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Noch ein Jahr „Rigi-Rutsch‘n“ ohne neue Rutsche? Sie kommt wohl erst 2024

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Von: Bernhard Jepsen

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Nur die Stützpylonen erinnern noch an die große gelbe Rutsche in der „Rigi-Rutsch‘n“.
Nur die Stützpylonen erinnern noch an die große gelbe Rutsche in der „Rigi-Rutsch‘n“. © Bernhard Jepsen

In der „Rigi-Rutsch’n“ soll eine neue Rutschanlage errichtet werden. Darüber gibt es bei den Gemeindewerken keinen Zweifel. Die Frage ist nur: Wann?

Peißenberg – In der abgelaufenen Sommersaison wurde in der „Rigi-Rutsch’n“ groß gefeiert. Zum 40-jährigen Eröffnungsjubiläum fanden mehrere gut besuchte Veranstaltungen statt – unter anderem eine Pool-Serenade und ein offizieller Festtag. Einen kleinen Wermutstropfen gab es jedoch bei den Feierlichkeiten: Dort, wo früher die markant gelbe Rutsche stand, ragten nur noch die Stützpylonen aus dem Boden. Das Wahrzeichen der „Rigi-Rutsch’n“ war Anfang 2021 abgerissen worden. Bereits im Sommer 2020 musste die Rutschanlage außer Betrieb gesetzt werden, nachdem sich Teile der Kunststoffwanne gelöst hatten.

Eigentlich peilten die Gemeindewerke einen schnellen Neubau an. Zum Jubiläum sollte die neue Rutsche stehen, und sie sollte größer und attraktiver werden. Auch bei der Materialwahl legte man sich früh fest: Die Rutsche sollte nicht aus Kunststoff, sondern aus Edelstahl konstruiert werden. Und wie sehen die aktuellen Planungen aus? „So richtig etwas neues kann ich momentan noch nicht sagen“, erklärt Karin Hosse, die Betriebsleiterin des Bäderparks, auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Es hängt am Rutschbecken

Die Angelegenheit ist durchaus kompliziert: Der Neubau ist laut Hosse abhängig von der ebenfalls geplanten Sanierung des Rutschbeckens. Selbiges soll statt der Flieseneinfassung eine Edelstahlwanne erhalten, mit abgerundeten Beckenrändern. Rutsche und Becken müssen baulich aufeinander abgestimmt sein. Dabei geht es um die richtige geometrische Form, aber auch um technische Belange wie den Wassereinlauf über die Rutsche. Das Rutschbecken ist nämlich über den Zentralwasserkreislauf mit den anderen Freibadbecken verbunden. „Die Fachplaner sagen ganz klar, dass ein Vorziehen des Rutschen-Neubaus keinen Sinn macht“, konstatiert Hosse. Derzeit würden die beauftragten Büros die „baulichen und technischen Fragen im Detail aufbereiten“. Wie die Rutsche einmal aussehen soll, auch darüber kann Hosse noch nichts Konkretes berichten: „Es ist noch nicht entschieden, ob sie nun fünf Meter länger wird oder nicht.“ Der Spaßfaktor, so betont die Betriebsleiterin, könne auch durch technische Accessoires wie Ampelschaltung und Zeitmessung aufgewertet werden. Beim Material werde nach wie vor Edelstahl favorisiert: „Aber wenn die Planer sagen, dass Kunststoff unter dem Strich die bessere Lösung ist, dann könnte man noch einmal umschwenken.“ Der Vorteil von Edelstahl wäre, dass er langlebiger ist. Der Nachteil: Er wird bei hohen Temperaturen ziemlich heiß.

Bauarbeiten sollen 2023 starten

Und wie sieht es mit der Zeitplanung aus? Laut Hosse soll das Projekt mit der Genehmigungsplanung nun möglichst bald die nächste Stufe erreichen. Die Bauarbeiten an der neuen Rutsche und am Becken könnten dann voraussichtlich 2023 starten. Die Gemeindewerke wollen, dass der Badebetrieb in den übrigen Becken parallel dazu weiterlaufen kann. Sicher ist das aber nicht. „Falls es der Planungsaufwand erfordert“, schließt Hosse auch eine „Saison-Verkürzung“ nicht kategorisch aus.

Ein Ausfall sei von den Werken „nicht gewünscht“. Ziemlich sicher ist, dass die Rutsche 2023 noch nicht fertig sein wird. Hosse will bezüglich der Zeitplanung nichts versprechen, „aber 2024 ist aus unserer Sicht auf jeden Fall machbar“. Und: „Es ist unstrittig, dass es eine neue Rutsche geben wird. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Bades.“

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