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Peißenberger Gemeindewerke: Vollgas ins Gasgeschäft

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Von: Kathrin Hauser

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Vier für die neue GmbH: v.l. Richard Krüger, Reinhard Otto, Ingrid Haberl und Peter Reinermann erläutern die Neuerungen. Rechts die Journalisten Kathrin Hauser und Bernhard Jepsen. © Gronau

Es steht fest: Die Peißenberger Gemeindewerke steigen ins Gasgeschäft ein. Zunächst geht es nur um das Gasnetz in der Marktgemeinde, doch das könnte sich ändern.

Peißenberg – Die Pläne, das Geschäftsfeld der Peißenberger Gemeindewerke Richtung Gas auszuweiten, bestehen schon eine Weile. Jetzt wird aus den Plänen Wirklichkeit. Am 13. Dezember sind die Verträge beim Notar unterschrieben worden. Damit war die „Peißenberger Gasnetz GmbH“ aus der Taufe gehoben (wir berichteten). Die Gemeindewerke kooperieren dabei mit „Energienetze Bayern GmbH & Co. KG“ (ENB). „Wir haben gedacht, es passt gut zu uns, auf Gas zu erweitern“, sagte die Chefin der Gemeindewerke, Ingrid Haberl, bei einem Pressetermin, bei dem die Hintergründe der Gründung der „Gasnetz GmbH“ erläutert wurden.

Günther Forster, der Vorgänger Haberls, hatte sich schon im Jahr 2016, als turnusmäßig die Konzession für das Peißenberger Gasnetz auslief, um die Gaskonzession für die Marktgemeinde beworben. Mit ins Rennen ging auch die Netzgesellschaft im Unternehmensverbund der „Energie Südbayern“, ENB, der bislang die Peißenberger Konzession alleine gehörte.

Betrieb wird zum 1. Januar aufgenommen

„Wir haben uns ein paar Mal getroffen und uns überlegt, dass wir das in Kooperation gut lösen können“, sagte Haberl bei dem Termin, bei dem auch ihr Stellvertreter, Richard Krüger, sowie der stellvertretende ENB-Betriebsleiter für den Bereich Weilheim, Peter Reinermann, und Reinhard Otto, der bei der ENB für die Netzvertriebsorganisation und -steuerung zuständig ist, waren. Künftig haben er und Krüger noch ein weiteres Aufgabenfeld, denn sie sind die Geschäftsführer der neuen „Gasnetz GmbH“, die zum 1. Januar ihren Betrieb aufnimmt.

ENB halten 50 Prozent der Anteile an der Netzgesellschaft und die Gemeindewerke ebenfalls 50 Prozent, wobei Sitz der neuen Gesellschaft Peißenberg ist. Die ENB haben bereits Erfahrung mit Kommunen und Kommunalunternehmen, die wieder Netzkonzessionen kaufen, da immer mehr Gemeinden diesen Weg gehen. „Deswegen war alles sehr gut vorstrukturiert“, sagte Haberl. Zu der Kooperation hätten sich die Partner entschlossen, weil so beide Bewerber voneinander profitieren könnten und mit im Boot seien. „Man kann sich aussuchen, ob man riskiert, gar nicht dabei zu sein, oder ob man zusammenarbeitet“, sagte Haberl.

Einstieg ins Gasgeschäft sei attraktiv

Der Entschluss, sich wieder in das örtliche Gasnetz einzukaufen und eine GmbH zu gründen, ist erst der erste Schritt in diese Richtung: „Es ist relativ sicher, dass wir auch wieder in den Gasvertrieb einsteigen“, sagte Haberl. Der Einstieg ins Gasgeschäft sei für das KU attraktiv, weil die Verantwortlichen so bei Entscheidungen mitreden könnten, zudem spiele auch der finanzielle Aspekt eine Rolle: „Es lässt sich Geld verdienen“, so Harberl. Außerdem sei das Gasnetz ein klassisches Geschäftsfeld für Kommunen und die Versorgung dieses Bereiches richte sich nicht ausschließlich nach dem freien Markt. In Peißenberg sind die Gas-Versorgungsleitungen insgesamt 36 Kilometer lang, es gibt rund 1400 Hausanschlüsse, die mit Leitungen von 20 Kilometern Länge versorgt werden. Doch dabei soll es nicht bleiben: „Es ist geplant, nachzuverdichten“, sagte Haberl.

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