1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Peißenberg

Lob für Fans und Mannschaft

Erstellt:

Kommentare

Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg (in schwarzen Trikots, hier Manuel Singer) holten gegen Geretsried einen 0:3-Rückstand auf und siegten am Ende mit 6:4.
Eindrucksvoll zurückgekämpft: Die „Eishackler“ (in schwarzen Trikots, hier Manuel Singer) holten gegen Geretsried einen 0:3-Rückstand auf und siegten am Ende mit 6:4. © Roland Halmel

Es war kein normales Eishockey-Spiel: Die erste Testpartie der „Eishackler“ in Coronazeiten war geprägt von Hygienevorschriften.

Peißenberg – Der Zugang zur Eishalle führte für die Zuschauer durch den Notausgang. Dies war jedoch nicht die einzige coronabedingte Maßnahme, die die Verantwortlichen beim ersten Testspiel der Peißenberger „Eishackler“ gegen die „River Rats“ aus Geretsried ergriffen hatten. Für die 200 Fans, die sich im Vorfeld online registrieren mussten, galt in der Halle und auch außerhalb in den Drittelpausen Maskenpflicht. „Das ist auch für uns ein Test, wie alles funktioniert“, berichtete TSV-Präsident Stefan Rießenberger, der aktuell auch kommissarischer Vorsitzender der Eishockey-Abteilung ist. Seine Erkenntis: Die Vorgaben seien von den Zuschauern gut eingehalten worden.

Ich hab’ schon gehört, dass wir die strengsten in Bayern sein sollen.

Stefan Rießenberger, Präsident des TSV Peißenberg

„Das hat hervorragend geklappt“, urteilte Rießenberger auch mit Blick auf die strikte Trennung von Fans und Spielern durch Flatterbänder und eine klare Wegführung. „Ich hab’ schon gehört, dass wir die strengsten in Bayern sein sollen. Aber das ist besser, als es erst leger zu sehen und dann verschärfen zu müssen“, bilanzierte der TSV-Präsident.

Auch was das Sportliche betrifft, gab es auf Peißenberger Seite nichts zu meckern. „Die Mannschaft hat nach dem 0:3-Rückstand Charakter gezeigt. Und dafür, dass uns vier wichtige Spieler gefehlt haben, war die Leistung in Ordnung“, urteilte Randy Neal, der nach seiner Rückkehr auf dem Trainerposten beim TSV einen 6:4 (0:3, 4:1, 2:0)-Sieg gegen die Mannschaft des früheren Peißenberger Coaches Rudi Sternkopf zu sehen bekam. „Uns ist am Ende die Luft ausgegangen“, bekannte Sternkopf, der wegen Problemen mit der Eishalle in Geretsried mit seiner Mannschaft erst fünfmal auf dem Eis stand. Allerdings hatten die Geretsrieder vergangene Woche in Buchloe bereits ihr erstes Testspiel absolviert. Für die „Eishackler“ war das hingegen die erste Partie seit dem 10. März, als sie in Waldkraiburg mit 2:3 unterlagen und damit aus den Pre-Play-offs der Bayernliga ausschieden. Unmittelbar danach wurde die Saison wegen Corona aber ohnehin abgebrochen.

Eishockey: Peißenberg kämpft sich gegen Geretsried nach 0:3-Rückstand zurück

Die fehlende Spielpraxis machte sich bei den Hausherren, die ohne die Andrä-Brüder Martin und Markus, Maximilian Brauer und Matthias Lidl antraten, zu Beginn bemerkbar. Die Abstimmung und das Zweikampfverhalten passten nicht. Die „River Rats“ nutzten diesen Umstand zu einer 3:0-Führung (9., 12., 18.). „In der ersten Drittelpause haben wir dann ein bisschen umgestellt“, berichtete Neal. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung. Sein Team bekam den Gegner immer besser in den Griff. Innerhalb kürzester Zeit holten die Hausherren durch Treffer von Moritz Birkner (25.), Elias Maier (32.) und Maximilian Malzatzki (33.) den Rückstand auf. Auch das 3:4 (37.) steckte die junge „Eishackler“-Truppe gut weg. Nach dem neuerlichen Ausgleich durch Steven Wagner (38.) gingen die Peißenberger im Schlussdrittel durch Florian Imminger erstmals in Führung (50.). Ein Empty-Net-Treffer kurz vor dem Ende, abermals erzielt durch Imminger (60.), machte den Erfolg des TSV perfekt.

TSV Peißenberg - ESC Geretsried 6:4 (0:3, 4:1, 2:0) 1. Drittel: 0:1 (8:25) May (Horvath/5-4), 0:2 (11:30) May (Köhler), 0:3 (17:00) Fuchs (Harrer/5-4). 2. Drittel: 1:3 (24:09) Birkner (Imminger), 2:3 (31:16) Maier (Estermaier), 3:3 (32:49) Malzatzki (Imminger), 3:4 (36:44) Merl (Reiter), 4:4 (37:08) Wagner (Birkner). 3. Drittel: 5:4 (49:59) Imminger (Birkner), 6:4 (59:19) Imminger (ENG). Strafminuten: Peißenberg 10, Geretsried 12.

Auch interessant

Kommentare