Er ist wieder da – der Kohlenhunt auf dem Kreisverkehrrondell: (v.l.) Hermann Deutschenbaur, Hubert Knauer (Bauhof), Rudi Hochenauer, Frank Zellner und Thomas Lindauer (Bauhof).
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Er ist wieder da – der Kohlenhunt auf dem Kreisverkehrrondell: (v.l.) Hermann Deutschenbaur, Hubert Knauer (Bauhof), Rudi Hochenauer, Frank Zellner und Thomas Lindauer (Bauhof).

„Markenzeichen“ ist wieder da

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Er steht wieder an seinem angestammten Platz – der Kohlenhunt auf dem Kreisverkehrsrondell an Peißenbergs östlichem Ortseingang. Der Knappenverein ließ den Förderwagen für einen vierstelligen Betrag sanieren.

  • Peißenberg hat sein „Markenzeichen“ zurück
  • Der Kohlenhunt steht nun wieder auf dem Kreisverkehrsrondell am östlichen Ortseingang
  • Der Knappenverein hat den Förderwagen sanieren lassen

„Schön, dass er wieder da ist“, meinte Bürgermeister Frank Zellner, als der frisch restaurierte, 600 Kilo schwere Kohlenhunt per Lastenkran in sein Fundament aus Eisenschwellen und Kies gehoben wurde. Die Symbolik der Bergbautradition spielt in der Marktgemeinde auch knapp 50 Jahre nach der Schließung des Zieglmeierschachts noch eine bedeutsame Rolle: „Es ist wichtig, dass man am östlichen Einfallstor bereits sieht, dass Peißenberg eine Bergbaugeschichte hat. Und der Hunt ist ein Schmuckstück“, so Zellner.

Fast vier Monate war der Rondellhügel verwaist, der Förderwagen verschwunden. Das Relikt aus vergangenen Bergwerkszeiten war an einigen Stellen komplett durchgerostet. Deshalb war der Hunt vor rund vier Monaten vom Bauhof zur Restaurierung abtransportiert worden. Das blieb nicht unbemerkt. „Man hat sich an den Hunt gewöhnt – und als er weg war, ist das vielen aufgefallen“, berichtet Hermann Deutschenbaur, der stellvertretende Bauhofleiter, über mehrere Nachfragen.

Die Restaurierungsarbeiten liefen unter Regie des Knappenvereins ab. Nachdem eine Peißenberger Schlosserei die Roststellen beseitigt und neue Teile eingeschweißt hatte, haben die Vereinsmitglieder Karl Schwarz, Josef Spath und Alfred Welscher in 30 Arbeitsstunden die Spachtel- Schleif-, Grundierungs- und Spritzarbeiten übernommen. Von einer Fachfirma wurde der Hunt zudem einer Sandstrahlbehandlung unterzogen. Günther Benedikt malte schließlich die Aufschrift „Glück Auf“ sowie Schlägel und Hammer nach.

Alles in allem kostete den Knappenverein die Restaurierung einen vierstelligen Betrag: „Aber das ist es uns auch wert“, betont Vereinschef Rudi Hochenauer: „Der Hunt ist schließlich ein Markenzeichen.“ Hochenauer persönlich sorgte für die Materialbestückung des Förderwagens. Allerdings handelt es sich dabei nicht um echte Kohle, sondern um schwarz lackierten Kalkstein. „Kohle würde sich bei den Witterungseinflüssen zersetzen“, erklärt Hochenauer.

Übrigens: Auch der Kohlenhunt ist kein echtes Peißenberger Original. „Er dürfte etwa 70 Jahre auf dem Buckel haben. Aber er ist aus einer anderen Grube“, so Hochenauer, der mit dem Restaurationsergebnis hochzufrieden ist: „Wir hoffen, dass der Hunt wieder für viele Jahre als Blickfang auf dem Kreisel stehen kann.“

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