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Tanja Steuer (hi. li.), Jürgen Forstner (hi., 2. vo. li.) und Andrea Ammann (hi. re.) ehrten treue LOV-Mitglieder: Klaus Schuster, Christine Dopfer, Hans Steigenberger, Daniela Weinmann, Thomas Rößle (hi, 3. vo.li.)und Erich Jungwirth (hi., 2. vo. re).

Liederkranz-Orchesterverein sucht eigenen Proberaum

Beim LOV läuft es  – auch ohne musikalische Heimat

Beim Peißenberger Liederkranz-Orchesterverein passt es, wie in der Hauptversammlung  deutlich  wurde.  Einen Wermutstropfen gibt es aber doch... 

Peißenberg – Stabile Mitgliederzahlen, solide Finanzen und mit Dirigentin Andrea Ammann „musikalisch super aufgestellt“, wie Vorstand Jürgen Forstner bei der Hauptversammlung schwärmte: Beim Liederkranz-Orchesterverein (LOV) läuft´s im Jubiläumsjahr richtig rund. Ganz selbstverständlich ist das nicht: Der Chor musste im vergangenen Sommer sein angestammtes Probendomizil am Tiefstollen 3 räumen, weil das gemeindliche Vereinshaus während der Sanierungsphase des AWO-Kindergartens zum Ausweichquartier umfunktioniert wurde. Seitdem finden die Chorproben entweder in der benachbarten Tiefstollenhalle oder in der Mittelschul-Aula statt. Beim LOV gab es keinerlei Diskussionen, das Vereinshaus für die Auslagerung des Kindergartens zu räumen. „Das war selbstverständlich, weil die Gemeinde damit Kosten spart, und die Kinder dort einigermaßen gut aufgehoben sind“, erklärt Forstner. Zudem sah man sich allein schon deshalb in der Pflicht, weil man den Probenraum im Vereinshaus immer mietfrei von der Gemeinde nutzen durfte: „Der LOV nimmt nicht nur, er gibt auch“, betont der Vereinschef – außerdem: „Ich gehe davon aus, dass die Zusage eingehalten wird und wir bis September wieder unsere musikalische Heimat im Tiefstollen beziehen können. Die Gemeinde steht da im Wort.“

Forstner hatte Sorge, dass der zwischenzeitliche Umzug die Motivation der Chormitglieder beeinträchtigen könnte. Doch die Sänger blieben alle bei der Stange. Auch der Umstand, dass man in die Mittelschule ausweichen muss, wenn am Probentag die Tiefstollenhalle anderweitig belegt ist, wird klaglos hingenommen: „Ich hatte Angst, dass der Chor die Lust verliert. Aber so war es nicht. Die Probenbeteiligung hat überhaupt nicht abgenommen“, lobt Forstner die 42-köpfige Sängerschar.

Insgesamt zählt der LOV derzeit 114 Mitglieder. Mit der Kinder-und Jugendgruppe „YoungStars“ zieht sich der Verein seinen Nachwuchs heran. Geplant ist zudem, einen eigenen Grundschulchor zu etablieren: „Das wird ein Projekt für die nächsten Jahre“, sagt Forstner.

Zunächst fiebert beim LOV aber alles den Feierlichkeiten zum 120-jährigen Jubiläum entgegen: „Darauf arbeiten wir hin – und die Vorfreude ist riesengroß“, beschreibt Forstner die Stimmungslage im Chor. Am 5. Mai findet ein großes Jubiläumskonzert statt – mit einem bunten Musikprogramm: „Unsere Dirigentin hat da wirklich ein tolles Fingerspitzengefühl. Sie bringt immer wieder neue Sachen, da ist für jeden etwas dabei“, lobt Forstner. Sein Gesamtfazit fällt nicht minder positiv aus: „Als Vorstand kann ich mich bei dem Verein nur glücklich schätzen – es läuft wie am Schnürchen.“ Nur die musikalische Heimat, die fehlt momentan.

Bernhard Jepsen

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