Unter Aufsicht von TSV-Vize-Präsident Markus Heidler und Stefan Rießenberger wurde das Eis Schicht für Schicht aufgetragen.
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Unter Aufsicht von TSV-Vize-Präsident Markus Heidler und Stefan Rießenberger wurde das Eis Schicht für Schicht aufgetragen.

Die Eishockey-Saison in Peißenberg ist eröffnet

Kufenflitzer auf „schneeweißem“ Eis

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Die Saison im Peißenberger Eisstadion ist eröffnet: Schon vor dem Eishockey-Freundschaftsspiel zwischen den heimischen „Miners“ und den Forster „Nature-Boyz“ startete der Trainingsbetrieb. Der TSV Peißenberg als Hallenbetreiber geht davon aus, dass die Sportstätte anders als im Vorjahr nicht mehr wegen Corona geschlossen werden muss.

Peißenberg – Dass es in Peißenberg überhaupt noch ein Eisstadion gibt, ist hauptsächlich den kommunalen Subventionszahlungen zu verdanken, die jährlich im knapp sechsstelligen Bereich fließen. Hinzu kommt aber auch das ehrenamtliche Engagement. Ohne den Einsatz der TSV-Helfer würde jedenfalls gar nichts gehen – vor allem nicht bei der Eisaufbereitung.

Die Stadionverwaltung sowie die Eishockey- und Stockschützenabteilung zogen auch heuer wieder an einem Strang und präparierten bereits bis Mitte August eine Eisfläche. Damit konnte der Trainingsbetrieb starten. Allerdings wurde das Eis danach noch einmal bis auf einen Zentimeter abgefräst. Der Grund: Eine Fachfirma hat die Eisfläche, wie es TSV-Präsident Stefan Rießenberger formuliert, „geweißt“. Außerdem wurden Linien unter anderem für die Stockschützen gezogen. In 24-Stunden-Schichten wurde dann erneut Wasser aufgetragen und eine vier Zentimeter dicke Eisfläche aufgebaut. Mehr Energie kostete die Nachjustierung laut Rießenberger nicht – „weil der Boden schon ausreichend abgekühlt war“. Lediglich der zusätzliche Wasserverbrauch würde zu Buche schlagen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Eisfläche präsentiert sich – anders als im vergangenen Jahr – in schneeweißer Optik. „Das schaut wirklich super aus“, schwärmt Rießenberger. 2020 beließ man es bei der grauen Eisfläche, weil man schon eine Vorahnung hatte, dass der Hallenbetrieb aufgrund von Corona nicht die ganze Saison über durchlaufen würde. Doch mit einem neuerlichen Lockdown für die Sportvereine rechnet die TSV-Führung nicht – „auch wenn es von der Politik keinerlei Infos gibt“, wie Rießenberger bedauert: „Da kommt rein gar nichts.“ Ein weiterer Grund für die schneeweiße Eisfläche: Die „Miners“ haben Werbepartner an Land gezogen, die ihr Logo auf der Spielfläche präsentieren wollen. Grau verfärbtes Eis wäre da eher suboptimal.

Ein neues Outfit hat übrigens auch die Stehtribüne auf der Westseite der Eishalle erhalten. Die Betonstufen wurden in den TSV-Vereinsfarben rot und schwarz gestrichen. Rießenberger war bezüglich der Maler-Aktion zunächst eher skeptisch: „Ich hab’ erst gedacht, das kann ja lustig werden. Aber die Farben lassen den Betonklotz gleich viel wärmer erscheinen.“ Auch im alten Kabinentrakt wurde im Vorfeld der Saison gearbeitet. Der Pflege- und Putzaufwand wurde noch einmal erhöht. „Optisch sind die Kabinen sicher kein Aushängeschild mehr. Aber hygienisch ist alles in Ordnung“, so Rießenberger.

Die baulichen Planungen für den neuen Kabinentrakt, der bekanntlich im Zuge des Projekts „Aktivzentrum“ auf dem früheren Rollschuhplatz gebaut werden soll, sind laut dem TSV-Präsidenten soweit fertig. Noch in diesem Monat soll es im Rathaus einen Termin zur Gründung einer Bauherrengemeinschaft zwischen der Gemeinde und dem TSV geben. Rießenberger hofft auf ein schnelles Genehmigungsprozedere und einen Baustart im Frühjahr 2022: „Irgendwann müssen wir anfangen. Eigentlich schnellstmöglich.“ Der Einzug in das Aktivzentrum wäre dann voraussichtlich im September 2023 möglich. In der Eislaufsaison 2022/2023 müssten dann noch einmal die alten Kabinen genutzt werden.

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