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Neuer Vorstand, aber keine Leonhardifahrt

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Von: Bernhard Jepsen

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Das ist der neu gewählte Vorstand des Leonhardivereins Peißenberg-Ammerhöfe: (vordere Reihe v.l.) Maria Achleitner, Stefan Schwaller, Thomas Bader jun. und Florian Kreitmair. Mittlere Reihe (v.l.): Simon Staltmayr, Johann Bader, Thomas Bader sen., Andreas Probst und Anton Jungwirth. Hintere Reihe: (v.l.) Thomas Staltmayr, Uli März, Johann Lindauer, Werner Wachter, Karl Holl jun. Alfred Staltmayr und Bernhard Kreutterer.
Das ist der neu gewählte Vorstand des Leonhardivereins Peißenberg-Ammerhöfe: (vordere Reihe v.l.) Maria Achleitner, Stefan Schwaller, Thomas Bader jun. und Florian Kreitmair. Mittlere Reihe (v.l.): Simon Staltmayr, Johann Bader, Thomas Bader sen., Andreas Probst und Anton Jungwirth. Hintere Reihe: (v.l.) Thomas Staltmayr, Uli März, Johann Lindauer, Werner Wachter, Karl Holl jun. Alfred Staltmayr und Bernhard Kreutterer. © Ralf Ruder

Beim Leonhardiverein Peißenberg-Ammerhöfe haben die Vorstandsneuwahlen einen personellen Umbruch ergeben. Der neue Vorsitzende Stefan Schwaller und sein Ausschussteam werden aber genügend Zeit haben, sich einzuarbeiten: Die eigentlich für den 25. Oktober geplante Leonhardifahrt musste wegen Corona abgesagt werden.

Die traditionelle Pferdewallfahrt, die in Peißenberg immer am letzten Sonntag im Oktober stattfindet, fällt unter die Kategorie „Großveranstaltungen“. Die sind aufgrund der Pandemie bis mindestens Ende des Jahres verboten. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und der Peißenberger Rathausverwaltung war für die Vereinsverantwortlichen schnell klar, dass die Fahrt zu Ehren des Heiligen Leonhards heuer ausfallen muss: „Es geht einfach nicht. Mit den Hygiene- und Abstandsregeln ist es unmöglich“, so Schwaller. Ob es eine inoffizielle und auf die Vereinsmitglieder beschränkte Ersatzprozession geben werde, müsse man im neuen Ausschussgremium klären: „Da haben wir jetzt keinen Zeitdruck. Wir müssen ja keine verkehrsrechtlichen Anordnungen beantragen oder uns um die Festzeichen kümmern“, erklärte Schwaller.

Zuletzt musste die Peißenberger Leonhardifahrt 2012 abgesagt werden – und zwar kurzfristig wegen Schneetreibens. Verantwortlich war damals Georg Kropf: „Das war schon bitter, weil die wochenlangen Vorbereitungen auf einmal umsonst waren. Die Entscheidung zur Absage haben wir um 5:30 Uhr in der Früh getroffen“, erinnert sich der langjährige Vorstand. Kropf hatte die Geschicke des Leonhardivereins ab 2002 geführt. Zuvor war er bereits 15 Jahre im Ausschuss tätig.

Bei den Neuwahlen trat Kropf nun nicht mehr an: „18 Jahre als Vorsitzender sind genug. Alles hat seine Zeit“, begründete der 56-Jährige auf Nachfrage der Heimatzeitung seinen Rückzug. Im Vordergrund seines Tuns sei immer der Verein gestanden. Nun sei es an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen. „Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich aber natürlich weiterhin zur Stelle“, beteuerte Kropf. Sein Engagement für den Leonhardiverein wird übrigens noch eine gebührende Würdigung erfahren: Auf Antrag von Schriftführerin Maria Achleitner beschloss die Hauptversammlung, Kropf beim nächsten feierlichen Anlass zum Ehrenvorstand zu ernennen.

Die Neuwahlen gingen trotz einiger personeller Änderungen reibungslos über die Bühne. Das Kandidatentableau wurde im Vorfeld bereits in groben Zügen abgesteckt. Schwallers Wahl zum neuen Vereinsvorsitzenden war deshalb nur eine Formsache – genau wie die Kür des 2. Vorsitzenden Thomas Bader jun. (er ersetzt Alfred Staltmayr) und des neuen Kassiers Florian Kreitmair (er rückt für Stefan Schwaller nach). Maria Achleitner wurde als Schriftführerin bestätigt. Inklusive Vorreiter Thomas Bader sen., Vereinsdiener Johann Lindauer, Standartenträger Johann Bader sowie den Standartenbegleitern, Revisoren und Beisitzern umfasst das Ausschussgremium insgesamt 17 Mitglieder. Stefan Schwallers Kommentar nach seiner Wahl zum Vereinschef: „Es werd’ scho guad weitergehen.“

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