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2016 in Murnau: Markus Ostermeier in seinem Haus, im Hintergrund drei der beleuchteten  Kunstwerke in seinem Wohnzimmer. 

was macht eigentlich... Markus Ostermeier?

Einsatz fürs „Liebesleben der Wasserwacht“

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Peißenberg - Der frühere Peißenberger Gemeindewerksleiter ist jetzt Privatier. Er ist unter anderem im Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes aktiv.

2006 in Peißenberg: Markus Ostermeier (3.v.r.) bei der Gewerbeschau, damals noch als Gemeindewerksleiter.

Der Einfluss des „Blauen Reiter“ ist kaum zu übersehen. Farbenfroh und leicht abstrakt kommen die drei Bilder daher, die über der weißen Couch hängen. „Sie sind von Lena Gierl“, sagt Markus Ostermeier (59). Er mag die Werke der Künstlerin, die eine Vertraute von Gabriele Münter war. Damit die Farben auch richtig zur Geltung kommen, hat Ostermeier Lampen an der Zimmerdecke installiert, die wie in einem Museum genau auf die Bilder leuchten, sie in einem anderen Licht erscheinen lassen. Der ehemalige Chef der Peißenberger Gemeindewerke weiß, wie das geht. Sein Vater hat früher Kunstausstellungen in Murnau organisiert. Einige der Werke hat Ostermeier nun in seinem Haus in Murnau. Gemälde und Skulpturen. Alle in Szene gesetzt. „Da bin ich familiär belastet“, sagt er und grinst.

Acht Jahre ist es jetzt her, dass sein Vertrag als Werkleiter bei den Gemeindewerken Peißenberg aufgehoben worden ist. Ostermeier bekam eine Abfindung – und ging weiter seinen Weg. Er wurde Finanzchef für die Eishockey-Weltmeisterschaft, die 2010 in Deutschland über die Bühne ging. Danach arbeitete er als Handelsorganisator bei BMW, leitete zwei Autohäuser. Seit 2012 ist er nicht mehr beruflich tätig, ist nun Privatier. „Das war eine bewusste Entscheidung“, sagt Ostermeier.

Er geht nun in einem Ehrenamt auf – und das bringt umfangreiche Aufgaben mit sich. Ostermeier ist seit 2014 im Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes und stellvertretender Bundesleiter der Wasserwacht. „Ich mache die Verbandsarbeit, kümmere mich um das Liebesleben der Wasserwacht.“ Heißt: Er ist für den Kontakt zwischen den einzelnen Ortsgruppen zuständig, kümmert sich um Strukturen und die strategische Ausrichtung. Zudem gehören zu seinem Tätigkeitsbereich Themen wie „Dienstbekleidung“, „Erste-Hilfe-Regeln“, „Hochwassereinsätze“ und „Ausbildungsvorschriften“. Das lässt sich nicht alles von Murnau aus regeln. Ostermeier ist oft unterwegs, erst gestern reiste er wieder einmal nach Berlin. Aber auch, wenn er daheim ist, klingelt regelmäßig das Telefon. „Manchmal zehn Mal am Tag. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit den Themen befasst bin.“ Der 59-Jährige hat damit kein Problem. „Das ist einfach spannend, eine große Herausforderung.“

Als „sehr interessant“ bezeichnet er auch heute noch die zwei Jahre, die er als Leiter der Gemeindewerke tätig war. Er verfolgt noch immer das Geschehen in Peißenberg, Bekannte lassen ihm die Zeitungsberichte zur „Rigi-Rutsch’n“ zukommen, erst kürzlich hat sich Ostermeier per Leserbrief zum Defizit des Bads geäußert. Mehr aber will er nicht dazu sagen. Er bevorzugt jetzt andere Themen.

Er golft, fährt Ski und Motorrad. Und dann sind da eben die Kunst und die Wasserwacht. Das Rettungswesen liegt ihm schon immer am Herzen. Ostermeier ist Mitglied der Bergwacht Murnau und seit 43 Jahren bei der Wasserwacht Seehausen aktiv. Mit der Verbandsarbeit haben sich für ihn die normalen Einsätze längst nicht erledigt. Bald schon geht’s für Markus Ostermeier auch wieder als Wasserwachtler an den Staffelsee. 

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