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Wölbungen und Unebenheiten wie an einem echten Fels: Die Struktur der Kletterwand in der Peißenberger Halle ist der Natur nachempfunden. Das soll auch bei den neuen Kletterwänden der Fall sein. 

Alpenverein Peißenberg

Neue Wand kommt in der Sommerpause

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Der Alpenverein Peißenberg investiert rund 69.000 Euro  in seine Kletterhalle. Die Arbeiten  an der Vereinshütte müssen indessen warten. 

Peißenberg – Es soll sich ein bisschen so anfühlen, als klettert man gerade draußen am Felsen: Die Wand ist an vielen Stellen gewölbt, auf Unebenheiten können Kletterer einen Tritt finden. Kein Wunder, dass die Kletterhalle Peißenberg von vielen gern genutzt wird. Doch nach nunmehr 23 Jahren haben die Wände auch erste Macken. Deshalb müssen zwei neue her – im Sommer werden die verstellbare und die senkrechte Wand ausgetauscht. Rund 69 000 Euro nimmt die Alpenvereinssektion Peißenberg dafür in die Hand. Hinzu kommen Kosten für neue Sicherungspunkte und Anpassungsarbeiten. Nicht betroffen vom Umbau sind der Boulderbereich, das Dach und die Holzwände im Eingangsbereich.

Eigentlich sollten die elf Meter hohen Wände schon im vergangenen Sommer erneuert werden. „Aber es gab einen Kabelbrand in der Produktionsstätte des Herstellers“, sagt Hans Hornauer von der Peißenberger Sektion. Die Arbeiten wären deshalb erst ab Oktober möglich gewesen – eine Schließung im Winter kam für den Alpenverein aber nicht in Frage. „Das ist bei uns die Hauptsaison.“ Da tummeln sich abends viele in der Halle. Deshalb hat die Sektion das Vorhaben auf Mitte Juli 2017 verschoben – da ist ohnehin Sommerpause. „Eventuell wird es etwas früher, da geben wir aber noch rechtzeitig Bescheid“, sagt Hornauer.

Ursprünglich hatte der Alpenverein überlegt, nur die beschädigten Platten der Wand austauschen zu lassen. Allerdings werden die vor 23 Jahren eingesetzten Glasfaserplatten gar nicht mehr hergestellt. Deshalb muss die rund 140 Quadratmeter große Fläche komplett erneuert werden.

Dabei legt die Sektion Wert darauf, wieder eine solche dreidimensionale „Strukturwand“ wie bisher zu haben. „Im Detail wird die Wand natürlich anders aussehen“, sagt Hornauer. „Aber es wird neben den farbigen Griffen wieder jede Menge kleine und große Leisten zum Treten geben.“ Das sei gegenüber „üblichen“, glatten Kletterwänden aus Schichtholzplatten ein „Pluspunkt, den die Peißenberg gewohnten Kletterer besonders schätzen“.

Vorerst im „Bereich der Träumerei“ sei allerdings eine Erweiterung der Halle. Es hatte Ideen gegeben, den Bistrobereich auszulagern und so den Kletterbereich zu vergrößern. Das aber sind laut Hornauer bisher nur Gedankenspiele.

Konkreter ist da ein anderes Projekt, das für die Sektion noch ansteht: In der Peißenberger Hütte auf dem Hörnle sind Arbeiten notwendig. Die Wärmeisolierung des Erdgeschosses ist fertig, nun wäre das Obergeschoss, in dem sich das Nachtlager befindet, dran. Außerdem muss das Dachblech erneuert werden. Bisher wurden kleinere Schäden nach und nach behoben. Das werde aber laut Hornauer „zunehmend mühsam“. Vorgesehen waren die Arbeiten für 2017 – das wird nichts. Zum einen, weil die Planung noch nicht fertig ist. Zum anderen, weil heuer eben die Investition in die Kletterhalle notwendig ist. Deshalb muss die Hütte warten – voraussichtlich bis 2018.

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