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Selbst am Freitagnachmittag wurde noch kräftig gearbeitet am Bahnübergang an der Sulzer Straße, der derzeit gesperrt ist.

Umrüstung auf elektronisches Stellwerk

Bahnumbau bei Peißenberg läuft auf Hochtouren - freier Bahnübergang bald wieder gesperrt

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Der Bahnhof Peißenberg und die Bahnübergänge in der Marktgemeinde werden derzeit auf ein elektronisches Stellwerk umgerüstet. Deswegen sind die Übergänge an der Ludwigstraße und der Sulzer Straße gesperrt, der Bahnübergang an der Forster Straße ist noch für den Verkehr frei, wird aber ab 29. August wieder gesperrt.

Peißenberg – Es ist Freitagnachmittag in den Sommerferien und dennoch wird noch schwer gearbeitet am Bahnübergang an der Sulzer Straße in Peißenberg. Ein Bagger gräbt ein tiefes Loch, es rumpelt, wenn er die Schaufel in den Boden rammt. Da kommt ein Bagger auf Schienen angerollt. Die Bremsen quietschen, als er bremst. Er hat eine Spitze statt einer Schaufel an seinem Arm. Zwei Männer in orangenen Anzügen haben ebenfalls noch nicht Feierabend. Sie schauen, dass beim Baggern alles passt. Für die Autos ist hier derzeit kein Durchkommen, Fußgänger haben kein Problem, sie können die Unterführung nutzen, die sie unter den Bahnschienen auf die andere Seite dei Gleise führt.

Es gibt derzeit viel zu tun an den Peißenberger Bahnübergängen, denn die Umrüstung des mechanischen Stellwerks am Bahnhof auf das elektronische läuft auf Hochtouren. Gleichzeitig werden die Bahnübergänge in Peißenberg auf die neue Technik angepasst und die die Bahnübergänge an der Forster und der Sulzer Straße mit Halbschranken ausgestattet. Insgesamt sind für die Arbeiten der Bahn rund 7,8 Millionen Euro veranschlagt.

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Nochmals Sperrung wegen Restarbeiten

Derzeit sind die Bahnübergänge an der Sulzer Straße und an der Ludwigstraße gesperrt. Befahrbar ist wieder und noch der Bahnübergang an der Forster Straße. Dort wurde bereits neuer Asphalt aufgetragen, sodass die Autos wieder über die Schienen fahren können. Von kommenden Donnerstag, 29. August, an bis Freitag, 6. September, muss der Bahnübergang dann aber wieder gesperrt werden, weil nach Auskunft eines Bahnsprechers noch Restarbeiten erledigt werden müssen.

Zwischen Sperrung und Sperrung: Derzeit können Autos noch den Bahnübergang Forster Straße passieren, doch ab Donnerstag ist wieder gesperrt.

Große Berge von Schutt und ausgedienten Schienen türmen sich derzeit am Bahnübergang an der Forster Straße. Der Übergang hat bereits eine neue auf das neue System angepasste Sicherungsanlage bekommen. Künftig ist er also mit einer Halbschranke gesichert. Um diese Maßnahme hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben, weil er bislang unbeschrankt gewesen ist. Nach einem Unfall im September 2017 hatten einige Peißenberger so lange protestiert, bis zugesichert wurde, dass auch dieser Bahnübergang eine Halbschranke bekommen soll. Abgerüstet wird diesbezüglich an der Sulzer Straße. Dort soll die Vollschranke von einer neuen Halbschranke ersetzt werden.

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Einer der drei Bahnübergänge sei immer geöffnet

Auch wenn die verschiedenen Bahnübergänge immer wieder gesperrt sind, achtet die „Deutsche Bahn AG“ darauf, dass Autofahrer immer einen der Bahnübergänge überqueren können. „Es wird immer gewährleistet, dass einer der drei Bahnübergänge geöffnet ist“, teilt ein Bahnsprecher mit.

Auch der Bahnübergang an der Ludwigstraße in Peißenberg Nord ist derzeit gesperrt. Er wird erst am 9. September wieder freigegeben.

Am kommenden Donnerstag, wenn der Bahnübergang an der Forster Straße wieder gesperrt ist, soll der an der Sulzer Straße für den Verkehr freigegeben werden. Der Bahnübergang an der Ludwigstraße soll am 9. September wieder für den Verkehr geöffnet werden. Mit allen Bauarbeiten bis auf die an den Bahnübergängen liege die Bahn voll im Zeitplan, so der Bahnsprecher. Aber auch die Verzögerung an den Bahnübergangen führe nicht dazu, dass der angepeilte Termin der Öffnung der Bahnstrecke am 9. September nicht gehalten werden könne. Die Signale und Weichen dazu werden dann nicht mehr von Hand vom Fahrdienstleiter in Peißenberg gestellt, sondern von der regionalen Bedienzentrale in Weilheim aus. Dann gibt es keinen Fahrdienstleiter mehr am Peißenberger Bahnhof. Damit endet eine Ära in der Marktgemeinde.

kh

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