+
Die Sanierung der Kreisstraße WM 29 geht weiter und mit ihr auch der Ärger. 

Beim nächsten Bauabschnitt sollte alles besser werden

Frustrierte Anwohner in Paterzell: Bei Sanierung der Kreisstraße WM 29 hakt es wieder 

  • schließen

Nachdem die Paterzeller sauer waren über den Verlauf der Bauarbeiten, sollte beim nächsten Bauabschnitt alles besser werden. Doch gleich zu Beginn hakte es wieder.

Paterzell/Peißenberg – Vor rund eineinhalb Jahren hat die Sanierung der Kreisstraße zwischen Paterzell und Peißenberg begonnen, zwei Bauabschnitte sind bereits erledigt. Bis es so weit war, hakte es immer wieder gewaltig, gab es immer wieder Komplikationen, die zu Zeitverzögerungen führten, was wiederum zu frustrierten Anliegern führte. Die Paterzeller waren vor allem erzürnt darüber, dass die Informationen über das, was auf der Baustelle passiert, und die Gründe für das schwerfällige Weiterkommen nur äußerst dürftig flossen. Schließlich wurden die Wogen bei einer Anliegerversammlung geglättet. Dort stand Andreas Lenker, der die zuständige Abteilung am Staatlichen Bauamt in Weilheim leitet, Rede und Antwort und entschuldigte sich für alles, „was nicht so gut gelaufen ist“. 

Es wurde vereinbart, künftig regelmäßig über den Baufortschritt zu informieren. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Ende der Bauarbeiten haben sich zu diesem Zweck regelmäßig ein Mitarbeiter des zuständigen Planungsbüros, einer des Staatlichen Bauamtes und der Wessobrunner Bürgermeister Helmut Dinter getroffen. Dieser Weg der verbesserten Kommunikation sollte beibehalten werden.

Sanierung der Kreisstraße WM 29: Spärlicher Informationsfluss

Nun wurde nach Ostern mit dem dritten Abschnitt der Sanierung der Kreisstraße WM 29 – zwischen dem Ortsende von Paterzell und Peißenberg – begonnen und es schien, als ob der Ärger von vorne losgehen würde. „Wir haben am Donnerstag vor Ostern die Mail erhalten, dass ab Dienstag, 23. April, die Straße gesperrt sein soll“, schildert Bürgermeister Dinter. Dann habe er eine verkehrsrechtliche Anordnung erhalten, in der mitgeteilt wurde, dass die Bauarbeiten erst am Mittwoch, 24. April, also einen Tag später als angekündigt, beginnen würden und die Straße bis dahin auch offen sei. Nachdem die Nachricht von der bevorstehenden Straßensperrung auch in der Heimatzeitung veröffentlicht worden war, seien bei ihm die ersten Anrufe eingegangen: Betroffene, die wissen wollten, ob die Straße nachts oder an den Wochenenden befahrbar bleibt. Er habe nichts dazu sagen können, weil er wieder einmal von nichts wusste, sagte Dinter.

Der Bürgermeister schrieb ans Staatliche Bauamt und das Landratsamt. In dem Schreiben beklagte er sich über den erneut spärlichen Informationsfluss und wunderte sich darüber, dass die Sperrung bis Ende September dauern soll: „Fünf Monate für 1,5 Kilometer??!“ Mit der Frage: „Soll die Unerträglichkeit dieser Baumaßnahme jetzt im selben Stil fortgesetzt werden?“, schloss der Rathauschef.

Da sich der dritte Bauabschnitt komplett auf Peißenberger Flur befindet, sei Wessobrunn nicht näher informiert worden, so hat laut Dinter das Staatliche Bauamt dessen spärliche Informationen begründet.

Das könnte Sie auch interessieren:  Verhängnisvolle Fahrt: Peißenberger (58) nach Unfall mit unversichertem Auto vor Gericht.

So wurde nun Abhilfe geschaffen

Schließlich wurde nun Abhilfe geschaffen: Mitarbeiter des zuständigen Planungsbüros haben Dinter erläutert, wie die Bauarbeiten geplant sind und wie die Zufahrt fürs Milchauto, zum Waldkindergarten und für den Rettungsdienst gewährleistet sind. Nun fühle er sich ausreichend informiert, so Dinter. Sein Fazit in dieser Angelegenheit: Man hätte sich viel Stress sparen können, wenn man vorher miteinander geredet hätte.

kh

Lesen Sie auch: „Airlebnistag“ in Paterzell: Mit Kribbeln im Bauch in die Lüfte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So funktioniert der „Weilheimer Orgelsommer“ auch mit maroder Orgel
In Weilheims Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt sind Orgelsolokonzerte erst mal passé. Die marode Orgel dort ist Künstlern schlichtweg nicht mehr zuzumuten. Und doch …
So funktioniert der „Weilheimer Orgelsommer“ auch mit maroder Orgel
Hohenpeißenberg: Kindergarten-Notgruppe entsteht an ungewöhnlichem Ort
So viele Kinder benötigen in Hohenpeißenberg einen Kindergartenplatz, dass drei Notgruppen entstehen. Zwei werden an einem ungewöhnlichen Ort untergebracht.
Hohenpeißenberg: Kindergarten-Notgruppe entsteht an ungewöhnlichem Ort
D´Waxnstoana feiern zehn Tage lang
Der Weltrekordversuch im Plattln, eine Fingerhakler-Meisterschaft, Hubert Aiwanger als Gast einer Podiumsdiskussion und eine neue Fahne: Die Feierlichkeiten zum …
D´Waxnstoana feiern zehn Tage lang
Forderung in der Haunshofener Bürgerversammlung: Die Mauer muss weg!
Eine Sache beherrschte die Bürgerversammlung in Haunshofen: eine Mauer, die weg muss. Sie versperrt die freie Sicht auf eine andere Straße. 
Forderung in der Haunshofener Bürgerversammlung: Die Mauer muss weg!

Kommentare