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Eine traditionelle Kaffee-Ecke mit Sitzkissen am Boden, in der sich die Männer- und Frauenrunden alle zwei Stunden abwechselten, gab es auch auf der „Kermes“. 

Peißenberger Moschee

„Hosgelediniz“ auf dem Sommerfest“

Der türkisch-islamische Verein  Peißenberg hatte zur zweiten „Kermes“ eingeladen. Allerdings kamen nur wenige deutsche Besucher.  

Peißenberg - „Wir hatten alle Gemeinderäte informiert“, so Manuela Vanni auf dem zweiten Sommerfest der türkisch-islamischen Gemeinde, das sie am Sonntag zum Mittagessen besucht hatte. Sie fand es schade, dass nicht mehr deutsche Peißenberger das Fest besuchten. Sie benötigten am Vormittag gerade mal eine Bierbank. Wenn der Verein wieder mit „Hosgelediniz Türk-Aleman Kermesine – Willkommen zum deutsch-türkischen Sommerfest“ einlädt, hofft Harun Gök von der Vorstandschaft, „ist das Fest schon bekannter und es werden vielleicht mehr Besucher kommen.“ Marktrat Rudi Mach stimmte der Bürgermeisterin zu. Er verstehe es gar nicht, wo doch das Essen sehr gut sei. Das sei für ihn wichtig: „Wenn’s nicht schmecken würde, wäre ich ja nicht zum Essen gekommen“, so Mach, der Döner und Mokka genoss.

Mit der Verständigung haben die türkischen Bürger kein Problem, die in Peißenberg inzwischen in der vierten Generation leben und laut Vanni mit 400 Bürgern die größte Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund bilden – vor den Italienern mit gut 100 Bürgern. Der Mann am Dönerstand fragte „mit allem?“ – und wünschte anschließend „An guad’n!“.

Die wenigen deutschen Gäste wurden von Mert Gök, der in München Anglistik studiert, auf Deutsch begrüßt. Unter ihnen war auch ein Ehepaar, das begeistert ist von der türkischen Kultur und schon fünf Mal die Türkei besucht hat. Die Menschen dort seien sehr freundlich und hilfsbreit, so der Mann mittleren Alters, der nicht namentlich genannt werden wollte – und auch zur Situation in der Türkei nichts sagte. Überhaupt war Politik kein Thema auf der „Kermes“, wie das Sommerfest auf türkisch heißt.

Das Essen – das vom Vorspeisenbuffet über Lahmacun, Köfte, Adana Kebab bis zu Süßigkeiten, türkischem Tee und Mokka reichte – war aber nicht alles. Der Verein nutzte das Sommerfest auch, um den Kindern, die den Koranunterricht in der Moschee besucht hatten, ihre Abschlusszeugnisse zu überreichen. Unter Applaus nahmen sie diese in Empfang, und als anschließend die türkische Nationalhymne gespielt wurde, erhoben sich alle von den Plätzen.

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