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Das ist 17 Jahre her: Ignaz Berndaner als Trainer der Peißenberg „Hornets“. Die Aufnahme entstand im Januar 2000 im Heimspiel gegen den 1. EV Weiden. Der Partenkirchener war zweimal als Trainer in Peißenberg tätig. 
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Das ist sein Arbeitsplatz: Ignaz Berndaner arbeitet in der Touristen-Anmeldung der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. In zwei Jahren will er sich in den Ruhestand verabschieden. 

was macht eigentlich . . . ignaz berndaner?

Künftig geht’s öfter nach Norwegen

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Ignaz Berndaner  war 177-facher Nationalspieler und Trainer des Peißenberger Eishockeyteams.  Jetzt freut sich der 62-Jährige auf den Ruhestand.

Peißenberg/Garmisch – Das Gespräch in einem Murnauer Café beginnt etwa eine Viertelstunde später. Ignaz Berndaner hat Thomas Reitmeir, einen seiner früheren Spieler zu Peißenberger Zeiten, entdeckt. Da muss man sich natürlich gegenseitig erst mal auf den neuesten Stand bringen. Der 62-Jährige Partenkirchener, der mit dem SC Riessersee zweimal deutscher Maeister wurde, 177 Länderspiele bestritten hat und damit zu den ganz Großen im deutschen Eishockey zählt, war zweimal Trainer in Peißenberg. Zum ersten Mal um die Jahrtausendwende, damals hieß die Mannschaft noch „Hornets“, und dann noch einmal ab 2003 für zwei Jahre. Das alles ist lange her, dennoch sind ihm die Namen der meisten Spieler aus dieser Zeit noch geläufig.

Mit einigen seiner ehemaligen Akteure hält er sogar noch Kontakt. Etwa mit Habart Wittlinger. Der heute 51-Jährige lebt mittlerweile wieder in seiner slowakischen Heimat, im Sommer aber kommt er nach Peißenberg. Dann wollen sich die beiden auch treffen. Gern fährt Berndaner auch mal nach Ingolstadt. Dort begann 1994 seine Trainerkarriere, vier Jahre lang coachte er den Verein, seinerzeit noch in der Oberliga. „Dort werde ich noch heute geschätzt“, wie er nicht ohne Stolz berichtet.

Dagegen ist die Liebe zu seinem Heimatverein, dem SC Riessersee, abgekühlt. Das hat begonnen, als er 1987 nach 16 Jahren in der ersten Mannschaft des SCR zu Hedos München wechselte. „Da wurde ich dann als Judas beschimpft, das hat schon wehgetan“, sagt Berndaner. Danach gab es Ärger mit dem jetzigen Geschäftsführer Ralph Bader, näher eingehen will der 62-Jährige darauf nicht. Deswegen ist er auch nur sehr selten im Garmischer Olympia-Eisstadion zu sehen. Wenn er mal Eishockey schaut, dann auswärts, etwa in Augsburg oder auch mal in Berlin. „Das verbinde ich dann mit Besuchen von Freunden“, so der Partenkirchener, der seit langer Zeit in Kaltenbrunn lebt, wo er ein Haus besitzt.

Berndaner hat mittlerweile aber ohnehin Distanz zum Eishockeysport gewonnen. Zuletzt trainierte er etwa drei Jahre die Frauen des SC Garmisch-Partenkirchen. Das machte er nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil die Mannschaft ihn darum gebeten hatte und er einfach nicht „nein“ sagen konnte. 2015 löste sich das Team aus finanziellen Gründen auf, damit war auch die Trainerkarriere von Ignaz Berndaner beendet.

Langweilig ist ihm dennoch nicht. „Es gibt ja noch andere Sachen als Eishockey“, sagt er. Da gibt es zum Beispiel seine Enkel. Sein Sohn Anton hat zwei Kinder, seine Tochter Christine erwartet in Bälde ihr zweites Kind. „Und der Garten und das Haus gehören ja auch gemacht“, so Berndaner. In seinem Berufsleben befindet er sich auf der Zielgerade. Er arbeit in der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen in der Touristen-Anmeldung. Zwei Jahre noch, dann ist Schluss.

Der 62-Jährige freut sich auf seinen Ruhestand. Seit 20 Jahren macht er mit der Familie Urlaub in Norwegen. Er hat damals eine Blockhütte im Süden des Landes gekauft, zwei- bis dreimal im Jahr geht’s dort für ein paar Wochen hin. Wenn er dann im Ruhestand ist, „werde ich auch mal längere Zeit dort bleiben“.

Wenn er daheim im Werdenfelser Land ist und die Eishockey-Saison läuft, kann es auch sein, dass er wieder öfter im heimischen Olympia-Eisstadion zu sehen ist. Dem neuen Gesellschafter des SC Riessersee, Udo Weisenburger, ist es offensichtlich sehr wichtig, die SCR-Legenden wieder ins Vereinsleben zu integrieren. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit ihm“, berichtet Berndaner. Weisenburger hat kürzlich in Zusammenarbeit mit dem „Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt“ eine sogenannte Legenden-Wahl initiiert. Die Leser sollten die beliebtesten Riesserseer Spieler im Zeitraum von 1966 bis 1985 wählen. Der Sieger: Ignaz Berndaner. Er sowie der zweitplatzierte Franz Reindl sollen Anfang nächster Saison geehrt werden.

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