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Nach dem Großbrand in der Peißenberger "Rigi-Rutsch'n" ist nicht mehr viel übrig von dem Gebäude, in dem sich einst die "Cari Bar" befand. Nun berichtete der Gemeinderat über die Aufräumarbeiten und das weitere Vorgehen.

Nach Großbrand in der "Rigi-Rutsch'n"

Immer wieder Überraschungen

Peißenberg - Nach dem Großbrand in der Peißenberger "Rigi-Rutsch'n" sind die Aufräumarbeiten voll im Gange. Im Gemeinderat berichtete nun Günther Forster, Leiter der Peißenberger Gemeindewerke, über das weitere Vorgehen.

Nach dem Großbrand in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ vor knapp zwei Wochen gehen die Aufräumarbeiten im Bäderpark Schritt für Schritt voran, wie Günther Forster, Leiter der Peißenberger Gemeindewerke, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtete. Noch in dieser Woche wolle man das Dach des Gebäudes abdecken. „Das übernimmt eine Spezialfirma. Die Platten werden auf dem Dach in Säcke gepackt, dann von einem großen Kran aufgenommen und anschließend als Sondermüll in Erbenschwang entsorgt“, sagte Forster. Spätestens am Montag wolle man damit fertig sein.

„Wenn die Dachplatten entfernt sind, bekommen wir die Freigabe vom Asbest-Sachverständigen. Erst dann können wir den Statiker nochmal kommen lassen“, so der Gemeindewerksleiter. Denn bisher seien noch nicht alle Teile des Gebäudes für die Prüfung zugänglich gewesen. Der Statiker müsse sich dann vor Ort ein Bild von der Standfestigkeit der „Rigi-Rutsch’n“ machen. Anschließend solle mit dem Rückbau begonnen werden.

Bilder: Großbrand in der "Rigi-Rutsch'n" in Peißenberg

Ein wesentlicher Teil beim Abriss der Räumlichkeiten, in denen sich früher die „Cari Bar“ befand, sei die Sicherung des Gebäudes vor weiteren Schäden, erklärte Forster und verglich den Rückbau mit dem Neubau eines Hauses: „Die Bauleitung muss hierbei darauf achten, dass durch Witterungseinflüsse nicht noch mehr Schaden an der ,Rigi-Rutsch’n’ entsteht.“

Bei den Aufräumarbeiten im Bäderpark würden die Arbeiter „immer mal wieder auf kleinere und größere Überraschungen stoßen“, berichtete Forster: „Zum Beispiel finden wir regelmäßig Löschwasser an Stellen, wo wir es gar nicht vermutet hatten.“

Während die Aufräumarbeiten in der „Rigi-Rutsch’n“ laufen, versucht man in der Gemeinde, alle Unterlagen für die Versicherungen zusammenzutragen und aufzubereiten. „Das ist sehr viel kleinteilige Arbeit und unheimlich zeitintensiv“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni in der Sitzung. Zudem suche man für die meisten Mitarbeiter aktuell noch nach anderen Tätigkeiten. Wie berichtet, werden bei den Mitarbeitern des Bäderparks aktuell Urlaubstage und Überstunden abgebaut. „Zwei konnten wir schon bei der Gemeinde unterbringen“, sagte Vanni. Und auch für die anderen sei man optimistisch, bald etwas zu finden.

Zur Schadenshöhe am Bäderpark sei auch noch nichts Genaueres bekannt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd ging zuletzt von rund zwei Millionen Euro aus. Kaum beschädigt wurde der alte und der neue Saunabereich, wie Forster in der Sitzung berichtete. Lediglich Rauch sei durch den Brand in die Räumlichkeiten gekommen. „Der Saunabereich ist bis auf das Tauchbecken grundsätzlich intakt und muss nur gescheit gereinigt werden“, sagte Forster. Außerdem seien die stark beschädigten Bereiche von den weniger stark beschädigten räumlich getrennt worden. Er dämpfte allerdings die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung des Saunabereichs: „Auch wenn wir die Saunen grundsätzlich einschalten könnten, so gibt es für Besucher keinen Zugang.“ Denn die Umkleiden und der Zugangsbereich seien durch das Feuer stark beschädigt worden (wir berichteten).

Jonas Regauer

Lesen Sie auch:  Großbrand in der Rigi-Rutsch'n: Sachverständiger gibt Asbestentwarnung


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