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Noch ist Anna Franz Schülerin des Weilheimer Gymnasiums, bald schon besucht sie eine High-School in Texas.

Peißenbergerin bekommt Stipendium

„Ich freue mich auf die High-School“

Zehn Monate darf Anna Franz aus Peißenberg in den USA verbringen. Sie hat ein Stipendium erhalten.

Peißenberg – Irgendwie ist es ja jedes Jahr spannend, wenn das neue Schuljahr beginnt, doch für Anna Franz aus Peißenberg ist die Spannung heuer noch um einiges größer, als die Jahre zuvor: Die 15-jährige Schülerin, die bislang das Gymnasium in Weilheim besuchte, ist als Austauschschülerin für das „Parlamentarische Patenschafts- Programm“ (PPP) ausgewählt worden und darf für zehn Monate in die USA gehen, wo sie eine High-School in Frankston in Texas besuchen wird.

„Ich habe mich total gefreut, dass ich ausgewählt wurde“, sagt die Gymnasiastin: „Die Chancen waren so klein.“ Bis zu der Zusage, dass sie am PPP teilnehmen kann, hatte das Mädchen einige Gespräche zu führen und Auswahlrunden zu meistern. „Meine Mutter hatte in der Zeitung vom PPP gelesen, bei dem für jeden Bundestagswahlkreis ein Austauschschüler in die USA geschickt wird“, erzählt Anna Franz. Sie habe eine „relativ umfangreiche“ Online-Bewerbung abgeben müssen und sei zu einem ersten Bewerbungsgespräch eingeladen worden. Mit 19 anderen Bewerbern sei sie einen Tag lang in München gewesen, wo sie Gespräche in Gruppen und Einzelinterviews geführt habe. „Dann blieben noch vier übrig“, sagt die Peißenbergerin.

Schließlich seien dem für den Wahlkreis zuständigen Bundestagsabgeordneten Alexander Dobrindt noch drei Kandidaten vorgeschlagen worden, aus denen er dann sie ausgewählt habe, so Anna Franz.

Anfang August fliegt die Schülerin aus Peißenberg mit einem Zwischenstopp in Frankfurt in die USA. Es ist die erste Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika für die 15-Jährige und sie ist sehr gespannt, was sie in dem 1200-Seelen Ort Frankston und auf der High-School, die 200 Schüler besuchen, erwartet. Wo sie leben wird, steht allerdings schon fest: Sie wird bei Gasteltern wohnen, einem älteren Ehepaar, dessen Kinder bereits aus dem Haus sind.

„Am meisten freue ich mich auf den High-School-Besuch“, sagt Anna Franz, die schon die Tage bis zu ihrer Abreise zählt. Dass sie in den kommenden zehn Monaten sicher auch mit Heimweh zu kämpfen hat, damit rechnet die 15-Jährige jetzt schon – trotz all der Vorfreude: „Meine Freunde und meine Familie werde ich vermissen“, sagt sie. Aber heutzutage sei es ja nicht so schwierig, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Kathrin Hauser

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