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Präsentierten das Hochwassermeldesystem am Fendter Bach: (v.l.) Thomas Schamper, Roman Bals, Hermann Deutschenbaur (stellv. Bauhofleiter) und Stefan Schwarzer. 

„Deutschlandweit einzigartig“ 

Hochwasser-Meldesystem jetzt auch am Fendter Bach in Peißenberg

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Das dritte Hochwassermeldesystem wurde in Peißenberg nun am Fendter Bach im Bereich „Vorm Holz“ installiert. Es handelt sich um solarbetriebene Aufzeichnungsgeräte samt Web-Cam. 

Peißenberg – Nach den Anlagen am Wörthersbach an der Unterbau- und Bachstraße hat die Marktgemeinde das dritte Hochwassermeldesystem installiert, nämlich am Fendter Bach im Bereich „Vorm Holz“. Die solarbetriebenen Aufzeichnungsgeräte samt integrierter Web-Cam liefern den Einsatzkräften im Ernstfall wichtige Daten bezüglich der Pegelstände und Niederschlagsmengen. „Klar, die Warnanlage allein kann kein Hochwasser aufhalten“, räumt Wetterbeobachter Stefan Schwarzer zwar ein, „aber sie ist ein Puzzleteil unter vielen.“ Man könne viel aus den gewonnenen Daten lernen und die Alarmzeiten minimieren.

Das bestätigt auch Thomas Schamper von der Peißenberger Bauverwaltung: „Das System ist wirklich top. Es ermöglicht uns, die Abläufe besser nachzuvollziehen.“ Vor allem könnten die Einsatzkräfte besser koordiniert und gezielt zu den neuralgischen Punkten an den Bachläufen geschickt werden.

Schneller reagieren mit neuem Meldesystem

„Man kann einfach schneller reagieren und muss nicht überall gleichzeitig sein“, erklärt Bauhofleiter Roman Bals. Bei den jüngsten Stark- regenfällen wurde zum Beispiel am Wörthersbach im Bereich der Unterbaustraße Meldestufe „gelb“ erreicht, während der Pegel im Bereich der Bachstraße im grünen Bereich blieb.

Die Installation der Meldeanlage am Fendter Bach hat die Marktgemeinde Peißenberg 20 000 Euro gekostet. Laut Bals ist das Geld gut und sinnvoll investiert: „Der Systemaufbau der Anlage ist deutschlandweit einzigartig“, schwärmt der Bauhofleiter.

Die Daten der Meldeanlage können über die Gemeinde-Homepage abgerufen werden.

Bernhard Jepsen

Lesen Sie auch: Mit „blauem Auge“ davongekommen: Hochwasserschutz im Landkreis hat sich bewährt. 

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