Daumen hoch für die anstehenden Feierlichkeiten: (v.l.) Franz Fischer und Wolfgang Neumann (bei de Knappenverein), BRKler Manuel Forstner und Rudolf Tuscher (Knappenverein) nach dem Aufbau im Festzelt.  Gronau

Peißenberg feiert Markterhebung  

Ein buntes Feuerwerk zum  100.

  • schließen

Die Gemeinde und die Peißenberger Vereine sind bereit: in den letzten Tagen haben sie dem Programm zur Festwoche „100 Jahre Markt Peißenberg“ den „Feinschliff“ verpasst. Am heutigen Abend geht die große Feier los – mit Musik von den „Musikatzen“.

Peißenberg – Das Zelt steht, die Dekoration hängt und auch die Bestuhlung, die Bühne und die Bar sind aufgebaut. Für Anton Höck, Vorsitzender des Trachtenvereins „Markt Peißenberg“, kann die Festwoche starten. Seit Samstag waren rund 50 Mitglieder des Vereins mit dem Aufbau das Festzeltes beschäftigt. Im Inneren des Zeltes, in dem laut Höck exakt „3240 Besucher“ Platz haben, hängen nun grüne Girlanden, die Bühne ziert ein weiß-blaues Tuch. Passend zur Geschichte Peißenbergs trägt die Bar den Namen „Zum Kohlenhunt“.

„Alle haben sich wahnsinnig reingehängt“, sagt Höck. Eröffnet wird die Festwoche anlässlich von „100 Jahre Markt Peißenberg“ am heutigen Mittwochabend mit Blasmusik von den „Musikatzen“. Gefeiert wird bis zum Sonntag, 30. Juni, an dem die Festwoche mit dem Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung einen würdigen Abschluss findet (siehe Kasten). „Die ersten Gedanken gemacht haben für uns schon vor etwa vier Jahren“, erinnert sich Höck, „vor zweieinhalb Jahren ging es dann so richtig los.“

Neben der Gemeinde hatte vor allem der Trachtenverein nicht nur beim Gaufest einen Großteil der Organisation übernommen. „Jetzt fiebern alle dem Beginn entgegen“, sagt er. Trotz dem großem organisatorischen Aufwand hätte es keine Streitigkeiten gegeben – auch nicht mit den Mitgliedern der anderen beteiligten Vereinen, so Höck. „Die Zusammenarbeit war toll – und zwischen den Vereinen ist der Kontakt so gut wie nie zuvor.“

Ein besonderes Ereignis für die Festwoche plant auch der Peißenberger Knappenverein: Für kommenden Sonntag, 23. Juni, laden sie zum „Bayerischen Bergmannstag“ ein. „Wir feiern gleichzeitig ja unserer 30-Jähriges“, sagt Vereinschef Rudi Hochenauer. Auch er lobt die Zusammenarbeit. „Man sagt ,Bergbau ist nicht eines Mannes Werk’ – und das gilt auch für so eine Veranstaltung. So etwas organisieren können wir nur miteinander, auf den Schultern vieler Frauen und Männer.“ Rund 60 Vereine „vom Saarland bis Brandenburg“ würden zum Bergmannstag nach Peißenberg kommen. „Bis zum Sonntag habe ich noch Zusagen bekommen“, sagt er.

Bei Michael Schnitzer vom Ordnungsamt der Marktgemeinde gingen die Planungen in den letzten Tagen ebenfalls in die Endphase. „Zuletzt wurden noch bayerische Fahnen verteilt, um das Ortsbild aufzuhübschen“, sagt er. Obwohl die Organisation gut geklappt habe, seien weitere Veranstaltungen in den kommenden Jahren – etwa wieder in Form eines Volksfestes – nicht geplant. „Momentan gibt es in diese Richtung keinerlei Überlegungen“, so Schnitzer, „die Organisation der Festwoche ging ja hauptsächlich vom Trachtenverein und vom Knappenverein aus. Die Frage ist, ob die Marktgemeinde das alleine stemmen könnte“, sagt er.

Bürgermeisterin Manuela Vanni stimmt dem zu. Die Festwoche sei zwar „so ähnlich wie ein Volksfest“. Doch dass die Vereine so stark miteingebunden seien, mache den Unterschied. „Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die Festwoche. Natürlich auf die beiden Sonntage, aber auch Veranstaltungen wie den Boxkampf am Donnerstag“, sagt sie. Lediglich das Wetter müsste jetzt noch mitspielen. „Das ist das Einzige, was wir uns jetzt noch wünschen“, so Vanni.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Ende einer aufregenden Zeit“
Abschied vom Schülerleben nahmen gestern die Absolventen der Josef-Zerhoch-Mittelschule in Peißenberg. Dabei hielten sich Abschiedsschmerz und Humor allerdings nahezu …
„Ende einer aufregenden Zeit“
Penzberg: Nicht nur eine „graue Bergwerksstadt“
Eine besondere Ausstellung zu einem besonderen Jubiläum: „Stadt statt Stillstand“ erinnert im Museum Penzberg an die  Stadterhebung Penzbergs vor 100 Jahren.
Penzberg: Nicht nur eine „graue Bergwerksstadt“
Sperrungen am Dietlhofer See: Warum wurde nicht-öffentlich entschieden?
Zwar sind die Sperrungen am Dietlhofer See seit 1. Juli passé. Doch im Stadtrat gab es ein Nachspiel - auch weil alles nicht-öffentlich beschlossen worden war.
Sperrungen am Dietlhofer See: Warum wurde nicht-öffentlich entschieden?
Heute vor genau 50 Jahren: Als in Weilheim das Mondfieber grassierte
Vor genau 50 Jahren herrschte Ausnahmezustand – im Landkreis Weilheim genauso wie im Rest der Welt. Drei amerikanische Astronauten schickten sich an, den Mond zu …
Heute vor genau 50 Jahren: Als in Weilheim das Mondfieber grassierte

Kommentare