Der Gang zu den Impfzimmern im Peißenberger Impfzentrum
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Die Querdenker wollten sich in das Peißenberger Impfzentrum einmieten.

Landkreis hatte Vertrag aber schon vorher wegen Eigenbedarfs aufgelöst

Querdenker versuchten, sich beim Impfzentrum einzumieten - das ist an den Gerüchten dran

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Die Immobilie des ehemaligen Krankenhauses in Peißenberg gehört nach wie vor dem Landkreis Weilheim-Schongau. Der versuchte in den vergangenen Jahren durchaus erfolgreich, Teile des riesigen Gebäudes zu vermieten, um Leerstand zu vermeiden.

  • Es tauchten immer wieder Gerüchte im Landkreis Weilheim-Schongau auf
  • Demnach sollen sich die Querdenker ins Peißenberger Impfzentrum eingemietet haben
  • Sie sollen sogar einen Feueralarm ausgelöst haben
  • Doch was ist an den Gerüchten wirklich dran?

Landkreis – In den vergangenen Tagen tauchten verstärkt Gerüchte auf, wonach sich die Querdenker in dem Gebäude, in dem seit Mitte Dezember auch die zentrale Impfstation untergebracht ist, eingemietet hätten. Diese hätten auch für den Feueralarm im Gebäude gesorgt, der in der vergangenen Woche für Aufregung gesorgt hatte, wird weiter gemunkelt.

Querdenker haben keinen direkten Zugang zum Impfzentrum

Die Heimatzeitung ging den Gerüchten auf den Grund. „Es ist richtig, dass wir Mieter für die Räumlichkeiten im ehemaligen Krankenhaus in Peißenberg gesucht haben“, sagte Kreiskämmerer Norbert Merk auf Anfrage. Daher habe man auch einen Vorvertrag mit einem Interessenten geschlossen, bevor die Entscheidung fiel, hier das Impfzentrum einzurichten. Damit verbunden war ein hoher Platzbedarf im Gebäude mit der Option, die Kapazitäten gegebenenfalls auch erweitern zu können. Deswegen habe man dem Mietinteressenten absagen müssen. Erst später habe es dann Hinweise durch die Polizei gegeben, dass der Mann sich im Umfeld der Querdenker-Bewegung bewege. Damit haben die Querdenker, die extrem gegen die Corona-Schutzimpfungen hetzen und die Schutzmaßnahmen ablehnen, nun keinen direkten Zugang zum Gebäude.

Feueralarm durch defekten Brandmelder ausgelöst

Ein Zusammenhang mit dem Feueralarm im Impfzentrum bestehe allerdings nicht, stellte der Verwaltungsleiter des Impfzentrums, Christian Achmüller, im Gespräch mit der Heimatzeitung klar. „Der Alarm wurde durch einen defekten Brandmelder ausgelöst“, berichtete er. Die zuständige Firma habe die Anlage überprüft und den Rauchmelder ausgetauscht, so dass das Problem nicht mehr besteht. Eine Verbindung zur Querdenker-Bewegung schloss Achmüller aus.

Morgen sollen die Impfungen im Landkreis Weilheim-Schongau weitergehen, wenn wieder Impfstoffe geliefert werden. Dabei sollen allerdings zunächst alle, deren erste Impfung drei Wochen zurückliegt, ihre Auffrischung erhalten.

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