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Das passiert jetzt mit dem „Pumptrack“ auf der Sonnenstraße

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Von: Bernhard Jepsen

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Eine Buckelpiste: Die Sonnenstraße in Peißenberg zwischen St.-Barbara-Apotheke und Pestalozzistraße.
Eine regelrechte Buckelpiste: Die Sonnenstraße in Peißenberg zwischen St.-Barbara-Apotheke und Pestalozzistraße. © Jepsen

Die Sonnenstraße ist seit Jahren das Sorgenkind der Marktgemeinde. Die Fahrbahn gleicht inzwischen einer Buckelpiste. Die Rathausverwaltung peilt nun eine Sanierung an.

Peißenberg – Als die Sonnenstraße vor über 30 Jahren umgebaut wurde, galt das Projekt als großer Wurf. Vor allem durch die Pflasterung zwischen St.-Barbara-Kirche und Pestalozzistraße sollte die optische Gestaltung aufgewertet werden – was auch gelang. Doch relativ schnell trat Ernüchterung ein: Das Kopfsteinpflaster produzierte Verkehrslärm und schnell bildeten sich die ersten Wannen und Kuhlen.

Zwar wurde später noch einmal nachgebessert, indem die ebenfalls gepflasterten und lauten Bremsrampen Richtung Schongauer Straße zurückgebaut wurden. Aber sonst wurde der Zustand der Straße mehr oder weniger so belassen. Der Grund: Bei größeren Eingriffen – wie zum Beispiel bei einer Entfernung der Pflastersteine – wäre die Gemeinde Gefahr gelaufen, die damals für den Umbau bewilligten Fördergelder zurückzahlen zu müssen.

Sonnenstraße ist in Peißenberg viel befahren

Für die Zuschüsse galt eine Bindungsfrist. Die ist zwar längst abgelaufen, doch die Gemeinde muss in den nächsten Jahren ein Investitionsprogramm im zweistelligen Millionenbereich abarbeiten (z.B. Feuerwehrhaus und Hochwasserschutz). Weitere Großprojekte sind da finanziell eher schwierig oder gar nicht mehr möglich.

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In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses beklagte Stefan Rießenberger (Bürgervereinigung; BV), dass die Autos durch die Sonnenstraße nur noch „durcheiern“. Die Löcher auf der Fahrbahn seien inzwischen bis zu 20 Zentimeter tief. Das sei nicht nur für den Autoverkehr gefährlich, sondern ebenso für die überquerenden Fußgänger.

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„Auch wenn unsere finanzielle Lage nicht gut aussieht, aber die Sonnenstraße ist eine der meistbefahrenen Straßen in Peißenberg“, betonte der BV-Fraktionssprecher den Handlungsbedarf: „Wir müssen da zeitnah was machen. Noch einen Winter können wir die Straße so nicht lassen.“ Matthias Bichlmayr (Grüne) schloss sich der Meinung an: „Die Sonnenstraße ist mittlerweile unser zweiter Pumptrack in Peißenberg.“

Problem an der Sonnenstraße ist die Betonschicht

Bürgermeister Frank Zellner (CSU) verwies im Ausschuss darauf, dass das personell unterbesetzte, gemeindliche Bauamt im Bereich „Tiefbau“ Verstärkung erhalten habe. Der neue Mitarbeiter (gemeint ist Stefan Maar; Anm. d. Red.) habe Anfang Mai seine Arbeit aufgenommen. „Eines der Projekte, die bereits auf seinem Schreibtisch liegen, ist die Sonnenstraße“, so Zellner: „Ich bin guter Dinge, dass wir da zeitnah weiterkommen.“

Auch Tiefbauamts-Chef Thomas Schamper ist mit der Angelegenheit beschäftigt. Auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärt er, dass das Problem in der Sonnenstraße die Betonschicht unter der Fahrbahn sei. „Dadurch kann das Wasser nicht richtig ablaufen, wodurch Setzungen entstehen.“ Schamper hat bereits ein grobes Sanierungskonzept in der Schublade. Nächsten Mittwoch möchte er es im Gemeinderat öffentlich vorstellen. Man wolle sich an die beste Sanierungslösung „herantasten“. Der Marktrat müsse dann eine endgültige Entscheidung treffen.

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