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In Peißenberg wird geprüft, ob sich ein „Pumptrack“ in der Marktgemeinde realisieren ließe. In Schongau gibt es bereits eine solche Anlage (Bild). 

Marktgemeinderat ist aufgeschlossen gegenüber neuem Projekt

Peißenberg: „Pumptrack“ nimmt erste Hürde

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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In Füssen soll er eine Attraktion sein – und womöglich wird es bald auch auf der Alten Bergehalde einen „Pumptrack“ geben, der zum Beispiel von BMX-Fahrern genutzt werden kann. Zumindest beauftragte der Marktrat die Rathausverwaltung damit, die Machbarkeit eines Anlagenbaus zu überprüfen.

Peißenberg – Die Besucherplätze waren in der jüngsten Marktratssitzung voll besetzt. Dafür sorgte ein gutes Dutzend Mitglieder des Motorsportclubs (MC) Peißenberg. Deren Intention war klar: Lobbyarbeit betreiben für den Bau eines „Pumptracks“ auf der Alten Bergehalde. Die MC-Mitglieder dürften den Sitzungssaal halbwegs zufrieden verlassen haben. Zwar wurde vom Marktrat noch kein Bau des „Pumptracks“ beschlossen, sondern der entsprechende Antrag der Fraktion der „Peißenberger Liste“ formal nur angenommen. Aber das Projekt wurde vom Gremium generell positiv bewertet. „Ich bin grundsätzlich dafür – solange ich da nicht selbst fahren muss“, erklärte Georg Hutter (CSU/Parteilose) in der Debatte schmunzelnd. Lediglich die Frage des späteren Unterhalts müsse klar geregelt werden: „Das ist ganz wichtig“, so Hutter.

MC-Trainer: Pumptrack „zieht wahnsinnig viele Kinder und Jugendliche an“ 

Bürgermeisterin Manuela Vanni konstatierte, dass es sich im Falle eines Anlagenbaus um eine gemeindliche Einrichtung handeln würde – ähnlich wie die Skaterbahn auf der Neuen Bergehalde. Auf Nachfrage von SPD-Fraktionschef Robert Halbritter („Grundsätzlich ist das eine tolle Sache“) versicherte die Rathauschefin, dass die Verwaltung erst einmal klären wird, ob und wie sich der „Pumptrack“ in die Neugestaltungspläne für die Alte Bergehalde integrieren lässt. „Es geht jetzt nur um die Planung. Es wird geschaut, passt er rein oder nicht“, so die Bürgermeisterin. Von der Rathausverwaltung kommen aber bereits positive Signale – auch wenn noch keine Kostenschätzung vorliegt oder eine mögliche staatliche Förderung abgeklopft wurde. 

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Markus Huber, beim MC Fahrer und Trainer, sprach am Rande der Marktratssitzung von rund 100 000 Euro Baukosten – allerdings würde die Summe von der Größe der Anlage abhängen. Vom freizeittechnischen Nutzen eines „Pumptracks“ ist Huber überzeugt: „Der zieht wahnsinnig viele Kinder und Jugendliche an. Füssen ist das beste Beispiel.“ Dort wurde mit EU-Mitteln ein „Pumptrack“ und ein Skaterpark errichtet. Ähnliches könnte sich eventuell auch in Peißenberg entwickeln lassen.

Matthias Reichhart (Bürgervereinigung) schlug jedenfalls vor, den bestehenden Skaterplatz mit dem „Pumptrack“ zu kombinieren und zu einer großen Sport- und Freizeitanlage mit Nähe zum neuen Jugendzentrum zu verbinden. Überlegungen, den Skaterplatz auf die Alte Bergehalde zu verlagern, habe es ohnehin schon einmal gegeben.

Nichts mit dem möglichen „Pumptrack“-Bau hat übrigens die vom Marktrat mehrheitlich beschlossene Rodung einer nördlichen Teilfläche auf der Alten Bergehalde zu tun. Der „Pumptrack“, so bestätigte Vanni auf Nachfrage, würde im Bedarfsfall an anderer Stelle realisiert.

Was ist ein Pumptrack? 

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