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Im Allgäu gibt es bereits einen solchen Skywalk, über den in Peißenberg diskutiert wird.

Alte Bergehalde

Marktgemeinderat reißt der Geduldsfaden: „Wir müssen in die Pötte kommen“

Seit Jahren wird über die Planungen an der Alten Bergehalde in Peißenberg diskutiert. Jetzt sollen endlich konkrete Projekte angegangen werden.

Peißenberg – Nachdem in der jüngsten Peißenberger Gemeinderatssitzung am Mittwochabend eine Weile über die Pläne zur Alten Bergehalde diskutiert worden war, hatte Gemeinderat Stefan Rießenberger (Peißenberger Bürgervereinigung) die Nase voll: „Wir diskutieren seit Jahren, haben Workshops gemacht und Ideen gesammelt. Jetzt haben wir die Ideen, jetzt fangen wir halt mal was an!“ Ansonsten würde der Marktgemeinderat in 20 Jahren immer noch dasitzen und Ideen sammeln. „Wir müssen einfach mal in die Pötte kommen.“

Sein Parteikollege Jürgen Forstner will ein wenig höher hinaus: „Was würde denn so ein ,Sky-Walk’ kosten?“, fragte er in Richtung Bürgermeisterin Manuela Vanni. „Keine Ahnung“, antwortete diese. Es sei natürlich eine irrsinninge Vision, räumte Forstner ein, aber „wir können dort ein Paradies schaffen. Und warum nicht einfach mal die große Variante angehen?“

Bevor die Peißenberger Gemeinderäte sich erneut darüber Gedanken machten, wie die Alte Bergehalde in der Ortsmitte der Marktgemeinde so gestaltet werden könnte, dass sie möglichst sinnvoll und vielfältig genutzt wird, hatte Sonja Mayer, die Grünflächenbeauftragte der Gemeinde einen Gestaltungskatalog vorgestellt, den sie ausgearbeitet hatte, nachdem die „Peißenberger Liste“ einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Diese Ideen, die sie in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen eingestuft hatte, hatte sie bereits für die jüngste Sitzung des Bauausschusses zusammengetragen und den Mitgliedern unterbreitet (wir berichteten).

Kurzfristig sollen Grillplatz und Bauwagen für die Jugend kommen

In die Sparte „kurzfristig“ sind zum Beispiel ein Grillplatz und ein Bauwagen als Jugendtreffpunkt aufgelistet. Mittelfristig könnten ein Bewegungsparcour, ein Kneippbecken und ein Rundweg realisiert werden. Die Gestaltung der südlich der Bücherei gelegenen Plateauebene als Landschaftspark und der im „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) vorgeschlagene „Sky-Walk“ zwischen Tiefstollen sowie Alter und Neuer Bergehalde standen schließlich in der Rubrik „langfristig“.

Es seien „viele interessante Anregungen“ zu hören gewesen, sagte SPD-Marktgemeinderat Dr. Klaus Geldsetzer und schlug vor, zumindest mit der Umsetzung der mittelfristigen Maßnahmen zu warten, bis das Bürgerhaus fertiggestellt „und wir sehen, wie sich das entwickelt und die Leute es nutzen“.

Werner Hoyer (ohne Fraktion) sprach sich dafür aus, „dass was gemacht wird.“ Nur die geplante Grillstelle sieht er kritisch: „Ich glaube das führt zu Vandalismus“, sagte er. Peter Blome (SPD) schlug vor, an die Schulen heranzutreten und Arbeitsgruppen zu bilden.

Wenig später meldete sich Rießenberger zu Wort: „Wir müssen aufwachen!“, sagte er unter anderem zu seinen Gemeinderatskollegen. „Ich denke, es wäre kein Problem, eine grobe Kostenschätzung für den ,Sky-Walk’ zu machen“, sagte Vanni und antwortete damit auf Forstners Vorschlag, diesen doch ins Visier zu nehmen. Zudem werde sie mal mit der Bahn telefonieren, ob sich dieser überhaupt verwirklichen lasse, da er ja über die Gleise gehen müsse.

Sie schlug vor, die vier Punkte zu beschließen, dass der Seniorenbeirat und die Peißenberger Jugend in die Planungen für die Gestaltung der Alten Bergehalde in der Ortsmitte mit eingebunden werden sollen, dass eine grobe Kostenschätzung für den „Sky-Walk“ erstellt werden soll und dass sie bei der Bahn anrufen werde.

Der Marktgemeinderat stimmte diesem Vorschlag schließlich ohne Gegenstimme zu.


Von Kathrin Hauser

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