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So bitte nicht! Wer Schnee räumt, muss ihn auf Privatgrund lagern. Auf die Straße schaufeln wird von den Mitarbeitern des Bauhofs nicht gern gesehen. 

Probleme beim Winterdienst

Von der Einfahrt auf die Straße

Peißenberg - Der Peißenberger Bauhof hat Probleme: Immer wieder würde Schnee von Einfahrten auf die Straße geschoben.  Vor allem bei großen Wohnanlagen.

Winterwetter mit Schneefall und Glättegefahr, das bedeutet für die Mitarbeiter des Peißenberger Bauhofs Ausnahmezustand. Gestern Nacht klingelte zum Beispiel bei Bauhofleiter Roman Bals bereits um 2.30 Uhr der Wecker: Ausrücken zum Räum- und Streudienst. Über den Deutschen Wetterdienst und über eine private 24-Stunden-Vorhersageplattform ist der Bauhof witterungstechnisch ständig auf dem Laufenden – und quasi im Dauereinsatz. Erst nach sechs Stunden legen die Räumkolonnen eine Pause ein: „An den ersten Tagen ist das ja alles noch wunderbar, aber mit der Zeit geht es an die Substanz“, erklärt Bals.

Der Winterdienst ist für die Bauhofmitarbeiter aber nicht nur wegen der körperlichen Strapazen alles andere als ein Zuckerschlecken. „Wir haben heuer erhebliche Probleme mit Grundstückseigentümern, die ihren Schnee einfach auf die Gehwege und Straßen schieben“, berichtete Bürgermeisterin Manuela Vanni am Montagabend im Bauausschuss. Vor allem an den größeren Wohnanlagen sei die Situation „ganz schwierig“: „Es ist schon sehr erstaunlich, wie inzwischen geräumt wird. Eigentlich sollte der Schnee nicht auf öffentlichem, sondern auf eigenem Grund abgelagert werden“, konstatierte Vanni. Laut Bals sind es speziell die Kleintraktoren der privaten Hausmeisterfirmen, „die den Schnee kreuz und quer durch die Gegend schieben.“ Verantwortlich gemacht werde aber der Bauhof: „Von fünf Beschwerden, die bei uns eingehen, sind mindestens vier dabei, für die wir nichts können“, sagt Bals. Den Schnee einfach auf öffentlichen Wegen abzuladen, sei ein verbotener Eingriff in den Straßenverkehr. Probleme würden den Räumfahrzeugen aber auch „wild parkende Autos“ bereiten – speziell in der Schachtstraße, „obwohl man da eigentlich gar nicht parken darf“, wie Bals betont. Doch das Verständnis und die Einsicht vieler Bürger lässt nach den Erfahrungen des Bauhofleiters generell immer mehr nach: „Die Hemmschwelle zur Gleichgültigkeit ist längst überschritten“, bedauert Bals. Logistisch indes läuft der Winterdienst bislang reibungslos. Zwei Schichten mit jeweils zehn Mitarbeitern und sieben Räumfahrzeugen sind im wöchentlichen Wechsel auf Peißenbergs Straßen unterwegs.

Probleme könnte es allerdings noch mit den Salzvorräten geben. Das Lager am Bauhof mit 200 Tonnen ist bereits aufgebraucht. 100 Tonnen sind noch beim Lieferanten abrufbar, weitere Bestellungen wurden vom Bauhof bereits in Auftrag gegeben. Allerdings ist laut Bals von einer „Wartezeit“ auszugehen: „Wenn die Witterung so anhält, dann könnte es beim Salz zu Engpässen kommen.“

Bernhard Jepsen

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