+
Selbst kleine Gemeinden beteiligen sich am Stadtradeln, jetzt ist auch Peißenberg dabei. Das Foto entstand im Juli 2019 in Wielenbach.

Neuer Energie- und Klimaausschuss diskutierte über Rahmenbedingungen

Stadtradeln: Jetzt tritt auch Peißenberg in die Pedale

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
    schließen

Es ist soweit: Peißenberg wird 2020 beim „Stadtradeln“ mitmachen. Im Oktober sind demnach Vereine, Betriebe und Privatpersonen dazu aufgerufen, möglichst viele Kilometer auf dem Drahtesel abzustrampeln. 2019 war die Teilnahme an der bundesweiten „Klimabündnis-Aktion“ auf Bitte der Rathausverwaltung noch verschoben worden.

Peißenberg – Bereits vor zwei Jahren hatte die Marktratsfraktion der Bürgervereinigung die Teilnahme am „Stadtradeln“ vorgeschlagen. „Beim Wettbewerb ,Stadtradeln‘“, so hieß es damals in der Antragsbegründung, „geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, radelnde Mitglieder der kommunalen Gremien, tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Allerdings wurde die Teilnahme erst einmal verschoben. 2019 feierte Peißenberg sein 100-jähriges Marktjubiläum – und das im großen Stil. Die Rathausverwaltung sah sich aufgrund des Organisationsaufwands personell nicht in der Lage, parallel dazu auch noch das „Stadtradeln“ zu koordinieren. Die erstmalige Teilnahme wurde deshalb auf 2020 verschoben. In der ersten Sitzung des neugegründeten Energie- und Klimaausschusses wurde nun über die Rahmenbedingungen für das „Stadtradeln“ diskutiert – um der Rathausverwaltung einen entsprechenden „Input“ für die weiteren Planungen zu geben, wie es Hauptamtsleiter Johannes Pfleger in der Sitzung formulierte.

Für das „Stadtradeln“ soll ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. Mitmachen können Privatpersonen Freizeitgruppen, Vereine und Unternehmen. Auch das Rathaus wird in die Pedale treten: „Es geht darum, eine gescheite PR-Aktion zu machen“, erklärte Pfleger: „Einen ähnlichen Wettbewerb haben früher auch die Krankenkassen angeleiert. Vom Rathaus waren da immer zwei bis drei Radlteams dabei.“ Auch der Marktrat soll mit gutem Beispiel vorangehen: „Ich würde es toll finden, wenn der Gemeinderat als Gruppe am Wettbewerb teilnehmen würde. Das wäre ein positives Signal nach außen“, meinte Altbürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste).

Das „Stadtradeln“ läuft von 3. bis 23. Oktober

Als nicht ganz optimal wurde im Ausschuss allerdings der Termin für das „Stadtradeln“ eingestuft. Eigentlich sollte die Aktion im Mai über die Bühne gehen, doch die Corona-Pandemie machte dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung. Nun soll zwischen 3. und 23. Oktober geradelt werden. „Oktober ist schon ganz schön spät“, gab Bernd Schewe (SPD) zu bedenken. Es sei fraglich, ob zu der Jahreszeit die Leute noch in ausreichender Weise zum Radeln motiviert werden könnten. In den nächsten Jahren solle man auf alle Fälle einen früheren Termin anpeilen.

Matthias Reichhart (Bürgervereinigung) verwies auf die Intention des „Stadtradelns“. Es gehe weniger um die Anzahl der gefahrenen Kilometer, sondern um einen „kleinen, lustigen Wettbewerb“, der einen Anreiz vermitteln soll, mehr Rad zu fahren und den Fokus auf klimafreundliche Mobilitätsvarianten zu lenken: „Außerdem kann es auch im Oktober noch schönes Wetter haben.“ Ähnlich sahen es Manuela Vanni („Der Wettbewerb soll doch Spaß machen“) und Sandra Rößle (CSU/Parteilose): „Wir müssen die Kröte mit dem Termin heuer einfach schlucken.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Sensationsfund am Starnberger See: Camperin findet unbekannten Riesenpilz - nicht ihr erster Coup
Einen spektakulären Fund machte Ingrid Remele dieser Tage am Südufer des Starnberger Sees: Einen Pilz, den außerhalb Norddeutschlands noch niemand gesehen hat. Nicht ihr …
Sensationsfund am Starnberger See: Camperin findet unbekannten Riesenpilz - nicht ihr erster Coup
Müllverbrennung in Altenstadt: Sogar in Fürth wird protestiert
Die Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) richtet sich auf ein volles Haus ein: Am morgigen Dienstag gründet die UIP in Peiting die Aktionsgemeinschaft gegen …
Müllverbrennung in Altenstadt: Sogar in Fürth wird protestiert
Eine Souffleuse packt aus
Großer Auftritt einer Frau, die sonst nur unter der Bühne sitzt und flüstert: Im Solo-Stück „Anna sagt was“ redet die Souffleuse Tacheles – was bestens ankam bei der …
Eine Souffleuse packt aus
„Sogar für den Hund wurde gesorgt“
Seit Juli 2019 hat die Krankenhaus GmbH mehr als 130 neue Pflegekräfte in ihren beiden Häusern in Weilheim und Schongau eingestellt. Mit Radiowerbung, ausgefallenen …
„Sogar für den Hund wurde gesorgt“

Kommentare