Im vergangenen Jahr waren die Becken im Sommer immer bestens gefüllt – hier eine Aufnahme vom Gesundheitstag im Juli. Ob das Freibad heuer wieder öffnen kann, ist derzeit unklar. 

Peißenberger „Rigi-Rutsch‘n“ wäre startklar

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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2016 war der Großbrand im Betriebsgebäude schuld daran, dass die Badesaison in der Rigi-Rutsch´n komplett ins Wasser fiel. Heuer steht das sommerliche Planschvergnügen wieder auf der Kippe. Ob die Gemeindewerke das Freibad öffnen dürfen, hängt von der Entwicklung der Corona-Krise ab.

Peißenberg – Momentan finden in der „Rigi-Rutsch‘n“ die für diese Jahreszeit üblichen Revisionsarbeiten statt. Nach den Wintermonaten wird das Bad für die Sommersaison fit gemacht. „Wir wären für Mitte Mai startbereit“, erklärt Ingrid Haberl auf Nachfrage der Heimatzeitung. Doch die Gemeindewerksleiterin benutzt ganz bewusst nur den Konjunktiv.

Ob das Freibad wirklich schon zum vor Monaten geplanten Termin öffnen kann, ist aufgrund der Corona-Pandemie eher unwahrscheinlich. Derzeit gilt die Anordnung, dass alle öffentlichen Einrichtungen bis mindestens 4. Mai geschlossen bleiben müssen.

„Wir werden wohl nicht regulär am 15. Mai starten können“, glaubt Haberl – und verweist auf die politischen Entscheidungen: „Wir sind davon abhängig, was wir dürfen.“ Denkbar wäre beispielsweise, das Bad verbunden mit Auflagen zu einem späteren Termin zu öffnen. Allerdings könne auch der Worst-Case eintreten: „Wenn wir Pech haben“, so Haberl, „dann geht heuer nichts.“ Der Ausfall der Badesaison würde die defizitäre „Rigi-Rutsch´n“ hart treffen. Die Einnahmen würden komplett wegbrechen.

Die Gemeindewerke seien jederzeit bereit, einen „Mehraufwand“ zu leisten, um die Badesaison zu retten: „Wir sind da ziemlich flexibel“, betont Haberl. Der mögliche Maßnahmenkatalog reicht von verstärkten Hygieneregeln über mehr Aufsichtspersonal bis hin zu Besucherbeschränkungen: „Es macht einen Unterschied, ob im Innenbecken fünf Saunagäste schwimmen oder draußen im Juli bei 30 Grad 2000 Leute im Bad sind“, so Haberl. Was ein bisschen Hoffnung macht: Die Ansteckungsgefahr im Wasser ist aufgrund der Chlorkonzentration eher gering. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten zumindest darauf hin, dass Viren durch das Chlor vollständig abgetötet werden. Bleibt das Problem der sozialen Distanzierung außerhalb der Becken – vor allem im Umkleide- und Sanitärbereich. Haberl ist dennoch optimistisch, was die Sommersaison 2020 anbelangt.

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