Vereidigt wurde Katrin Neumayr (links) in der jüngsten Kreistagssitzung von Landrätin Andrea Jochner-Weiß (r.). Sie rückte für die AfD nach.
+
Vereidigt wurde Katrin Neumayr (links) in der jüngsten Kreistagssitzung von Landrätin Andrea Jochner-Weiß (r.). Sie rückte für die AfD nach.

AfD erhält wieder Fraktionsstärke und kehrt in Ausschüsse zurück

AfD im Kreistag Weilheim-Schongau: Neumayr ersetzt Schropp

  • Katrin Kleinschmidt
    VonKatrin Kleinschmidt
    schließen

Peißenberg – Es ist nun ganz offiziell: Regina Schropp ist kein Mitglied des Kreistags mehr. Sie hatte im Juli angekündigt, ihr Mandat niederlegen zu wollen – das segnete das Gremium nun in seiner Sitzung in der Peißenberger Tiefstollenhalle ab. Schropp war zuletzt parteilos. Da sie aber für die AfD in den Kreistag gewählt worden war, kommt auch ihre Nachfolgerin aus dieser Partei:

Katrin Neumayr wurde noch in der gleichen Sitzung vereidigt. Sie hat als Mitglied des Peißenberger Marktgemeinderats bereits kommunalpolitische Erfahrung.

Alexander Majaru (SPD) bleibt bei Vereidigung trotzig sitzen

Über ihre Berufung musste der Kreistag – der Form halber – abstimmen. Neumayr war Schropps Listennachfolgerin und damit automatisch die Nachrückerin, falls bei der AfD jemand aussteigt. „Sie erfüllt alle Kriterien“, erläuterte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Nur einer verweigerte der neuen Kreisrätin trotzdem die Akzeptanz: Alexander Majaru stimmte gegen die Berufung Neumayrs. Und als sie vereidigt wurde, blieb der SPD-Kreisrat als Einziger im Saal trotzig sitzen, aß eine Semmel und trank etwas.

Jetzt wieder Fraktionsstärke

Die Berufung Neumayrs wirkt sich nicht nur auf die AfD aus – sondern auch auf alle Ausschüsse. Nachdem Schropp sich von der „Alternative für Deutschland“ abgewandt hatte und parteilos wurde, blieben nur zwei Kreisräte der Partei übrig. Die AfD verlor damals ihren Fraktionsstatus und damit alle Ausschusssitze. Mit Neumayrs Einzug in den Kreistag gibt es wieder drei AfD-Räte – damit erhält die Partei wieder jeweils einen Sitz in Umwelt-, Kreis-, Sozial-, Schul- und Finanzausschuss. Zudem stellt sie wie die anderen Fraktionen eine Verbindungsperson zum Kreisjugendring.

Das Los musste entscheiden

Durch die Neuberechnung ergaben sich zudem auch für zwei Gremien Änderungen, in denen der AfD keine Sitze zustehen. Da rein rechnerisch jeweils zwei Fraktionen auf den letzten Platz Anspruch hatten, musste per Los entschieden werden. Beim Rechnungsprüfungsausschuss zog die Fraktion CSU/FDP/Bayernpartei den Kürzeren. Den Sitz bekommen die Freien Wähler, für die Robert Goldbrunner die Aufgabe übernimmt. Ebenfalls per Los wurde der letzte Platz im Jugendhilfeausschuss vergeben. Hier hatten die Bürger für den Landkreis Glück, die Besetzung bleibt damit beim alten. Die ÖDP ging leer aus.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare