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„Nett und griabig gfeiert“

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Von: Kathrin Hauser

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Gemütlicher Festausklang bei Musik und Tanz. © Ruder

Zehn Tage lang hat Peißenberg gefeiert, dass es vor 100 Jahren zum Markt erhoben wurde. Es war so, wie es sich die Veranstalter erträumt haben: ein Fest für alle Peißenberger. Und sogar beim Abbau des großen Festzeltes gestern haben wieder alle zusammengeholfen.

Peißenberg – Nach all den schönen Momenten und positiven Überraschungen in den vergangenen zehn Tagen wurde Anton Höck gestern, als das Fest schon Stunden vorbei war, wieder im Guten überrascht: „Mehr als 60 Peißenberger haben beim Zelt–abbau geholfen“, sagt der Vorsitzende des „Trachtenvereins Markt Peißenberg, der der Haupt-Organisator der Peißenberger Festwoche gewesen ist. Obwohl am Montagmorgen eine ganz normale Arbeitswoche gerade begonnen hatte, führte für viele Peißenberger der erste Weg auf die Neue Bergehalde, um beim Abbau des großen Festzeltes zu helfen. Und schon gegen 14 Uhr meldete Höck: „Ich stehe hier vor dem nicht mehr vorhandenen Zelt.“ Viele hatten sich extra Urlaub genommen.

Dieser Zusammenhalt bei den verschiedenen Mitwirkenden, die gute Zusammenarbeit in den Peißenberger Vereinen habe sich von Beginn der Planungen gezeigt und offensichtlich auch die Peißenberger Bürger angesteckt. Denn diese kamen zuhauf. „Ob beim Boxen oder an den Festabenden – es war immer was los“, sagt Höck. Selbst die große Hitze beim Festzug am vergangenen Sonntag konnte nicht verhindern, dass die Zuschauer nach Peißenberg strömten und die Straßen säumten. „Das war wirklich erstaunlich“, sagt Höck.

Überhaupt hat die Begeisterung, mit der die Peißenberger gefeiert haben, dass sie vor 100 Jahren zum Markt wurden, Höcks Vorstellungen übertroffen. „Ich habe mir erhofft, dass es so wird, aber damit gerechnet habe ich nicht“, sagt er. Alle Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, es habe eine friedliche, schöne Stimmung geherrscht. „Mir ham einfach nett und griabig gfeiert“, sagt Höck, der jeden Tag mindestens ein Mal im Festzelt gewesen ist. Tatsächlich hatten auch Sicherheitspersonal und Polizei wenig zu tun während der Peißenberger Festwoche. Höck kann sich vorstellen, dass die Festtage in Peißenberg nachwirken, weil die Organisatoren näher zusammengerückt sind.

Auch Bürgermeisterin Manuela Vanni ist begeistert von den Feierlichkeiten: „Ich fand, dass es zehn total schöne Tage waren. Dafür haben die Peißenberger Vereine und Bürger gemeinsam gesorgt.“ Für Vanni persönlich waren die beiden Großereignisse an den Wochenenden, der Bergmannstag und das Gaufest, die Höhepunkte der Peißenberger Festwoche: „Als beim Bergmannstag alle Knappen im Festzelt aufgestanden sind und das Steigerlied gesungen haben und als beim Gaufest die Standarte übergeben wurde, das waren meine Highlights im Festzelt“, sagt sie. Aber auch das Bild der vielen Fahnen, die beim Festgottesdienst auf der Neuen Bergehalde gestanden seien, habe sie sehr berührt.

Vom Festauftakt mit Sternmarsch und Standkonzert am Rathaus bis hin zum großen Feuerwerk, mit dem die Festtage am späten Sonntagabend endeten, seien die Peißenberger dabei gewesen, hätten die Veranstaltungen fleißig besucht. Selbst zum Abschlussabend, bei dem die Gruppe „Blechpfiff“ zum Tanz aufspielte, hätten sich über den Abend verteilt noch rund 700 Besucher eingefunden. Ganz zum Ende leuchtete die Peißenberger Festwoche dann noch einmal: beim großen Abschlussfeuerwerk der ortsansässigen Firma „Hummig Effects“.

Jetzt gilt es noch Feinarbeiten zu erledigen, dann ist die Peißenberger Festwoche abgeschlossen. Bei all der Begeisterung über die gelungenen Veranstaltungen sieht Höck das Ganze pragmatisch: „Irgendwann ist es rum und es geht wieder weiter mit dem Alltag.“

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