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Hatten einen guten Draht zueinander: Starkoch Nelson Müller und die Peißenbergerin Pauline Rößle.

Peißenbergerin Pauline Rößle bei der „Küchenschlacht“

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Ihre Leidenschaft fürs Kochen hat Pauline Rößle schon als Kind entdeckt. Ihre Passion hat sie nun sogar ins Fernsehen geführt Ab Montag ist sie als Kandidatin in der „Küchenschlacht“ im ZDF zu sehen. Damit es spannend bleibt, darf die 19-Jährige allerdings nicht verraten, wie weit sie es gebracht hat.

Peißenberg – Mit sechs Jahren, in einem Alter, in dem die meisten Mädchen noch mit Puppenküchen spielen, hat Pauline Rößle angefangen zu kochen und im Laufe der Jahre ihre Kochkunst immer weiter verbessert: „Ich habe Kochkurse gemacht und bei meiner Oma und meiner Mutter über die Schulter geschaut“, erzählt die 19-Jährige, die aus Peißenberg stammt, derzeit aber hauptsächlich in München lebt.

Für Rößle ist Kochen kein Stress, sondern ein Ausgleich zum oft anstrengenden Alltag, den sie bis vor einem Jahr als Schülerin und inzwischen als Studentin eines dualen Studiums hat: „Wenn irgendetwas nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorstelle, koche ich.“

Zum ersten Mal vor Kameras gekocht

Irgendwann war die Peißenbergerin so gut, dass sie an Weihnachten die Aufgabe von ihrer Mutter übernommen hat, für die Familie ein Fünf-Gänge-Menü zuzubereiten. Auch hierbei lässt Pauline Rößle ihrer Kreativität freien Lauf. „Da lasse ich mir jedes Jahr etwas Neues einfallen“, sagt sie. Die 19-Jährige ist es also gewohnt zu kochen und dabei mit Stress umzugehen, doch was Pauline Rößle vor ein paar Wochen in Sachen „Kochkunst“ gemeistert hat, war auch für sie eine Premiere: Zum ersten Mal hat sie vor Kameras gekocht und die Ergebnisse anschließend von Starkoch Nelson Müller bewerten lassen.

Sie war Kandidatin bei der ZDF-Kochshow „Küchenschlacht“, bei der jede Woche sechs Hobbyköche gegeneinander antreten. Die einzelnen Sendungen wurden bereits in einem Studio in Hamburg aufgezeichnet. Jeden Tag musste einer der Kandidaten die Runde verlassen, bis schließlich ein Gewinner übrig blieb. Wie viele Tage sich Pauline eine Runde weitergekocht hat, darf sie noch nicht verraten, denn die jeweils 45 Minuten dauernden Sendungen werden erst in der kommenden Woche ausgestrahlt.

Die Idee, sich bei der „Küchenschlacht“ zu bewerben, hatte Rößle bereits im vergangenen Jahr, nachdem sie das Abitur in der Tasche hatte. Es sei kein Vorkochen notwendig gewesen, erzählt sie, sie habe nur einen ausführlichen Bewerbungsbogen ausfüllen müssen.

Auf diesen hin erhielt sie einen Anruf von einem Mitarbeiter der Produktionsfirma, der sich lange mit der Abiturientin unterhalten hat. Dann folgte die Einladung. Doch da hatte Pauline Rößle schon ihr duales Studium begonnen und keine Zeit für eine Kochshow. Im Sommer schließlich hat es nun geklappt. Pauline Rößle ist mit einer Begleitperson – sie hatte sich ihren Vater Thomas Rößle ausgesucht – nach Hamburg gefahren. Sie hatte viel Gepäck zu schleppen. „Ich hatte zehn verschiedene Outfits dabei“, erzählt die 19-Jährige. Es sei extrem darauf geachtet worden, wie die Kleidung im Fernsehen wirkt. Nicht mitbringen musste sie die Zutaten und Kochutensilien, diese wurden allesamt von der Produktionsfirma gestellt.

Die Kandidaten haben 35 Minuten Zeit für ihr Gericht

Vor den Aufzeichnungen ging es zunächst in die Maske, dann wurden Interviews mit den Kandidaten geführt, die aus verschiedenen Bundesländern kamen, schließlich wurden die Teilnehmer von ihrer Begleitperson ins Studio gebracht, wo sie verkabelt wurden und sich aufs Kochen vorbereiteten. „Das war etwas komplett Neues“, sagt Rößle. Die Hobbyköche hatten jeweils 35 Minuten Zeit, um die Gerichte zu kochen, die jeden Tag einem Motto folgen müssen.

Gestartet wird am Montag mit einem Leibgericht, es folgt für Dienstag eine Vorspeise, am Mittwoch gibt es immer wechselnde Mottos, donnerstags Hauptgerichte und Nachspeisen und das Freitagsmotto wird von den Moderatoren vorgegeben. „Beim Leibgericht habe ich Rinderfilet mit Fenchelrisotto gewählt“, sagt Pauline Rößle, die mit Abstand die Jüngste in der Runde war.

Mit Probeessern das Kochen und Reden trainiert

„Ich habe das mit meinen Probeessern trainiert“, sagt sie. Diese seien extra schon zum Kochen gekommen und hätten sie mit Fragen gelöchert. „Es ist schon nochmal was anderes, ob man während des Kochens spricht“, sagt die Peißenbergerin.

Gut vorbereitet wie sie war, sei sie dann auch ganz ruhig gewesen während der ersten Aufzeichnung: „Ich hätte das nicht erwartet, aber ich war total cool und locker.“ Erst als sie das fertige Leibgericht ihrem Juror vorgestellt hatte und auf dessen Bewertung wartete, sei die Aufregung gekommen. Schließlich gehören die Juroren und auch Nelson Müller, der in der Woche mit Pauline Rößle Juror war, allesamt zur Kochelite Deutschlands. Auch wenn Pauline Rößle weiß, wie sie sich bei der Küchenschlacht geschlagen hat, freut sie sich auf die kommende Woche: „Ich bin total gespannt auf die Sendung.“

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