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Bevor am Minikreisel Vorfahrtsschilder angebracht wurden, entstand bei dem ein oder anderen Autofahrer Verwirrung.

Peissenberg

Und schon folgt die nächste Baustelle

Peißenberg - Der Minikreisel in Peißenberg ist fertig und sorgte erstmal für Verwirrung. Nun geht es weiter – mit der Bushaltestelle St. Johann.

Im Juli fingen die Bauarbeiten am Minikreisel inklusive Wartezeiten an der Ampel an, seit Ende vergangener Woche sind sie abgeschlossen, und die Autos können wieder ohne Hindernis an der Schongauer Straße entlang fahren – oder?

Nach der offiziellen Verkehrsfreigabe des neuen Minikreisels wurde im sozialen Netzwerk „Facebook“ eifrig über die Verkehrsregelung gerätselt – und auch ordentlich gelästert. Nicht ganz zu Unrecht: Die Beschilderung am Minikreisel wurde nämlich erst nachträglich am vergangenen Dienstag respektive Mittwochvormittag installiert. Bis dahin galt nach wie vor die alte Regelung mit der Schongauer Straße als Vorfahrtsstraße. Die verkehrsrechtlichen Bestimmungen für einen „echten Kreisverkehr“ traten also zunächst noch nicht in Kraft – was bei vielen Autofahrern für Verwirrung sorgte. Erst jetzt, mit dem Schild „Kreisverkehr“ und der Zusatzkennzeichnung „Vorfahrt gewähren“, gelten die normalen Kreisverkehrsegeln. Die Mittelinsel darf dabei übrigens nur von Fahrzeugen überfahren werden, deren Abmessungen ein Passieren des Kreisels ansonsten nicht ermöglichen.

Besonders glücklich scheinen die Peißenberger mit dem Minikreisel bislang noch nicht zu sein. Über die Notwendigkeit und die Kosten – zusammen mit dem Bushaltestellenbau am Friedhof rund 200.000 Euro – wird kontrovers diskutiert.

Nachdem am Minikreisel die Vorfahrtsschilder angebracht wurden, fließt der Verkehr wieder. Am Straßenrand hat jemand zum Scherz Blumentöpfe aufgestellt.

Jetzt sollte zumindest das Vorfahrts-Thema geklärt sein. Doch auf die eine abgeschlossene Baustelle folgt die nächste: An der schon erwähnten Bushaltestelle St. Johann am östlichen Ortseingang entsteht jetzt die Querungshilfe, die für den zweiten Bushalt nötig ist. Denn bisher können Fahrgäste nur ortseinwärts in den Bus einsteigen oder aussteigen (wir berichteten). Schon im vergangenen Jahr hieß es, solange es keine Querungshilfe über die Hauptstraße gibt, gibt das Landratsamt keine Genehmigung für den gegenüberliegenden Bushalt. Jetzt geht was voran – direkt nachdem die Baufirma mit dem Minikreisel fertig war, ist sie zu der Bushaltestelle auf Höhe des Friedhofs weitergezogen. Das bedeutet allerdings für die Autofahrer, sich an anderer Stelle wieder auf verzögerten Verkehr einzustellen – denn dort gilt jetzt Tempo 30, später soll zudem der Verkehr umgeleitet werden. „Erstmal wird die Fahrspur im Busstellenbereich verschoben, im weiteren Verlauf wird es eine Umleitung über die Holzerstraße geben“, sagt Bauamts-Mitarbeiter Marius Kulosa. Fertig werden soll die Baustelle bis Mitte/ Ende September. Aber wie auch bei den Bauarbeiten am Minikreisel, weiß Kulosa: „Das hängt selbstverständlich immer auch vom Wetter ab.

Ein nettes Detail am Rande: Kurz nach der Verkehrsfreigabe wurden am Minikreisel zum Scherz zwei kleine Blumentöpfe aufgestellt. „Ich wusste gar nicht, dass wir in Peißenberg einen Verschönerungsverein haben“, schmunzelte Gemeinderat Jürgen Forstner in der jüngsten Bauausschusssitzung über die Aktion.

Text: Luca von Prittwitz/Bernhard Jepsen

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