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Das Max-Biller-Haus wird in naher Zukunft Heimat des TSV Peißenberg.

Sportverein darf Räume unentgeltlich nutzen

TSV zieht ins Max-Biller-Haus 

Für den TSV Peißenberg heißt es bald Umzugskisten packen. Der Sportverein wird seine Geschäftsstelle an die Schongauer Straße verlagern. 

Peißenberg – Was soll mit den ehemaligen Büroräumen der Volkshochschule (VHS) im Max-Biller-Haus geschehen? Das war die Frage, die sich für die Gemeinde seit 2017 stellte. Damals zog die VHS ins benachbarte Rigi-Center um. Doch die Suche nach einer Nachnutzung gestaltete sich schwierig. Die Gemeindebücherei hätte zwar dringenden Platzbedarf, allerdings ist die Raumaufteilung dafür nicht optimal. Die Bücherei ist im Südflügel des Max-Biller-Hauses untergebracht, die ehemaligen VHS-Räume liegen hingegen im nördlichen Altbaukomplex. „Durch die räumliche Trennung hätte die Bücherei zusätzliches Personal zur Aufsicht einstellen müssen“, erklärte Bürgermeisterin Manuela Vanni in der jüngsten Marktratssitzung. Doch nun hat man eine andere Lösung gefunden. Der Marktrat stimmte mit breiter Mehrheit dafür, dem TSV Peißenberg die leer stehenden, rund 90 Quadratmeter großen Büroräume zu überlassen – und zwar unentgeltlich.

Einzug des Sportvereins vermutlich im Spätherbst

Der Sportverein wird demnach mit seiner Geschäftsstelle ins Max-Biller-Haus einziehen – „vermutlich im Spätherbst“, wie Marktrat und TSV-Präsident Stefan Rießenberger auf Nachfrage der Heimatzeitung mitteilt. Das langjährige Domizil in der Werdenfelser Straße ist längst zu klein geworden, und die Kellerräume sind auch nicht sonderlich repräsentativ. „Es gibt dort keine räumliche Trennung zwischen dem Parteienverkehr und der normalen Vereinsarbeit. Und bei Sitzungen haben nur maximal acht Personen Platz“, so Rießenberger. 

Auch die Parkplatzsituation sei sehr beengt. Im Max-Biller-Haus wolle der Verein zudem die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle erweitern. Die Lage in der Ortsmitte sei alles in allem optimal. So könne man im benachbarten Bürgerhaus – dessen offizielle Eröffnung ist für den 28. September geplant – Abteilungssitzungen und andere TSV-Aktivitäten stattfinden lassen: „Der große Saal bietet dort Platz für rund 80 Personen“, erklärt Rießenberger.

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Kritik an unentgeltlicher Lösung 

Gegen die unentgeltliche Überlassung der Räume an den TSV stimmte unter anderem Klaus Geldsetzer: „Ich habe ein arges Problem damit. Was machen wir denn, wenn der nächste Verein kommt?“, so der SPD-Gemeinderat. Bürgermeisterin und Marktkämmerer Michael Liedl verwiesen jedoch darauf, dass der TSV keine Sonderregelung erhalten würde. Auch bei anderen Vereinen zeige man sich großzügig. Dem Trachtenverein „Markt Peißenberg“ sei zum Beispiel ein Grundstück im Rahmen günstiger Erbbaurechtskonditionen zur Verfügung gestellt worden. „Auch die VHS hat die Räume im Max-Biller-Haus unentgeltlich genutzt“, so Liedl. „Das passt schon so“, stieß Gemeinderat und Liederkranz-Orchester-Vereinsvorsitzender Jürgen Forstner ins gleiche Horn: „Wir tragen als Verein im Musikhaus am Tiefstollen nicht mal die Nebenkosten.“

Von Bernhard Jepsen

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