Äußerst knapper Ausgang: EU-Parlament wählt von der Leyen - längst nicht alle sind begeistert

Äußerst knapper Ausgang: EU-Parlament wählt von der Leyen - längst nicht alle sind begeistert
+
Im Februar 2016 wütete das Feuer, nun steht fest, wann der Prozess wegen besonders schwerer Brandstiftung in der „Rigi-Rutsch’n“ beginnen soll. 

Anklage erhoben

Rigi-Rutsch’n-Brand: Prozess startet im Mai

  • schließen

Mehr als drei Jahre nach dem Brand in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ steht nun fest, dass es in dieser Sache einen Prozess am Landgericht München II geben wird. Die Verhandlung ist auf Mitte Mai angesetzt. Angeklagt ist ein 42-Jähriger aus dem Landkreis. Der Vorwurf: besonders schwere Brandstiftung.

Peißenberg – Im November des vergangenen Jahres war noch nicht klar, wann die strafrechtliche Aufarbeitung des Brandes in der „Rigi-Rutsch’n“ in Peißenberg beginnen würde, nun steht der Verhandlungstermin am Landgericht München II fest: „Für den 15. Mai ist eine Verhandlung in dieser Sache festgesetzt“, so die Auskunft einer Mitarbeiterin der Pressestelle des Gerichts. „Das ist der bisherige Stand“, sagt sie. Der Termin könne sich aber noch ändern. Dem 42-jährigen Angeklagten, der im Landkreis lebt, wird besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Über den Inhalt der Anklageschrift gibt es ansonsten keine Auskunft vom Gericht.

Am 11. Februar 2016 hatte ein Feuer im Peißenberger Freizeit- und Gesundheitspark „Rigi-Rutsch’n“ gewütet. Es war gegen 14 Uhr ausgebrochen, als der Bade- und Saunabetrieb lief und sich Menschen im Gebäude aufhielten. Die Flammen hatten sich rasant schnell ausgebreitet. 188 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Besonders im Obergeschoss hatte der Brand enormen Schaden angerichtet: Das Dachgeschoss brannte komplett aus, die Decke über dem Innenbecken und der Eingangsbereich wurden beschädigt. Es entstand Schaden in Höhe von rund 750 000 Euro.

Nach dem Brand blieben Bad und Sauna zunächst geschlossen. Nachdem das Freibad im Sommer 2016 nicht geöffnet hatte, fiel der Entschluss, dieses aufrecht zu erhalten und die Sauna samt Innenbereich zu schließen. Erst als die Gemeindewerke auf die Idee kamen, im Obergeschoss der „Rigi-Rutsch’n“ eine ambulante Reha einzurichten, war klar, dass Sauna und Bad renoviert werden und erhalten bleiben können. Die ambulante Reha öffnet noch diesen Monat.

Nach monatelangen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft München II im Mai 2017 Anklage beim Landgericht München II gegen einen damals 40-Jährigen aus dem Landkreis erhoben. Ihm wurde darin vorgeworfen, das Feuer im Gastraum der „Caribar“ im Obergeschoss des Bades gelegt zu haben. Weil sich zu diesem Zeitpunkt Menschen im Gebäude befanden, die damit in Todesgefahr gebracht wurden, lautet der Vorwurf „besonders schwere Brandstiftung“.

Falls das Gericht zu dem Schluss kommt, dass die Vorwürfe in der Anklage stimmen, bedeutet das eine Freiheitsstrafe in Höhe von mindestens fünf Jahren für den 42-Jährigen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schock beim TSV Peißenberg:  Riesenloch in Vereinskasse
Kein ruhiges Jahr liegt hinter dem TSV Peißenberg. Zahlreiche unerwartete finanzielle Belastungen musste der Sportverein stemmen. Zuletzt sorgte auch noch das Finanzamt …
Schock beim TSV Peißenberg:  Riesenloch in Vereinskasse
Stadtbus Weilheim: Freie Fahrt für Schüler - und samstags für alle?
Samstags sollen bald alle Bürger den Stadtbus kostenlos nutzen dürfen, und für Schüler soll generell freie Fahrt gelten. Darum geht‘s am Donnerstag im Stadtrat.
Stadtbus Weilheim: Freie Fahrt für Schüler - und samstags für alle?
„Freispruch“ für Betz - doch Bürgermeisterin ist nicht zufrieden
Amtspflicht nicht verletzt, aber ein Hinweis auf den Verstoß gegen den Öffentlichkeits-Grundsatz: Das Landratsamt hatdie Beschwerde gegen Pollings Bürgermeisterin …
„Freispruch“ für Betz - doch Bürgermeisterin ist nicht zufrieden
Nach der Riesenfeier zum 100. in Penzberg: „Es war ein sensationelles Stadtfest“
Das mehrtägige Stadtfest zum 100-jährigen Bestehen von Penzberg war ein voller Erfolg. Gleich nach dem Großereignis äußerten sich Veranstalter und Besucher durchweg …
Nach der Riesenfeier zum 100. in Penzberg: „Es war ein sensationelles Stadtfest“

Kommentare