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„Rigi-Rutsch’n“ wollen „Stollensauna“ anbieten — Um die Vergangenheit von Peißenberg zu ehren

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Von: Kathrin Hauser

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Wurde in den vergangenen Wochen komplett saniert und wird diese Tage wieder eröffnet: Die Blockhaussauna in der „Rigi-Rutsch’n“.
Wurde in den vergangenen Wochen komplett saniert und wird diese Tage wieder eröffnet: Die Blockhaussauna in der „Rigi-Rutsch’n“. © EMANUEL GRONAU

Die Sauna in der „Rigi-Rutsch’n“ wird auf Vordermann gebracht: Drei Saunen werden saniert, umgebaut oder erweitert. Dabei erledigen die Mitarbeiter des Gesundheits- und Bäderparks vieles selber.

Peißenberg – Es war eine traurige Nachricht für alle Freunde der Sauna in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ gewesen: Anfang des Jahres 2017 beschloss der Verwaltungsrat der Gemeindewerke Peißenberg, dass die Sauna nach der Wintersaison 2017/2018 aus Kostengründen für immer geschlossen werden sollte. Dabei war erst im November 2015 die neue Blockhaussauna für rund 670 000 Euro eröffnet worden.

Nachdem es wenig später in der „Rigi-Rutsch’n“ gebrannt hatte und nach einigem Hin und Her, fiel der Beschluss, die Sauna für immer zu schließen. Doch dann erhielt die neue Vorständin der Gemeindewerke, Ingrid Haberl, vom Verwaltungsrat freie Hand, was die Zukunft der Sauna betraf, und sie entschied: Die Sauna bleibt geöffnet – und künftig sogar das ganze Jahr über.

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„Rigi-Rutsch‘n“: Blockhaussauna bereits auf Vordermann

Haberl verlässt die Gemeindewerke im August. Als eines der letzten Projekte in ihrer Amtszeit wurde auf den Weg gebracht, dass der Saunabereich saniert und umgestaltet wird. Die Blockhaussauna ist bereits auf Vordermann gebracht. Diese war seit einigen Wochen geschlossen, weil beim Bau keine Dampfsperre eingebaut worden war, weshalb das Holz immer feuchter wurde und zu faulen begann. „Die Balken wurden immer dunkler und sind durchgefault“, sagt der Schwimmmeister und Leiter des Badebetriebs in der „Rigi-Rutsch’n“, Johannes Meyer.

Eine größere Sanierung sei notwendig geworden, die aber zum Glück noch ein Garantiefall gewesen sei. „Das Dach musste abgebaut und alle Balken mussten ausgetauscht werden“, sagt Meyer. In diesem Zuge seien auch im Innenraum neue Bretter angebracht worden.

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Die Arbeiten in der Blockhaussauna sind so gut wie abgeschlossen. „Am 8. August können wir wieder in den Vollbetrieb wechseln“, sagt Meyer. Wobei in den Sommermonaten, wenn es heiß und sonnig sei, ohnehin nie alle Saunen aufgeheizt würden, erläutert der Schwimmmeister. Das sei schon vor der Energieknappheit so gewesen und das bleibe auch so. Nur an kalten und regnerischen Tagen sei das anders. Abgesehen davon seien noch keine weiteren Einschränkungen geplant.

Allerdings geht es dann am 6. September weiter mit der Umgestaltung. Dann wird die Sauna, die bislang als Biosauna genutzt wurde, zu einer Erlebnissauna umgebaut: „Wir wollen eine Stollensauna anbieten, die rund 20 Plätze hat“, sagt der Schwimmmeister.

Schwimmmeister Hannes Meyer und seine Kollegen erledigen vieles selber.
Schwimmmeister Hannes Meyer und seine Kollegen erledigen vieles selber. © EMANUEL GRONAU

„Rigi-Rutsch‘n“: Abschiedsgeschenk für Ingrid Haberl

Bei deren Gestaltung solle Peißenbergs Vergangenheit als Bergbauort zur Geltung kommen. „Wir werden diese Sauna Stollen-mäßig gestalten“, sagt Meyer. Auch hierbei werde vieles in Eigenregie geleistet. „Die ganzen Vorarbeiten übernehmen wir“, sagt der Leiter des Badebetriebs. Der Umbau und die Neugestaltung dieses Bereichs in eine Stollensauna daure voraussichtlich sechs bis acht Wochen.

Zwischen der Wiedereröffnung der Blockhaussauna und dem Beginn der Umbauarbeiten zur Erlebnissauna wird die finnische Sauna zur Biosauna umgerüstet, die dann bis zu 14 Saunagästen Platz bieten soll. Was sich heuer bereits bewährt hat, ist der Eisbrunnen neben dem Tauchbecken. „Dass es richtiges Eis gibt, kommt sehr gut an“, sagt Meyer.

Dass die Mitarbeiter der „Rigi-Rutsch’n“ viele Arbeiten selber übernehmen, sei auch ein Abschiedsgeschenk an die scheidende Vorständin Ingrid Haberl, sagt Meyer. Haberl sei es schon länger ein Anliegen gewesen, den Saunabereich rundum auf Vordermann zu bringen. Nun sei in dieser Hinsicht bereits vieles erledigt, anderes auf den Weg gebracht. „Damit die Sauna mindestens die nächsten 40 Jahre laufen kann“, sagt Meyer.

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