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Weckte Lust auf ihr Buch: Nicola Förg bei ihrer Lesung in der Peißenberger Tiefstollenhalle

Rund 90 Besucher in Tiefstollenhalle

Lesung von Nicola Förg: Mit Sprachwitz, aber nicht immer komisch

Sie erzählen nicht nur von Mordfällen, sondern greifen gesellschaftliche Themen auf: die Krimis von Nicola Förg. Ihren neuesten hat sie in der Tiefstollenhalle vorgestellt.

Peißenberg – Die beiden großen Hunde, die am Freitagabend in der Tiefstollenhalle in Peißenberg in der ersten Reihe friedlich dahin dösten, waren sehr brav. Ganz und gar nicht brav und friedlich geht es hingegen in Nicola Förgs neuestem Krimi „Scharfe Hunde“ zu, den die Schriftstellerin am Donnerstagabend rund 90 Zuhörern und den beiden Hunden vorstellte. Ein Rekordbesuch, wie Mechthild Merz von der Volkshochschule (Vhs) Peißenberg, die die jährliche Veranstaltung gemeinsam mit dem Kulturverein organisiert, feststellte.

Schriftstellerin Nikola Förg ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Serientäterin“. Im jährlichen Rhythmus bringt sie Kriminalromane auf den Markt, 18 derzeit an der Zahl, in der sie eine Mischung aus skurrilen Ermittlern, bayerischem Lokalkolorit und exzellent recherchierten Szenarien präsentiert. Eine Sache, die der 54-jährigen Autorin und Tierliebhaberin einerseits eine Menge Spaß zu machen scheint, andererseits aber auch laut eigenen Angaben ein persönliches Bedürfnis ist.

Das Thema ihres neuesten Buches „Scharfe Hunde“ behandelt den Welpenhandel. Intensiv hat sich Förg im Vorfeld mit diesem Gebiet auseinandergesetzt. Und sie erklärt auf Fragen des Publikums auch sehr emotional, warum sie das tut. „Sogenannte Vermehrstationen und der Handel mit Welpen ist leider eine gut organisierte Bandenkriminalität geworden“, sagte sie.

Förg weckt in ihrer Lesung natürlich Lust auf das Buch: Drei spektakuläre Morde kommen vor, einen Notarzt aus Peißenberg lernt man kennen, zwei scharfe Hunde leben in Ungarn und die alte Dame in dem schönen Haus ist nicht so lieb und freundlich, wie es zu Anfang scheint. Das Buch ist bei allem gewohnten Sprachwitz, den beliebten Kommissarinnen Irmi und Kathi und allerlei schrägen Typen bei Weitem nicht nur komisch. Eine etwas länger herumliegende menschliche Leiche kann Förg durchaus mit beißendem schwarzen Humor beschreiben. Ernst und auch ein wenig traurig wird sie jedoch in Szenen, in denen sie hilflose Hundewelpen oder den typischen Charakter dieser treuen menschlichen Begleiter behandelt. Eine halbe Millionen Welpen werden pro Jahr in Deutschland verkauft. „Wo kommen die denn alle her?“, fragte sich Nicola Förg.

Regina Wahl-Geiger

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