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Die Besten ihrer Klasse: Das Foto zeigt die jeweiligen Sieger ihrer Altersklasse. Das Spektrum der Fahrer reichte  von den "Kindern I" (Jahrgang 2008 und jünger) bis zur "Jugend II" (Jahrgang 1995-1997).

Kreiscup-Siegerehrung in Peißenberg

Große Bühne für den Ski-Nachwuchs

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Peißenberg - Trotz sommerlicher Temperaturen drehte sich in der Peißenberger Tiefstollenhalle am Sonntag alles um den Winter: Rund 280 junge Skifahrer erhielten bei der Kreiscup-Siegerehrung Urkunden und Pokale. Im Zentrum des Interesses stand Slalom-Vize-Weltmeister Fritz Dopfer.

Ehrengäste mit Stargast: (v.l.) Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni, Skirennläufer Fritz Dopfer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Alpenvereins-Vorsitzender Manfred beier.

Peißenberg – Kinder sind laut, ungeduldig und können nicht stillstehen – ja von wegen. Ganz von selbst hatten sich mehrere Dutzend Mädchen und Buben ordentlich in einer Reihe aufgestellt und warteten zumeist schweigend minutenlang, bis sie dran waren. Und als sie dann endlich vor ihrem Helden standen, waren die Augen groß und die Stimmen ganz leise. Fast noch mehr als die glitzernden Pokale und die Urkunden auf der Bühne zog die jungen Skirennläufer Fritz Dopfer in ihren Bann. Der Ski-Weltcupläufer und amtierende Vize-Weltmeister im Slalom war bei der Kreiscup-Siegerehrung am Sonntag in der Peißenberger Tiefstollenhalle der Stargast. Und als solcher hatte er fleißig Autogramme zu schreiben und für Erinnerungsfotos herzuhalten. Der 28-jährige Schongauer machte das in seiner gewohnt sympathisch-lockeren Art – das Attribut „Star“ passt auf Dopfer in dieser Hinsicht überhaupt nicht. „Der hat absolut keine Allüren“, stellte Manfred Beier, 1. Vorsitzender der gastgebenden DAV-Sektion Peißenberg, fest.

Ähnlich unaufgeregt und leger, wie Fritz Dopfer seine Arbeit erledigte, ging die ganze Siegerehrung über die Bühne. Rund 280 Kinder und Jugendliche wurden ausgezeichnet, 125 Pokale galt es zu übergeben. Das Team des Alpenvereins Peißenberg um Thomas Frühschütz und Thomas Staltmeier hatte mit insgesamt rund 50 Helferinnen und Helfern alles im Griff. Die Kinder erlebten so aufregende Momente, als sie auf die Bühne gehen und dort ihre Trophäen abholen durften. Die Siegerehrung ist speziell für die Jüngsten ein Höhepunkt. Moderator Simon Fritzenschaft („Radio Oberland“) führte souverän durchs Programm und interviewte Stargast Dopfer. Er sei von den Eltern schon mit eineinhalb Jahren auf die Brettl gestellt worden, verriet der Weltcupfahrer. Ein großes Lob hatte Dopfer für alle ehrenamtlichen Helfer in den Skiclubs parat. Aufgrund seines eigenen Werdegangs wisse er, „was Trainer und Eltern hier im Landkreis in Kauf nehmen müssen, damit man Ski fahren kann“. Der Sport ist außerdem sehr „materiallastig“. Das Wichtigste sei, Skier zu finden, „mit denen man seine Technik zu 100 Prozent ausspielen kann“. Dopfer, der seit acht Jahren auf „Nordica“ unterwegs ist, benötigt pro Saison um die 16 Paar Ski. Seit 1. Mai läuft das Konditionstraining im Hinblick auf die kommende Saison. Eine wirkliche Ski-Pause hatte er nicht. Aufgrund der Schneefälle in den vergangenen Wochen hat er unter anderem auf der Zugspitze Ski getestet.

Die Ehrengäste hielten ihre Grußworte angenehm kurz. AV-Chef Manfred Beier lobte den Landkreis und die Gemeinde: Von ihnen „werden wir tatkräftig – personell und finanziell – unterstützt“. Was im AV und auch in den anderen Vereinen „an ehrenamtlicher Arbeit geleistet wird, ist unglaublich“. Nach 2009 war der Alpenverein mit den Ortsgruppen Peißenberg und Hohenpeißenberg zum zweiten Mal Ausrichter der Siegerehrung. Bürgermeisterin Manuela Vanni und Landrätin Andrea Jochner-Weiß lobten das Engagement und das Können der Kinder auf den Skiern. „Für mich seid ihr alle Sieger“, sagte Jochner-Weiß.

Für die jeweils fünf Besten in jeder der elf Altersklassen gab es neben einer Urkunde und einem kleinen Präsent auch einen Pokal. Die größte Trophäe stemmten die Mitglieder des SC Lauterbach (Region Steingaden) in die Höhe. Sie hatten die Teamwertung (jeder Rennfahrer eines Vereins erhält gemäß seiner Platzierung Punkte) gewonnen. Mit 40 Rennläufern stellte Lauterbach auch das größte Team. Zweiter wurde der DAV Peißenberg, Dritter der TSV Bernbeuren.

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