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Derzeit nur eine Idee: Links und in der Mitte zeigt die Grafik die bestehenden Häuser und die Holzlegen. Das höhere Gebäude rechts daneben wäre neu, ebenso die Häuser am rechten Bildrand. 

Pläne für Nachverdichtung

Gedankenspiele zum Barbarahof

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Peißenberg - Die „Wohnbau GmbH Weilheim“ hat Ideen für eine Nachverdichtung für den Barbarahof erarbeitet. Sie werden näcjhste Woche vorgestellt.

Alle Beteiligten warten gespannt auf die Mitteilung: Wird der Barbarahof in Peißenberg unter Denkmalschutz gestellt? Noch haben sich die zuständigen Behörden dazu nicht geäußert, das kann auch noch Monate dauern. Die Planungen der „Wohnbau GmbH Weilheim“ aber stehen deshalb nicht still. Sie hat die vergangenen Wochen genutzt, um Ideen zu sammeln, wie im Barbarahof neue Wohnungen geschaffen werden könnten, ohne den Charakter der Siedlung zu zerstören. Von „Gedankenspielen“ spricht Geschäftsführer Felix Nuss. Die „Wohnbau“ ließ von einem Team aus Architekt und Landschaftsarchitekt Vorschläge erstellen – und geht mit diesen nun an die Öffentlichkeit. Am vergangenen Montag hat der Bauausschuss ein Auge auf die Ideen geworfen. Am kommenden Mittwoch, 13. April, wird sogar eine Informationsveranstaltung in der Peißenberger Mittelschule geboten. „Uns ist es wichtig, dass wir ein Meinungsbild einholen“, erklärt Nuss. „Es sollen möglichst viele Informationen fließen.“

Drei Varianten sind es, die die Experten zusammengestellt haben. Bei zwei davon blieben die Holzlegen erhalten – deren Abriss wurde im vergangenen Jahr nach Protesten noch kurzfristig vom Landratsamt gestoppt. Das Signal ist angekommen, die „Wohnbau“ legt bei ihren Planungen nun Wert darauf, den Charakter des Barbarahofs auch bei einer Nachverdichtung zu erhalten. In allen drei vorgelegten Varianten sollen drei Gebäude in dem Hof gebaut werden – Lage und Größe variieren. Angedacht sind Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen.

Der Großteil des Bauausschusses nahm es positiv auf, dass die „Wohnbau“ zu diesem frühen Zeitpunkt eine Meinung einholt – obwohl noch keine Entscheidung des Denkmalschutzes vorliegt. „Sie möchte ein Signal von der Marktgemeinde. Ich halte das für sehr sinnvoll“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni. Auch Jürgen Forstner (Peißenberger Bürgervereinigung) kann gut damit leben: „Wir signalisieren ja nur, dass wir uns das vorstellen können. Es passiert ja noch nichts.“ Trotzdem taten sich zwei im Gremium schwer damit, eine Meinung zu äußern: „Ich kann doch da jetzt noch nichts entscheiden“, sagte Werner Haseidl (CSU/Parteilose) und stimmte schließlich dagegen. Stefan Barnsteiner (CSU/Parteilose) überließ den anderen die Entscheidung und verließ vor der Abstimmung den Raum – eine Enthaltung ist im Bauausschuss nicht möglich. Die anderen sieben sprachen sich für die Variante aus, bei der die Holzlegen erhalten bleiben und drei Gebäude mit einer Gesamtgrundfläche von 900 Quadratmetern angedacht sind. Das aber ist nicht mehr als ein erstes positives Signal – Baurecht entsteht mit diesem Vorbescheid nicht.

Dass der Ausschuss den Überlegungen der „Wohnbau“ positiv gegenübersteht, hängt mit der Wohnungssituation in Peißenberg zusammen. „Ich finde es wichtig, dass wir uns dahinterklemmen, günstigen Wohnraum zu bekommen“, sagte Forstner.

Auch „Wohnbau“-Geschäftsführer Nuss betont das: „Wir wollen etwas für Menschen tun, die sich sonst wahrscheinlich keine Wohnung leisten können.“ Im März lagen 134 Anfragen bei der Gemeinde Peißenberg vor – 62 Stück für Ein- bis Zwei-Zimmer-, 52 für Drei-Zimmer- und 20 für Vier-Zimmerwohnungen. „Der Bedarf“, sagt Nuss, „ist also dringend vorhanden.“

Die Infoveranstaltung

„Herausforderung Barbarahof: Bestehendes erhalten – Neues schaffen“ findet am kommenden Mittwoch, 13. April, ab 17.30 Uhr in der Aula der Mittelschule Peißenberg statt.

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