Es geht bald los: Ab 28. Mai darf wieder ins Becken gesprungen werden.
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Es geht bald los: Ab 28. Mai darf wieder ins Becken gesprungen werden.

In Peißenberg

„Rigi-Rutsch’n“ macht bald auf

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Der Termin steht: Sollten die Corona-Inzidenzzahlen im Landkreis weiter stabil unter 100 liegen, öffnet die „Rigi-Rutsch’n“ am kommenden Freitag, 28. Mai, mit Freibad und Sauna nach längerer Zeit wieder ihre Tore. Wie schon 2020 wird es aber keine normale Sommersaison geben: Nach wie vor müssen Pandemieschutzregeln beachtet werden.

Peißenberg – Seit November 2020 ruht der Betrieb in der „Rigi-Rutsch’n“. Die Saunalandschaft musste damals im Zuge des Corona-Lockdowns ad hoc geschlossen werden. Nur das ambulante Rehabilitationszentrum konnte das Innenbecken noch nutzen. Nun aber sinken die Fallzahlen, die Politik lässt Lockerungen zu. Freibäder dürfen ab sofort wieder öffnen, sofern die Sieben-Tages-Inzidenz in den jeweiligen Landkreisen unter 100 liegt. Die Peißenberger Gemeindewerke hätten also schon am heutigen Freitag die Freibadsaison eröffnen können – theoretisch. Das Kommunalunternehmen wird aber erst eine Woche später den Bade- sowie Saunabetrieb aufnehmen – und das aus gutem Grund.

Laut Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl gibt es derzeit „noch keine definitiven Rahmenbedingungen“ zu den politischen Vorgaben. Das Gesundheitsamt würde erst noch die „offenen Variablen“ prüfen. Nötig für den Badebetrieb sei zum Beispiel eine „Terminvergabe“. Was das in der Praxis konkret bedeutet, sei allerdings noch unklar. Soll heißen: Keiner weiß bis dato, ob das Kriterium bereits mit einem Schichtbetrieb und unterschiedlichen Badezeiten erfüllt ist. Die Gemeindewerke würden am liebsten komplett auf terminliche Beschränkungen verzichten. „Da werden sicher einige Badegäste auf die Barrikaden gehen“, mutmaßt Haberl.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen die Freibad- und Saunabesucher zudem einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Die Gemeindewerke wollen in Kooperation mit der St. Ulrich-Apotheke zum Start der Sommersaison am 28. Mai an der „Rigi-Rutsch’n“ eine Teststrecke aufbauen. Zunächst hatte man als Standort dafür die benachbarte Eishalle ins Visier genommen (siehe auch Kasten). Doch der Stadionbetreiber, der TSV, legte sein Veto ein. „Ich kann unseren zahlenden Mitgliedern nicht wegen Corona ein halbes Jahr die Halle zusperren und dann noch einmal wegen einem Corona-Testzentrum“, erklärt Vereinspräsident Stefan Rießenberger. Die Eishockey-Abteilung wolle einen Teil ihres Sommer-Trockentrainings in der Halle absolvieren. Im August würden zudem die Wartungsarbeiten für die Eislaufsaison beginnen, außerdem biete das Stadionlüftungssystem keine optimalen Voraussetzungen für ein Testzentrum.

Doch Rießenberger und der TSV wollen sich nicht aus der Verantwortung stehlen: „Ich schätze Frau Haberl sehr. Die Zusammenarbeit mit ihr ist hervorragend. Wir helfen gerne, da überleg ich gar nicht.“ Demnach wird der TSV kostenlos ein größeres Zelt zur Verfügung stellen - nämlich jenes, das der Sportverein vor anderthalb Jahren angeschafft hat und das vor dem Corona-Lockdown als zusätzliche Umkleidekabine gedient hat. Auch für den Stromanschluss wird der TSV sorgen. Aufgestellt werden soll das Zelt vor dem Eisstadion. Der Zugang wird über ein Einbahnstraßensystem geregelt. Im Innenhof zwischen Eisstadion und „Rigi-Rutsch’n“-Betriebsgebäude kann dann auf das Testergebnis gewartet werden.

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