Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt (r.) übergab Bürgermeister Frank Zellner gestern in Berlin die Förderzusage für die „Rigi-Rutsch’n“.
+
Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt (r.) übergab Bürgermeister Frank Zellner gestern in Berlin die Förderzusage für die „Rigi-Rutsch’n“.

Freude in Peißenberg

1,9 Millionen Euro aus Berlin für Rigi-Rutsch’n

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
    schließen

Es ist geschafft! Das Projekt „Gesundheits- und Bäderpark Rigi-Rutsch’n 2.0“ in Peißenberg ist in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgenommen worden – und zwar in höherem Förderumfang als erwartet. Entsprechend groß ist die Freude bei den Verantwortlichen.

Peißenberg – Die frohe Botschaft aus Berlin kam gestern Nachmittag um kurz vor 15 Uhr per Presseerklärung: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat, wie es in der Mitteilung heißt, der „Sanierung des Hallenfreibads Rigi-Rutsch’n Peißenberg“ eine Fördermittelzusage in Höhe von 1,9 Millionen Euro erteilt. Das sind mehr als 45 Prozent der vom Markt respektive den Gemeindewerken angemeldeten förderfähigen Kosten in Höhe von vier Millionen Euro. Im Peißenberger Rathaus hatte man maximal mit einem Zuschuss von 1,8 Millionen Euro gerechnet.

Bürgermeister Frank Zellner (CSU) war extra nach Berlin gereist, um persönlich bei der Vergabeprozedur dabei zu sein – natürlich inklusive werbewirksamem Fototermin mit CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. „Es ist super gelaufen“, berichtete Zellner auf der Zugrückfahrt nach Peißenberg der Heimatzeitung. „Die Antragsunterlagen waren so gut, dass wir nicht mehr auf Herz und Nieren geprüft wurden.“ Die 1,9 Millionen Euro verschaffen nun bei der Sanierung des Bäderparks den notwendigen Handlungsspielraum – auch für eine neue, größere Rutschanlage: „Das hat bei mir oberste Priorität. Ich freue mich riesig!“, so Zellner: „Mit der sehr hohen Förderzusage des Bundes gelingt uns ein echter Modernisierungsschub für die ‘Rigi-Rutsch’n‘. Ich will, dass wir ein attraktives Familienbad realisieren und ein tolles Jubiläum ,40 Jahre Rigi-Rutsch’n’ nächstes Jahr feiern können.“ Zellners Dank gilt sowohl den Gemeindewerken, dem Gemeinderat, der den Förderantrag einhellig unterstützt hat, und Dobrindt, der in Berlin Lobbyarbeit betrieb.

Der Bundestagsabgeordnete – selbst Peißenberger – reagierte ebenfalls begeistert von der Förderzusage: „Das ist ein super Tag für Peißenberg und alle Freunde der ‘Rigi-Rutsch’n‘“, wird Dobrindt in der Presseerklärung zitiert: „Mit der Förderzusage sorgen wir dafür, dass die ,Rigi-Rutsch’n 2.0‘ für die Besucher in Zukunft noch mehr Badespaß bietet. Ich freue mich schon auf die Jungfernfahrt und Einweihung der neuen Frank-Zellner-Rutsch’n!“ Nun, ob Dobrindts Wunsch zur Namensgebung in Peißenberg ohne Einwände durchgeht, bleibt abzuwarten. Neben der Rutsche stehen aber noch weitere, große Investitionen im Bäderpark an. Neben der Sanierung der vier Außenbecken, der Instandsetzung der Badtechnik und der Erweiterung der Sanitäranlagen im Außenbereich ist die Einhausung des Nichtschwimmer- sowie des aktuell noch stillgelegten Warmwasserbeckens geplant. Damit sollen die Becken ganzjährig genutzt werden können.

Geplant wird das Sanierungsprojekt unter der Regie der Gemeindewerke, die den Bäderpark betreiben. Das Kommunalunternehmen hat bereits auch die Antragsunterlagen für das Bundesförderprogramm inhaltlich ausgearbeitet. Und finanziell übernehmen die Werke den Löwenanteil. Unter dem Strich wird das KU über 2,3 Millionen Euro stemmen, während sich der Markt mit 460 000 Euro beteiligt.

KU-Chefin Ingrid Haberl freute sich über die Höhe der Förderzusage: „Das ist wunderbar. Mit der Summe machen wir mit dem Bäderpark ganz erhebliche Fortschritte.“ Aber warum war die Werkleiterin eigentlich nicht in Berlin mit dabei? Die Nachbargemeinde Peiting fuhr weger der Eisstadion-Fördermittel gleich mit drei Vertretern in die Bundeshauptstadt. Doch Haberl erfuhr erst am Tag vor der Abreise per Zufall von Zellners Berlin-Trip: „Ich war nicht informiert und auch nicht eingeladen“, so Haberl auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare