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Sorgten für Liegebänke: (hinter der Lehne v.l.) Ulrich Pech, Roman Bals und Jürgen Forstner mit Sponsoren und Arbeitern. 

Bänke entstanden in Gemeinschaftsaktion 

Rundblick im Liegen genießen: Besondere Bänke auf der Neuen Bergehalde in Peißenberg

In der Sonne liegen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Das ist seit kurzem auf den fünf Liegebänken möglich, die gesponsert von Peißenberger Gewerbetreibenden auf der Neuen Bergehalde aufgestellt wurden.

Peißenberg – Bei klarer Witterung gibt es in Peißenberg wohl kaum einen schöneren Platz als auf der Neuen Bergehalde. Der Blick in die Alpenkette ist einfach nur traumhaft. Und seit kurzem wird die Aufenthaltsqualität noch zusätzlich gesteigert. Vergangene Woche hat der Bauhof nämlich fünf Liegebänke aufgestellt – unter anderem am Kohlenweiher, an der Streuobstwiese und ganz oben auf dem „Gipfel“ unweit der Knappengedächtniskapelle. 

Zusammengeschraubt wurden die robusten Lärchenholzbänke im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion von den beiden Zimmereibetrieben „Ressler“ und „Palmberger“. Adalbert „Alpi“ Staltmayr steuerte den Fundamentbeton bei und Metallbauer Rainer Hoffmann sorgte für die Halterungen. „Das war ein mustergültiges Zusammenspiel und ein Beispiel dafür, wie einfach die Dinge laufen können“, konstatierte Jürgen Forstner bei der offiziellen Einweihung der Liegebänke. Der Gemeinderat (früher Bürgervereinigung, jetzt bei den Freien Wählern) hat die Arbeiten mitkoordiniert und den Kontakt zu den Handwerksfirmen hergestellt. Große Überzeugungsarbeit musste Forstner nicht leisten: „Wenn es darauf ankommt, dann hält das Peißenberger Gewerbe zusammen.“

Initiiert  wurden die Liegebänke 2018 im Gemeinderat – von der Bürgervereinigung

Initiiert wurde das Projekt „Liegebänke“ bereits im März 2018 im Gemeinderat – und zwar von der Bürgervereinigung. Das erwähnte auch Forstner beim Pressetermin auf der Neuen Bergehalde ausdrücklich – trotz seines inzwischen vollzogenen Wechsels zu den Freien Wählern. Zum Rückblick: Gegen den damaligen Fraktionsantrag der Bürgervereinigung wurden von Seiten der Rathausverwaltung zunächst Bedenken angemeldet. Immerhin, so hieß es, würden pro Bank Kosten in Höhe von bis zu 1500 Euro fällig. Die Bänke könnten eventuell über Sponsoring finanziert werden. Wie in einer Protokollnotiz zu einer Bauausschusssitzung vermerkt wurde, sei die Angelegenheit allerdings „schwierig“, weil die Rathausspitze mit örtlichen Gewerbetreibenden bereits wegen dem 100-jährigen Marktjubiläum hinsichtlich einer Geldgeberschaft in Kontakt stehe.

Die damalige Debatte im Marktrat verfolgte von den Besucherbänken aus auch Ulrich Pech (Sachverständigenbüro Thalmaier, Pech und Mansfeld). Er und seine Gattin Danijela (Immobilien Glück und Partner) erklärten sich schnell bereit, die Kosten für zwei Bänke zu übernehmen. Das Projekt nahm seinen Lauf. Forstner holte die Handwerksbetriebe mit ins Boot und mit dem Möbelhaus „Palmberger“ und den bereits genannten Zimmereien „Palmberger“ wurden drei weite „Liegebank-Paten“ gefunden. Die Kosten pro Exemplar lagen letztendlich bei 900 Euro.

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Knappenverein musste von Standort überzeugt werden

Die Standorte für die Liegebänke wurden bei einer Ortsbegehung festgelegt. Dabei musste vor allem der Knappenverein überzeugt werden. Die Knappengedächtniskapelle und deren Umfeld ist für den Traditionsverein quasi sakrosankt. „Die Knappen haben Angst vor noch mehr Vandalismus. Ich kann das auch verstehen“, betont Forstner. Am Ende habe man jedoch einen guten Kompromiss gefunden und die fünf Liegebänke entlang der Rundwegschleife auf der Bergehalde verteilt. Die Liegebank auf dem „Gipfel“ steht gut 50 Meter weg von der Knappengedächtniskapelle – mit traumhafter Blickrichtung zum Jochberg.

jep

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