehr an. An der Spitze des 2010 gegründeten und 159 Mitglieder starken Vereins wird künftig nach einhelligem Votum Brigitte Bock aus Weilheim stehen. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Werner Jungwirth (2. Vorsitzender), Ansgar Lammel (Kassier) und Sigrid Haslinger (Schriftführerin).

Die Proteste gegen den umstrittenen Beschluss zur Absage der Freibadsaison 2016 waren das alles beherrschende Thema bei der Jahresversammlung im Gasthof „Zur Post“. Und die aktuelle Situation rund um die „Rigi-Rutsch’n“ spielte letztlich auch bei der personellen Umstrukturierung an der Vereinsspitze eine Rolle.

„Ich tue mich schwer mit dem Amt. Ich kann es nicht in Einklang mit meinen Funktionen als Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeindewerke bringen“, begründete Vanni ihren Rückzug. Die Rathauschefin hatte die Vereinsführung 2010 ohnehin nur pro forma übernommen, weil kein Kandidat für den Vorsitz gefunden wurde. „Das Herz unseres Fördervereins“, wie es Vanni in der Versammlung formulierte, bildeten seit jeher Andrea Hoferer (2. Vorsitzende) und Conny Voggenauer (Kassiererin). Unter anderem engagierten sich die beiden bei der regelmäßigen Organisation der „Eventsauna“ und der „Kids-Days“. Doch nun ist Schluss.

Der Förderverein verhielt sich im Zuge der hitzigen Diskussionen um den Bäderpark neutral. Das akzeptierte offenbar nicht jeder: „Es war zuletzt schwierig, einen Mittelweg zu finden. Wir saßen zwischen zwei Stühlen“, resümierte Voggenauer die vergangenen Wochen. Ähnlich äußerte sich Hoferer: „Ich finde es sehr gut, dass sich die Leute für die ,Rigi-Rutsch’n’ engagieren. Aber ich verstehe auch den Werkleiter.“ Hoffentlich, so Hoferer, sei der „Hype zum Helfen“ nicht nur von kurzer Dauer: „Bis zu dem Brand war es nämlich eher schwer, Freiwillige zu finden. Es ist schade, dass erst etwas passieren oder die Schließungs-Angst umgehen muss.“ Es falle ihr keinesfalls leicht, das Amt im Förderverein abzugeben. Das Schwimmbad sei schließlich so etwas wie ihre „Heimat“, doch persönliche Gründe und „viele andere Baustellen“ ließen ihr keine andere Wahl, sagte Hoferer unter Tränen.

Lächelnd und frohgemut startete hingegen Brigitte Bock in ihre neue Aufgabe als Fördervereinsvorsitzende. „Ich habe keine Angst vor Leuten, viel Zeit und ein paar nette Ideen – und ich bin voll gut drauf“, sagte die 52-Jährige bei ihrer Vorstellung. Unter anderem könne man von Weilheim zur „Rigi-Rutsch’n“ einen Pendelbus organisieren. Bock, die in Peißenberg aufgewachsen ist, hat der Großbrand in der „Rigi-Rutsch’n“ schwer zugesetzt: „Dadurch bin ich quasi zwangsarbeitslos geworden“, erklärte die Rettungsschwimmerin am Rande der Mitgliederversammlung: „Da hab’ ich mir gesagt: ,Das kann ich so nicht stehen lassen. Jetzt muss ich mich einsetzen.’ Es wäre schade, wenn die ,Rigi-Rutsch’n’ wegen des Brandes kaputtgehen würde.“ Erfahrung in punkto Fördervereinsarbeit hat Bock übrigens genug: Für die Weilheimer Mittelschule sammelte sie in verantwortlicher Position über 30 000 Euro.

Bernhard Jepsen

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