Markträte, Planer und Lehrer nahmen an der Zeremonie zum offiziellen Baustart teil. Zum Spaten griffen (v.l.) Frank Zellner, Thomas Baldauf, David Oppermann (Marktbauamt), Ursula Taffertshofer und Gemeinderat Rudi Mach. jepsen
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Markträte, Planer und Lehrer nahmen an der Zeremonie zum offiziellen Baustart teil. Zum Spaten griffen (v.l.) Frank Zellner, Thomas Baldauf, David Oppermann (Marktbauamt), Ursula Taffertshofer und Gemeinderat Rudi Mach.

Bis Herbst soll Rohbau stehen

„Grundsteinlegung für Bildung“: Spatenstich zur Erweiterung der Josef-Zerhoch-Grundschule

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Sie ist eines der teuren Millionen-Projekte, die der Markt auf seiner langen Investitionsliste stehen hat – die Erweiterung der Josef-Zerhoch-Grundschule in Wörth. Mit dem symbolischen Spatenstich erfolgte nun der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten. Zum Schuljahr 2022/2023 soll der Neubau bezugsfertig sein.

Peißenberg – Spatenstiche sind eigentlich Ereignisse, bei denen es in der Regel um neue Bauprojekte geht. Doch kurz vor der Zeremonie zur Erweiterung der Josef-Zerhoch-Grundschule schwelgten Bürgermeister Frank Zellner und Gemeinderat Christian Quecke erst noch in Erinnerungen an die eigene Grundschulzeit. „Ich war in dem Klassenzimmer – und daneben unterrichtete die Frau Kugler“, deutete Quecke auf den nördlichen Längsbau der Grundschule, der in den 1950er Jahren errichtet wurde. Und Zellner konnte sich noch an das Direktoren-Büro am Ende des langen Gangs erinnern, in dem Gottfried Herold als Schulleiter residierte. Lang ist’s her.

Doch kurze Zeit später ging’s zum Spatenstich für den neuen, modernen Erweiterungsbau. Während der nördliche Längsbau abgerissen werden soll (eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen), wird der U-förmige Gebäudetrakt der Grundschule mit einem Erweiterungsbau geschlossen. Zellner sprach beim Spatenstich von einer „Grundsteinlegung für Bildung“. Es sei „absolut wichtig und richtig, in die Grundschule zu investieren“. In den Erweiterungsbau werden unter anderem die vier Klassenzimmer integriert, die durch den Abriss des maroden Längsbaus wegfallen. Zudem wird es Sonderunterrichtsräume, Gruppenzimmer für die Ganztagsbetreuung und – wie es Zellner formulierte – als „Besonderheit“ ein grünes Klassenzimmer auf dem Dach geben. Der entstehende Innenhof soll wiederum als „pädagogischer Raum“ universell genutzt werden.

Erweiterung ist „dringend notwendig“ - bis zum Herbst soll Rohbau stehen

Ursula Taffertshofer, die Rektorin der Grundschule, bezeichnete beim Spatenstich die Erweiterung als „dringend notwendig“. Durch den Neubau würde die Schule große und helle Klassenzimmer erhalten, die auch voll ins pädagogische Konzept der offenen Ganztagsschule passen würden. Derzeit besuchen rund 250 Kinder die Zerhoch-Grundschule. Sie werden von 25 Lehrkräften betreut. Ob es irgendwann noch einmal Kapazitätserweiterungen braucht, auf diese Frage antwortete Taffertshofer schmunzelnd: „Da müssen sie den Bürgermeister fragen. Das hängt davon ab, wie viel Baugebiete noch ausgewiesen werden sollen.“ Der räumliche Bedarf der Schule sei aber mit dem aktuellen Neubauprojekt „für die nächsten Jahre abgedeckt“.

Die kalkulierten Kosten für den Erweiterungsbau liegen inzwischen bei 4,6 Millionen Euro. Abzüglich der staatlichen Zuschüsse wird beim Markt ein Eigenanteil von 2,2 Millionen Euro verbleiben. Erste Rechnungen sind bereits geschrieben. Die Bauarbeiten haben nämlich eigentlich schon im vergangenen Herbst begonnen. Es wurden Versorgungsleitungen umverlegt und Geländeanpassungen vorgenommen – vor allem im künftigen Innenhof: „Wenn das ,U‘ erst einmal geschlossen ist, würden wir nicht mehr mit schwerem Gerät reinkommen“, erklärte Thomas Baldauf. Eine der großen planerischen Herausforderungen für den Schongauer Architekten und sein Team war es, die unterschiedlichen Höhenniveaus zwischen den Bestandsbauten und dem Erweiterungsgebäude barrierefrei auszugleichen.

Und wie sieht der Zeitplan aus? Wann ist die beauftragte Firma „Haseitl“ mit dem Rohbau fertig? „Übermorgen“, scherzte Baldauf. Doch die zeitliche Taktung ist wirklich straff. Bis zum Herbst soll der Rohbau stehen und vor dem nächsten Wintereinbruch das neue Gebäude für den folgenden Innenausbau abgedichtet sein. Die Fertigstellung ist dann für August 2022 geplant

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