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Wegen Geldfälschung vor Gericht

Peißenberger (27) zahlte mit falschen Scheinen - an einer Tankstelle flog er auf

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Wegen Geldfälschung stand ein 27-jähriger Peißenberger vor Gericht. Er gab zu, im Januar 2018 drei Mal mit gefälschten 20-Euro-Scheinen bezahlt zu haben.

Peißenberg –Auch nach der Verhandlung vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Weilheim, wo sich ein 27-Jähriger wegen Geldfälschung verantworten musste, blieben noch einige Fragen offen. Zum Beispiel konnte nicht geklärt werden, wie viel Falschgeld sich der Peißenberger besorgt und welche Menge er davon in Umlauf gebracht hat. Zudem gelang es der Staatsanwaltschaft nicht zu ermitteln, wie sich der Angeklagte zu Beginn des Jahres 2018 die gefälschten 20-Euro-Scheine beschafft hatte. Dass er am 18. Januar in einer Tankstelle in Peißenberg versuchte, mit einem gefälschten 20-Euro-Schein zu bezahlen, steht allerdings fest. Der Verkäufer in der Tankstelle erkannte den Schein nämlich sofort als einen falschen und alarmierte die Polizei.

„Es kam ein Herr herein, der hat getankt. Er hat mir zwei Scheine gegeben, die offensichtlich gefälscht waren“, sagte der Tankstellen-Verkäufer, als er vor Gericht vom 18. Januar des vergangenen Jahres erzählte. Bei der polizeilichen Vernehmung sagte er aus, dass der Angeklagte damals behauptet habe, er habe das Geld von der Bank geholt und wisse nichts davon, dass es nicht echt sei. Als der Tankstellen-Verkäufer darauf bestanden habe, die Polizei zu benachrichtigen, habe der Angeklagte angeboten, mit Karte zu zahlen. Doch auch davon ließ sich der Zeuge nicht überzeugen: Er alarmierte die Polizei, der 27-Jährige flog auf. Er habe die Scheine sofort als falsche erkannt, sagte der Zeuge.

Expertin der Kriminalpolizei Weilheim sagt aus: Daran lässt sich Falschgeld erkennen

Dass es sich für sie erkennbar um Falschgeld gehandelt hat, bestätigte auch die Expertin der Kriminalpolizei Weilheim, die damals zu Rate gezogen wurde. „Es gab viele Anhaltspunkte dafür, dass es sich um gefälschte Geldscheine handelt“, sagte sie als Zeugin vor Gericht aus. Zum Beispiel habe der Schein keine Silberstreifen gehabt und er habe nicht geglänzt. Als die Polizistin den Angeklagten befragte, gab er irgendwann zu, sich die falschen Scheine in Frankfurt besorgt zu haben. Damals habe der Peißenberger auch von 1000 Euro Falschgeld gesprochen, doch 900 Euro habe er verbrannt.

Die Polizei vermutet, dass der Angeklagte noch mehr gefälschtes Geld in Umlauf brachte, doch das ließ sich nicht nachweisen. „Wir hatten andere Falschnoten, die in engem zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit denen in Peißenberg standen“, sagte die Polizistin vor Gericht. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters Lars Baumann nach der Qualität der falschen 20er, sagte die Beamtin: „Ganz schlecht sind die nicht. Homemade waren die eher nicht.“

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Gefälschte 20-Euro-Scheine: Verkäuferin bemerkte Falschgeld zu spät

Der Angeklagte ließ über seinen Anwalt erklären, dass er einräume, drei gefälschte 20-Euro-Scheine erworben zu haben. Er gab zu, dass er diese als echte in Verkehr bringen wollte oder gebracht hat. In einem Fall war es ihm nämlich zunächst gelungen. Mit einem dieser Scheine hatte er bereits in einer Bäckerei in einem Baumarkt in Peißenberg bezahlt. Die Verkäuferin dort hatte erst zu spät bemerkt, dass der Schein gefälscht war. Dann hatte sie die Polizei verständigt.

Das Gericht verurteilte den Peißenberger wegen Geldfälschung in Tateinheit mit Betrug und versuchtem Betrug zu elf Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung. Als Bewährungsauflage muss der 27-Jährige 2500 Euro bezahlen.

kh

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Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe (Symbolbild)

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