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Leuchtet auch nachts: das Fitnessstudio "Fitlife" an der Hauptstraße in Peißenberg.

Fassade von Fitness-Studio

Gift-Grün sorgt in Peißenberg für Ärger

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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Peißenberg - Die Fassaden der Häuser in Peißenberg leuchten in Alt-Rosa, Gift-Grün, Himbeer-Pink und Orient-Rot. Manche lassen es so richtig krachen, Hauptsache, auffallen. Einigen stinkt das gewaltig.

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Gift-Grün ist die Farbe der Gesundheit, davon ist Edgar Wolf überzeugt.Er ist der Inhaber des Fitnessstudios „Fitlife“ an der Hauptstraße 73 in Peißenberg. Das Gebäude dürfte mittlerweile bekannt sein: Es leuchtet in einem grellen Grün – auch nachts. Dann wird es nämlich von Strahlern erhellt. Das ist alles volle Absicht: Fitness-Fan Wolf hat sich die Farbe bewusst ausgesucht. Das Grün stehe für Kraft, Energie und Gesundheit. Es soll signalisieren: „Wir bieten keine Mucki-Bude, sondern eine neue, gesunde Art von Fitness an“, erklärt Wolf. Die Farbe zieht sich durch das ganze Firmenkonzept des Peißenberger Studios: Logo, T-Shirts, Einrichtung. „Corporate Identity“ heißt das neudeutsch. Wolf hätte das auch gern in seiner Filiale in Weilheim durchgezogen, nur gehört ihm da das Haus nicht, deswegen konnte er die Fassade nicht Grün streichen. Anders im vor kurzem eröffneten Peißenberger Studio. Dort ist es das Markenzeichen, was nicht bei allen gut ankommt.

In der Marktgemeinde sind bereits einige Beschwerden eingegangen

In der Marktgemeinde sind bereits einige Beschwerden eingegangen. Zu grell, regen sich manche Bürger auf. Doch Bernhard Schregle, Mitarbeiter vom Bauamt, ist da relativ machtlos. Es gibt keine Vorschriften, wie jemand sein Haus anzupinseln hat – es sei denn, ein Bebauungsplan legt es vorher fest. Das ist hier aber nicht der Fall. Es gilt nur die Regel: Die Umgebung darf nicht grob verunstaltet werden. Schregle erklärt zugespitzt:„So lange sich niemand beim Betrachten übergeben muss, ist alles in Ordnung.“ Von Seiten der Gemeinde aus, sei das Gift-Grün akzeptabel. Eine Entscheidung treffe letztlich das Landratsamt. Es prüfe derzeit den Fall, nächste Woche soll ein Baukontrolleur das Gebäude anschauen.

(Mehr lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Heimatzeitung)

kg

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