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Zeigten ihre (politische) Verbundenheit offen: Rüdiger Imgart (l.), AfD und Regina Schropp, Bayernpartei. 

Rund 30 Demonstranten

Demo gegen Habeck: Blau-Weiß-Blau gegen Grün

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Regina Schropp, Kreisvorsitzende der Bayernpartei, wollte den Auftritt von Robert Habeck eigentlich verhindern. Letztendlich hatte sie zu einer Protestveranstaltung eingeladen.

Peißenberg – Eigentlich wollte Regina Schropp, die stellvertretenden Generalsekretärin und Kreisvorsitzende der Bayernpartei, ja verhindern, dass es so weit kommt, dass der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck in den Landkreis einreisen darf. Da ihm die Einreise nun mal nicht verweigert wurde, hatte sie für Montag zu einer Protestveranstaltung direkt neben dem Festzelt eingeladen.

Rund 30 Demonstranten finden sich gegen 17.30 Uhr in dem mit Barken abgetrennten Bereich ein, in dem die Farben Weiß und Blau dominieren. Die Portraits bekannter Bayern wie Franz-Josef Strauß, Kaiserin Sissi und Joseph Ratzinger trohnen auf den Barken, die außen mit Spruchbändern verziert sind, auf denen unter anderem „no Habeck“, „weiß-blau is bunt gnua“ und „Grüne nein Danke“ zu lesen ist.

Kein Hehl aus Abneigung gegen Gastredner

Die Versammlungsleiterin Regina Schropp macht keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen den Gastredner und aus ihrer Zuneigung zum Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes, Rüdiger Imgart, sowie der Nähe ihrer Partei zu seiner. Die AfD hatte ihre Bürgersprechstunde in Oderding abgesagt, um sich der Protestveranstaltung der Bayernpartei anzuschließen. Auch der blaue AfD-Bus, dessen Partei-Logo heute mit blau-weißen Karos überklebt ist, steht in der weiß-blauen Sperrzone. Gemeinsam stellen Schropp und Imgart nach den Reden dann auch die berühmten Bayern vor – der AfD-Politiker mit bemüht bairischem Idiom.

Als Redner macht der Bayernpartei-Politiker Peter Fendt den Auftakt: „Der Aufstieg der Grünen erinnert mich an den Aufstieg der NSDAP“, sagt er zum Beispiel, beschimpft Habeck als „Grünen-Softie“ und erklärt ausführlich, warum der Mensch den Klimawandel nicht zu verantworten habe. „Erst wird’s warm, dann steigt das CO2.“ Anschließend hält Hans Schnitzlbaumer ein flammendes Plädoyer für das Kreuz. Gegen Ende der Veranstaltung greift Imgart noch zum Mikrophon und irgendwann geht Habeck völlig unbehelligt an den Protestierenden vorbei Richtung Festzelt. 

Mittlerweile geht die Bayernpartei auf Distanz zu Schropp - die Gründe lesen Sie hier.

kh

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