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Rot markiert ist das Grundstück, auf dem neuer Wohnraum entstehen soll. 

Baubeginn an der Schongauer Straße soll 2018 sein 

Neuer Wohnraum in Peißenberg

Neuen Wohnraum will die Marktgemeinde Peißenberg schaffen. Sie sucht einen Bauträger für zwei Ein- und vier Mehrfamilienhäuser an der Schongauer Straße.

Peißenberg – Die Nachfrage nach Wohnraum nimmt auch in Peißenberg immer mehr zu, doch die Marktgemeinde hat ein großes Problem: Sie besitzt fast keine eigenen Grundstücksflächen, die sie kurzfristig für Wohnbauprojekte nutzen kann – mit einer Ausnahme: die Baulücke an der äußeren Schongauer Straße neben dem „Buchner-Anwesen“. Für das Areal läuft seit Anfang der Woche ein „offenes Bieterverfahren“. Beteiligen daran können sich Bauträger, die das Gelände auf Grundlage der vom Marktrat beschlossenen Rahmenplanung städtebaulich gestalten und vermarkten wollen.

„Das insgesamt 4500 Quadratmeter große Grundstück liegt verkehrsgünstig und dennoch ruhig in unmittelbarer Nähe zum Peißenberger Einkaufspark und der Umgehungsstraße (B 472) von Schongau nach Weilheim.“ So lautet die Formulierung der Objektbeschreibung, die von der Rathausverwaltung in einem offiziellen Exposé für die „Äußere Schongauer Straße“ veröffentlicht wurde. Liegenschaftsverwalter Erich Gehrmann spricht im Zusammenhang mit dem Projekt von einer „städtebaulichen Verdichtungsmaßnahme“ am Ortsrand. Die Bebauung solle sich „harmonisch in das Umfeld einfügen“: „Wir wollen dort an der Ortseinfahrt keinen baulichen Schandfleck. Das Ganze muss zu Peißenberg passen“, betont Gehrmann.

Marktbaumeister David Oppermann erwartet aufgrund der topografischen Höhensprünge „nicht ganz konventionelle Grundrisse“. Die Bauträger seien diesbezüglich „frei, ihre Gedanken selber zu entwickeln“. Nicht gerüttelt werden dürfe aber an der maximalen Geschossflächenzahl, auch seien Satteldachkonstruktionen erwünscht. Die Rahmenplanung sieht zwei Einfamilienhäuser und straßenseitig vier Wohnkomplexe mit zwei respektive drei Einheiten vor. Das Entwurfskonzept bildet die Grundlage für den späteren Bebauungsplan, der vom betreffenden Bauträger selbst zu erstellen ist.

Das „offene Bieterverfahren“ läuft noch bis zum 7. September. Das Grundstück, das laut Gehrmann „schon seit ewigen Zeiten“ im Eigentum der Gemeinde steht, wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist komplett an einen Bauträger vergeben. Die Fläche sei zu klein gewesen, um ein neues Einheimischen-Modell aufzulegen. Außerdem wolle man im Ort ein ausgewogenes Angebot an Immobilien schaffen. Welcher Bauträger an der „Äußeren Schongauer Straße“ letztlich zum Zug kommt, solle nicht nur vom offerierten Preis abhängen: „Es wird derjenige vorne liegen, der das schlüssigste Konzept abgibt“, erklärt Gehrmann – und: „Das Gesamtpaket rund um das Projekt soll möglichst regional sein.“

Über die Vergabe wird der Gemeinderat nach der Sommerpause in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden. Der Verkauf des Grundstücks soll dann noch heuer über die Bühne gehen. So zumindest sieht Gehrmanns Zeitplan aus. Nach den Vorgaben der Ausschreibung muss der Bauträger, der sich im Bieterverfahren gegen seine Konkurrenten durchgesetzt hat, spätestens 24 Monate nach Beurkundung des Kaufvertrags mit dem Bau der Häuser beginnen.

Bernhard Jepsen

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