Auf der Alten Bergehalde hätte ein Teilstück gerodet werden sollen. 

Peißenberg: Schonfrist für Bäume

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Die vom Marktrat beschlossene Rodung einer Teilfläche auf der Alten Bergehalde wurde abgeblasen – zumindest vorerst. Die Sache hat einen formalen Haken. 

Peißenberg – Die vom Marktrat unlängst beschlossene Rodung einer Teilfläche am nördlichen Ende der Alten Bergehalde wurde abgeblasen – zumindest vorerst. Das gab Bürgermeisterin Manuela Vanni am Montagabend im Bauausschuss bekannt. Eigentlich sollten die Arbeiten noch im Februar über die Bühne gehen – vor der im März beginnenden Vogelbrutschutzzeit. Doch die Sache hat einen „formalen“ Haken: Der Marktrat hat den Bebauungsplan samt Grünordnungsplan für die Neugestaltung der Alten Bergehalde als Freizeitgelände noch nicht beschlossen. Das soll erst in der Sitzung am 19. Februar passieren. Vanni erklärte im Bauausschuss, dass im Landratsamt eine Partei nachgefragt habe, ob die Rodung rechtens wäre, wenn der Bebauungsplan vom Marktrat abgelehnt werden würde.


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Um welche Partei es sich handelt, verriet die Rathauschefin im Ausschuss nicht – auch nicht einen Tag später auf Nachfrage der Heimatzeitung. Jedenfalls stoppte die Rathauschefin den Rodungsauftrag. In Wahlkampfzeiten müsse man vorsichtig agieren, so Vanni. Im Falle eines positiven Beschlusses in der nächsten Ratssitzung wäre das Zeitfenster für die Rodungsarbeiten wiederum zu knapp bemessen, weil der Bauhof mit den Vorbereitungen für den Faschingsumzug beschäftigt sei. Auch die Witterung mit Wind und Regen sei für die Fällarbeiten nicht optimal. Und die im März beginnende Schutzzeit wolle man von Seiten der Gemeinde unbedingt einhalten: „Da möchten wir ein Vorbild für die privaten Waldbesitzer sein“, so Vanni.

Somit bleibt der Wald im nördlichen Teil der Alten Bergehalde mindestens bis Oktober stehen. Die geplanten Arbeiten betreffen eine Fläche von 2300 Quadratmetern auf der „Mittleren Ebene“ der Alten Bergehalde. Zudem soll an den Böschungen eine Fläche von 4600 Quadratmetern abgeholzt werden. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um „Hiebsmaßnahmen“, das heißt, der Wald soll dort wieder aufgeforstet werden.  

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