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Die zehn Geehrten des Penzberger Gymnasiums mit (v.l.) Kunstlehrer Fabian Schleicher-Hofmeister und Englischlehrerin Nadja Kranz. 

Zur Zukunft Europas machten sich nun Schüler aus Penzberg und Peißenberg Gedanken

Schüler aus ganz Bayern, die am Wettbewerb „YOUrope – es geht um dich“ teilgenommen haben, mussten sich mit der Zukunft Europas auseinandersetzen. Dazu erstellten sie mit viel Kreativität verschiedene Projekte. Unter den 148 oberbayerischen Geehrten waren 13 aus dem Landkreis Weilheim-Schongau.

Landkreis – Beim 66. Europäischen Wettbewerb „YOUrope – es geht um dich“ haben dieses Jahr etwa 20 000 Kinder und Jugendliche aus Bayern teilgenommen. Davon wurden 148 Schüler aus Oberbayern bei der Preisverleihung in München geehrt. Unter den Siegern waren auch drei Schüler der Peißenberger Realschule und zehn des Penzberger Gymnasiums.

Für den Wettbewerb mussten sich die Teilnehmer auf kreative Weise aktiv mit der Zukunft Europas auseinandersetzen. Dafür standen verschiedene Module, die den Altersstufen angepasst waren, zur Auswahl.

Luisa Eder, Hannah Stoß und Cedrik Kremer, die die neunte Klasse der Realschule Peißenberg besuchen, wählten das Modul mit der Frage „Was würdest du den Verantwortlichen in Europa gerne mitteilen?“ aus.

Klimawandel geht alle etwas an

Dazu gestalteten Hannah und Luisa gemeinsam „ein Schuhkartonkino, in dem ein Film läuft aber keiner sitzt im Saal und sieht zu“, so Hannah. „Gestaltet haben wir das im Kunstunterricht. Wir wollten damit zeigen, dass Themen wie zum Beispiel der Klimawandel alle etwas angehen und man hinschauen muss“, so Luisa. Cedrik schrieb zwei Gedichte zum gleichen Thema.

Vom Gymnasium Penzberg, das schön häufiger mit einigen Klassen an Wettbewerben teilgenommen hat, waren zwei unterschiedliche Projekte eingereicht worden. Fabian Schleicher-Hofmeister hatte im Kunstunterricht mit seinen beiden fünften Klassen das Modul „Stell dir vor, die Zootiere haben ein Parlament. Zeige uns, wer dort miteinander streitet und worüber“ gewählt. 

Dazu malten die Schüler Bilder, auf denen die verschiedenen Zootiere abgebildet sind und sagen, was sie sich von und für Europa wünschen. „Zuerst haben wir besprochen, was ein Parlament überhaupt ist“, so Schleicher-Hofmeister. Einfach sei das allerdings nicht gewesen – da sind sich die vier Geehrten, Lena Hoyer, Kata Kocsis, Judith Weis und Jasmin Auer einig.

Die Siegerbilder – ein Brahmagockel, ein Chamäleon, eine Ameise und ein Eichhörnchen – setzen sich dafür ein, dass keine männlichen Küken mehr geschreddert werden, das Baumfällen weniger wird und weniger Müll produziert und verteilt wird.

Zusammenarbeit und Zusammenhalt sind wichtig

Emilia Hambrock, Julius Hambrock, Johanna Leppig, Lara Weiss, Hana Durakovic und Helene Bertz drehten für den diesjährigen Europäischen Wettbewerb zusammen mit ihrer Lehrerin Nadja Kranz im Fach Englisch einen kleinen Spielfilm namens „European Stars“.

Gefilmt wurde nach der Schule, damit der Unterricht normal weiter gehen konnte. Das Thema und die Idee zur Umsetzung mussten sich die Achtklässler selbst ausdenken. „Das hat richtig Spaß gemacht und wir würden alle wieder mitmachen“, sagte Emilia Hambrock. Die Gymnasiasten wollten mit ihrem Film zeigen, dass man in Europa zusammenarbeiten und zusammenhalten muss.

Am Ende gibt es keinen Brexit  

Im Film sind alle Sterne der europäischen Flagge verschwunden und kommen erst wieder, wenn die Politiker gemeinsam von Land zu Land ziehen und „die Probleme dort erörtern und zusammen nach einer Lösung suchen“, so Kranz. Im Film gibt es am Ende auch keinen Brexit.

„Zusammen ist es einfach besser als alleine und die, die länger mit dem Brexit leben müssen, waren bei der Abstimmung einfach in der Unterzahl“, erklärte Emilia die Entscheidung für das Ende des Films. Für ihre Produktion erhielten die Jugendlichen nicht nur den Landespreis, sondern wurden vorher schon mit dem Bundespreis ausgezeichnet. Dafür erhielten sie als Gewinn das „Planspiel Europa“, das gemeinsam mit der ganzen Klasse stattfand.

Bei der Siegerehrung erhielten alle Schüler eine Teilnahmeurkunde, eine Eintrittskarte für das Museum „Mensch und Natur“ in München sowie einen Büchergutschein.

VON FRANZISKA FLORIAN

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