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Alles dreht sich um die Lore: Peißenberg weiht neuen Kreisel ein

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Von: Bernhard Jepsen

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„Glück Auf“ als Symbol für den früheren Bergbau und als Motto für den neuen Einkaufspark. Zur offiziellen Kreisel-Einweihung begrüßte Frank Zellner (5.v.r.) neben einer Abordnung des Knappenvereins sowie Vertretern des Gemeinderats und des Bauhofs auch Walter Küblböck (4.v.r.).
„Glück Auf“ als Symbol für den früheren Bergbau und als Motto für den neuen Einkaufspark und bei der offiziellen Kreisel-Einweihung. © Jepsen

Wie könnte es auch anders sein? Ein restaurierter Kohlehunt aus früheren Bergwerkszeiten ziert den kürzlich fertiggestellten Kreisel an der Kreuzung „Schongauer Straße/Hochreuther Straße“. Der Verkehr läuft bereits über die großzügig gebaute Rundung, die den neuen Einkaufspark auf dem ehemaligen MTP-Gelände erschließen soll.

Peißenberg – Nach knapp fünf Monaten Bauzeit ist er fertig – der Kreisverkehr an der äußeren Schongauer Straße im Bereich der Abzweigung zur Hochreuther Straße. Bauherr war nicht die Gemeinde, sondern die Küblböck-Unternehmensgruppe aus Regensburg, die als Investor den Einkaufspark hochzieht. Der mit vier Ein- und Ausfahrästen konzipierte Kreisverkehr ist das Ergebnis eines städtebaulichen Vertrags. Die Gemeinde hatte die Errichtung eines Kreisels als Bedingung für die Umgestaltung des MTP-Geländes ausgegeben. Bei der offiziellen Einweihungsfeier für den Kreisel sprach Bürgermeister Frank Zellner von einem „guten, baulichen Ergebnis“. Der Kreisverkehr würde nicht nur den Auto-, sondern auch den Fußgänger- und Radfahrverkehr bestens regeln. Einen kleinen Funktionsmangel hat der neue Kreisel aber dann doch: Große Sattelschlepper, die auf der Schongauer Straße ortsauswärts fahren und den Einkaufspark ansteuern, können aufgrund der nicht vorhandenen Schleppkurve nicht direkt den vorgesehenen Einfahrtast nehmen. Sie müssen erst eine Runde über den Kreisel drehen.

Bei der Einweihungsfeier mit dabei war auch eine Abordnung des Knappenvereins. In der Mitte des Kreisverkehrs wurde ein Kohlehunt platziert – so wie bereits beim Kreisel am östlichen Ortseingang. Der Knappenverein ließ den Hunt, der bislang eher versteckt an der Schongauer Straße neben dem Autohaus Berghofer stand, für 1000 Euro restaurieren. Laut Rudi Hochenauer, dem Vorsitzenden der Knappen, ist der Hunt ein „selbsterklärendes Symbol“ und für auswärtige Verkehrsteilnehmer ein Hinweis darauf, dass Peißenberg früher ein Bergwerksstandort war. „Der Ort verdankt seine heutige Größe dem Kohleabbau. Auf diese Prägung dürfen wir stolz sein“, so Hochenauer.

Dessen Argumentationslinie mit der Bedeutung der Kohle für die städtebauliche Entwicklung Peißenbergs griff Herbert Küblböck auf. „Wenn der Ort nicht prosperiert hätte“, so der Unternehmenschef, „dann gäbe es heute auch keine Kaufkraft – und dann wären wir nicht hier.“ Die Küblböck-Unternehmensgruppe errichtet derzeit drei Gebäudehallen. Nach der Fertigstellung werden sie an die Supermarktketten „Lidl“ und „Edeka“ sowie an die Drogeriemarktkette „Müller“ vermietet. Als Eröffnungstermin für alle drei Läden ist der 1. Dezember angepeilt: „Es soll ja noch das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden“, so Küblböck.

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