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Alina (6) durfte das Taferl des Bergknappen-Spielmanns- und Fanfarenzugs Peißenberg tragen.

Feierlichkeiten offiziell eröffnet

„Festtage der Superlative“: So gut gelaunt startet Peißenberg in die Festwoche

Mit einem Sternmarsch und einem Konzert am Rathaus hat Peißenberg am Donnerstag die 100-Jahr-Feier eröffnet. Regierungspräsidentin Maria Els zeigte sich begeistert. 

Peißenberg– Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter zum Auftakt des Festes, mit dem die Erhebung zur Marktgemeinde vor 100 Jahren gefeiert wird. Nach einem starken Regen am Nachmittag hatten sich die Wolken pünktlich zum Sternmarsch größtenteils verzogen.

Und so konnten die Musikgruppen unter einem herrlich weiß-blauen Himmel zum Rathaus ziehen. Den Anfang machte der Spielmannszug Peißenberg, angeführt von Tambourmajor Daniel Fiebig. Es folgte die Musikkapelle Oberhausen mit dem Marsch „Spielmannsgruß“. 

Offizielle Eröffnung: Nach dem Standkonzert ging es ins Festzelt

Gut getaktet kamen die nächsten Gruppen. Immer, wenn eine Musikgruppe auf dem Rathausplatz zu spielen aufhörte, konnten die Besucher die Klänge der nächsten schon in der Ferne hören. Schließlich waren mit dem Trommlerzug Polling, der Musikkapelle Forst, dem Trommlerzug „Bayerischer Rigi“ aus Hohenpeißenberg, der Knappschafts- und Trachtenkapelle Hohenpeißenberg, dem Trommlerzug Markt Peißenberg und der Knappschaftskapelle Peißenberg acht Gruppen vor dem Rathaus, um die Besucher mit Standkonzert und Gemeinschaftschor zu unterhalten, bevor sie zur offiziellen Eröffnung der Festwoche ins Zelt auf der Neuen Bergehalde zogen.

Die schönsten Fotos von den Feierlichkeiten gibt es hier in der Bildergalerie: 

„100 Jahre Markt Peißenberg“: So feiert der Ort sein Jubiläum - Fotos

Nach der Begrüßung der Ehrengäste und den Grußworten von Regierungspräsidentin Els und Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die Peißenberg als einen Ort bezeichnete, in dem man sich daheim fühlen kann, reagierte Manuela Vanni auf die Situation im Zelt und änderte zweimal spontan das Programm. „Nachdem die Musikkapelle schon am Verdursten ist“, so die Bürgermeisterin, „schmeißen wir das Programm um und zapfen zuerst an.“ Mit Rücksicht auf ihr Dirndl überließ sie diese Aktion dem dienstältesten Gemeinderat, Georg Karl. Dieser brauchte dafür vier Schläge. „Es hat etwas gespritzt“, stellte er danach fest und hatte auch gleich die Begründung dafür: „Der Zapfhahn war undicht.“

Zu gute Stimmung für lange Reden

Nachdem das Bier ausgeschenkt wurde, steigerte sich die Lautstärke der von den Besuchern geführten Gespräche noch weiter, und Vanni stellte fest: „Ich sehe, die Stimmung ist gut.“ Mit der Begründung „ich vermute, dass nicht viele zuhören würden“, kündigte sie an, dass sie ihre Rede zur 100-jährigen Geschichte des Marktes Peißenberg bei anderer Gelegenheit halten würde.

Nicht verschieben wollte sie aber den Dank an Anton Höck vom Trachtenverein Markt Peißenberg und Rudi Hochenauer vom Knappenverein Peißenberg – stellvertretend für die vielen Helfer, die das Fest möglich machen. Zum Bergmannstag an diesem Wochenende werden über 1000 Knappen erwartet, zum Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung am nächsten Wochenende haben sich 3000 Trachtler angekündigt.

Alfred Schubert

Lesen Sie auch: Peißenberg feiert Markterhebung: So lief die Vorbereitung der Peißenberger Festwoche.

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