Peißenberger Bauhof-Verwaltung

Jetzt soll es ein eigenes Gebäude sein

In nichtöffentlicher Sitzung hat  sich der  Marktrat gegen eine Nutzung von Wohnblöcken für die Bauhof-Verwaltung entschieden. Jetzt wird ein Neubau geplant.

Peißenberg– Die Planungen für die notwendige Sanierung des Peißenberger Bauhofs kommen mit kleinen Schritten voran. Wie berichtet, wollte der Marktgemeinderat in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung eine „Grundsatzentscheidung“ treffen. Und was wurde nun hinter verschlossenen Türen besiegelt? Nach Auskunft von Bürgermeisterin Manuela Vanni war sich der Marktrat darüber einig, dass der kommunale Bauhof definitiv im Bestand saniert wird, die Einrichtung also am Standort an der Forster Straße bleibt. Auch die räumliche Trennung von kommunalem und gemeindewerkseigenem Bauhof soll trotz wirtschaftlicher Bedenken der Werke vollzogen werden: „Das ist nach wie vor der Plan“, so die Rathauschefin.

Das Kommunalunternehmen muss sich demnach nach einem Ersatzquartier umschauen. Das Gelände an der Kläranlage am Ammerweg wurde zwar im Rathaus als Alternative ins Spiel gebracht, soll aber dem Vernehmen nach von den Werken bereits als „weniger geeignet“ eingestuft worden sein. Und was wurde in geheimer Sitzung sonst noch zur Bauhofsanierung diskutiert? Laut Vanni soll das Wohnhaus an der Forster Straße 17a nun doch nicht als Unterkunft für die Bauhofbüros und die Sozialräume der Mitarbeiter genutzt werden. Stattdessen peilt man einen Holzständerneubau auf der als Lagerplatz dienenden Freifläche zwischen Möbelhaus „Palmberger“ und den beiden Wohnblocks an der Forster Straße (17a und 17) an. Kostenmäßig, so Vanni, würde ein Neubau nicht teurer kommen als der Umbau des Wohngebäudes (17a): „Man bräuchte zum Beispiel eine neue Elektrik – das alles wäre ein Risiko.“

In seiner Februarsitzung soll der Bauausschuss einen Vorbescheids-Antrag absegnen, der dann im Landratsamt eingereicht wird. Das Antragsverfahren soll sich laut Vanni auf das gesamte Bauhofgelände beziehen und unter anderem klären, ob die immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden können. Letztlich geht es also um die Frage, ob auf dem Bauhofgelände überhaupt umgebaut werden darf. Dass die Gemeinde nun auf einen Neubau für das Verwaltungsgebäude setzt, dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass man keine Ersatzwohnungen für die Mieter an der Forster Straße 17 a zur Verfügung hat – selbiges gilt für die benachbarte Obdachlosenunterkunft (17). Letztere soll vorerst nicht abgerissen werden, „sondern erst dann, wenn wir tatsächlich Ersatz haben“, erklärt Vanni: „Aber das ist schwierig.“ Optional, so die Rathauschefin, könnte das Grundstück, auf dem die beiden Wohnblocks stehen, irgendwann einmal als „Erweiterungsfläche“ für den Bauhof dienen.

Zunächst aber steht die Sanierung und prioritär das neue Verwaltungsgebäude auf der Agenda. Wann der Baubeginn dafür sein wird? „So schnell wie möglich“, antwortet Vanni, ohne sich dabei auf einen konkreten Zeitplan einlassen zu wollen.

Bernhard Jepsen

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